iPad Pro 10,5 Zoll überzeugt im Test

Auf der Habenseite stehen das Display mit seiner hohen Bildwiederholungsrate und der schnelle Prozessor. Wichtige Softwarefunktionen erhält das neue Apple-Tablet allerdings erst im Herbst mit iOS 11. In der Praxis bietet das größere Display zudem nur einen geringen Mehrwert.

Das Anfang Juni auf der WWDC vorgestellte neue iPad Pro mit 10,5-Zoll-Display hat in ersten Tests gute Noten erhalten. Neben dem im Vergleich zum 9,7-Zoll-Modell größeren Display werden vor allem der schnellere Prozessor und die bessere Kamera gelobt. Negativ fällt offenbar nur das Fehlen neuer Software-Funktionen auf, die das Tablet erst im Herbst mit der Veröffentlichung von iOS 11 erhalten wird.

iOS 11: iPad Pro mit Files-App (Bild: Apple)Dazu gehört das neue Dock, mit dem Apple eine Lücke zwischen Mac und iPad schließt. Noch nicht verfügbar sind außerdem das neue Multitasking und die Funktion, die Apple „Touch & Drag & Drop“ nennt. Sie erlaubt es, jegliche Inhalte „dorthin zu verschieden, wo Du sie haben möchtest“. Allerdings müssen Anwendungen für die Nutzung dieser Funktion angepasst werden.

Das 10,5-Zoll-Display mit einer Auflösung von 2224 mal 1668 Bildpunkten ist wiederum eine Weiterentwicklung des Displays des Vorgängermodells mit 9,7-Zoll-Bildschirm, das Apple im vergangenen Jahr bereits Bestnoten einbrachte. Der vergrößerte Arbeitsbereich bringt laut CNET jedoch kaum Vorteile – lediglich die größere Bildschirmtastatur vereinfacht das Tippen. Es gibt aber auch einen großen Nachteil: Nutzer, die vom 9,7-Zoll-Modell auf das iPad Pro 10,5 Zoll umsteigen, können für ersteres angeschaffte Cover und Cases nicht weiterverwenden.

iPad Pro 10,5 mit 120-Hz-Bildschirm

Die als ProMotion bezeichnete variable Bildwiederholungsrate des neuen Displays erreicht bis zu 120 Hz, was vor allem Animationen und Bildlauf fühlbar flüssiger macht. Aber auch Zeichnen mit dem Apple Pencil fühlt sich natürlicher an, da die Latenzzeit auf 20 Millisekunden sinkt. „In der Praxis bedeutet dass, dass sich der Apple Pencil etwa so schnell anfühlt wie sich jeder Stift anfühlen würde“, stellt CNET fest.

Auch der neue Prozessor A10X erfüllt im Test die Erwartungen. Im Benchmark Geekbench ist er im Multi-Core-Betrieb 91 Prozent schneller als der des iPad Pro 9,7 und rund 117 Prozent schneller als der des im März vorgestellten neun iPad. Die Messungen bestätigen die bereits in der vergangenen Woche durchgesickerten Geekbench-Ergebnisse.

Von den zusätzlichen Leistungsreserven dürften vor allem Business-User profitieren, die für Apple inzwischen eine wichtige Zielgruppe sind. Das Unternehmen aus Cupertino positioniert das neue iPad Pro auch als möglichen Laptop-Ersatz. Damit stützt es zudem frühere Bemühungen, Unternehmenskunden für seine Tablets zu gewinnen. Im Mai 2016 kündigte Apple eine strategische Partnerschaft mit SAP an, mit dem Ziel, die Entwicklung nativer iOS-Apps zu erleichtern, die auf SAPs Plattform HANA aufsetzen. Das zugehörige Software Development Kit stellte SAP Ende Februar 2017 vor.

Auch Cisco ist strategischer Partner von Apple. Der Netzwerkspezialist nutzt seit iOS 10 APIs und Funktionen des Mobilbetriebssystems, um für eine bessere Abstimmung von iOS-Geräten und -Apps auf seine Produkte zu sorgen. Das soll die Integration von iPhones und iPads ins Unternehmensumfeld erleichtern.

[mit Material von CNET.com]

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HIGHLIGHT

Verbesserte Performance: iPad Pro 2017 zeigt sich im Geekbench-Benchmark

Das iPad Pro 2017 mit A10X-Prozessor bietet gegenüber dem Vorgängermodell mit A9X-CPU eine erheblich bessere Performance. Es kann in allen Bereichen neue Bestwerte für Tablets setzen.

Themenseiten: Apple, Tablet, iPad

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Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu iPad Pro 10,5 Zoll überzeugt im Test

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  • Am 13. Juni 2017 um 11:15 von Richard

    Mir kommen die Tränen, ein nagelneues Tablet der 1000€ Klasse und man kann die Hülle des kleineren Vorgängers nicht übernehmen. Das wird sicher Millionen von Hipstern davon abhalten, sich dieses Teil zu kaufen!

    • Am 13. Juni 2017 um 12:28 von Heul' doch,

      wenn das Dein ganzes Problem ist!

      • Am 13. Juni 2017 um 19:36 von Denk doch

        Du erkennst Sarkasmus wohl nicht mal, wenn er dir mit beiden Fäusten auf den Kiefer trommelt.

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