Windows 10 Build 16241 verbessert Mixed-Reality-Funktionen

Motion Controller für Mixed Reality lassen sich in Windows 10 Build 16241 nun per USB anschließen. Der Task Manager liefert zudem mehr Details zur GPU-Performance und zu einzelnen Prozessen von Anwendungen. Mail ist jedoch nicht mehr in der Lage, IMAP-Konten zu synchronisieren.

Microsoft hat nicht nur eine erste Vorabversion des kommenden Updates für Windows Server 2016 veröffentlicht, sondern mit Windows 10 Build 16241 auch ein neue Variante des für den Herbst erwarteten Fall Creators Update freigegeben. Sie verbessert vor allem einige neue Funktionen, darunter Mixed Reality. Darüber hinaus korrigiert Microsoft zahlreiche Fehler, weist aber auch auf neue Probleme hin.

Logo Windows 10 (Bild: Microsoft)Motion Controller für Mixed Reality lassen sich in Windows 10 Build 16241 per USB mit Windows-10-Systemen verbinden. Der Support für WLAN- und Bluetooth-Geräte soll in Kürze folgen. Auch die Stabilität der verbundenen Headsets wurde verbessert. Außerdem teilt das Mixed Reality Portal nun beim Start mit, dass es nur Headsets mit USB-3.0-Anschluss unterstützt.

Eine weitere Neuerung, die Dona Sarkar im Windows Experience Blog beschreibt, steht jedoch schon seit dem letzten Build zur Verfügung. Nutzer können nun direkt vom Sperrbildschirm aus das Kennwort für ihr Microsoft-Konto oder auch eine für die Windows-Anmeldung hinterlegte PIN wiederherstellen. Vor allem ersteres war bisher nur über ein anderes internetfähiges Gerät möglich.

Auch der Task Manager hat unterWindows 10 Build 16241 einen weiteren Feinschliff erhalten. Die Registerkarte GPU zeigt nun auch den Namen der GPU an. Die Performance wird zudem für die vier aktivsten GPU-Engines angezeigt – normalerweise sollten Diagramme für 3D, Kopieren, Video-Kodieren und Video-Dekodieren sichtbar sein. Außerdem gibt der Task Manager nun detaillierter Auskunft über die Auslastung der Prozesse einer Anwendung. Nutzer können nicht mehr nur erkennen, welche in Edge geöffnete Website eine besonders hohe CPU- oder RAM-Auslastung verursacht, sondern auch die Performance des Chakra JIT Compilers oder des UI Service überwachen.

Der Task Manager gibt unter Windows 10 Build 16241 Auskunft über Browser-Prozesse wie den Chakra JIT Compiler von Edge (Screenshot: ZDNet.de).Der Task Manager gibt unter Windows 10 Build 16241 Auskunft über Browser-Prozesse wie den Chakra JIT Compiler von Edge (Screenshot: ZDNet.de).

Windows 10 Build 16241: Bandbreite lässt sich beschränken

Weitere Änderungen betreffen Einstellungen für die Übermittlungsoptimierung, worüber Nutzer die von Windows Update und Windows Store benutzte Bandbreite festlegen können. Konfigurationsmöglichkeiten bietet Windows 10 Build 16241 für Up- und Downloads sowie eine monatliche Obergrenze für Uploads. Die Einstellungen wirken sich allerdings nur aus, wenn Downloads von anderen PCs zugelassen sind, Nutzer sich also bereit erklärt haben, Windows- und App-Updates wie in einem Peer-to-Peer-Netzwerk anderen PCs in eigenen Netzwerk oder auch im Internet zur Verfügung zu stellen.

Darüber hinaus wurden Probleme mit dem Windows Media Player bei der Wiedergabe von Musikdateien, dem Zurücksetzen von PCs auf die Werkseinstellungen, der Bildschirmtastatur, dem Windows Defender Security Center und Microsoft Edge behoben. Neu ist indes, dass die Mail-Anwendung von Microsoft zumindest vorübergehend nicht in der Lage ist, IMAP-E-Mail-Konten zu synchronisieren. Auch der Eintrag „Link kopieren“ im Kontextmenü von Edge soll derzeit nicht funktionieren. Außerdem untersucht Microsoft nach eigenen Angaben, warum bei einigen Nutzern zuletzt bei der Aktualisierung der Insider Preview die Netzwerkeinstellungen zurückgesetzt wurden. Beispielsweise wird eine fest vergebene IP-Adresse entfernt und der Bezug von IP-Adressen über einen DHCP-Server aktiviert.

Nutzer von Windows 10 Mobile können ebenfalls eine neue Preview des kommenden Updates testen. Die Versionshinweise für das Build 15230 beschränken sich allerdings auf drei Einträge. Der Status von VPN-Profilen soll wieder korrekt angezeigt werden, ein Problem zwischen dem Bluetooth Support Service und den Hintergrunddiensten von Fitness-Armbändern wurde behoben und die Caller-ID soll in Japan und Dänemark wieder korrekt ermittelt werden.

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