Apple lässt Support für 32-Bit-Anwendungen auslaufen

iOS 11 bietet keine Unterstützung für 32-Bit-Apps. Das kommende Desktop-Betriebssystem macOS High Sierra 10.13 führt solche Programme noch aus. Die Nachfolgeversion macOS 10.14 macht dann aber auch auf dem Mac Schluss mit 32-Bit.

Apple hat auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC angekündigt, in Zukunft auf die Unterstützung von 32-Bit-Anwendungen zu verzichten. Den Anfang macht das für Herbst erwartete mobile Betriebssystem iOS 11, das nur noch 64-Bit-Anwendungen unterstützt. Das Betriebssystem selbst läuft ebenfalls nur noch auf 64-Bit-Hardware, sodass iPhones mit 32-Bit-Prozessoren wie iPhone 5 und 5c kein Update auf iOS 11 erhalten.

Viele iOS-Anwendungen in 32-Bit dürfte es allerdings nicht mehr geben. Bereits seit dem 1. Februar 2015 müssen neue Apps, die im App Store hochgeladen werden, 64-Bit-Support beinhalten. Nutzer können ab iOS 10.3 in Einstellungen unter Allgemein – Info – Apps überprüfen, ob sie 32-Bit-Anwendungen installiert haben.

Ist dies der Fall, erscheint unter iOS 11 zum Beispiel auf dem iPad folgender Warnhinweis: „Diese Apps können dein iPad verlangsamen und müssen aktualisiert werden, um auf künftigen iOS-Versionen zu funktionieren. Falls kein Update verfügbar ist, wende dich an den App-Entwickler zwecks weiterer Informationen.“

Apple iOS 11 führt 32-Bit-Apps nicht aus (Screenshot: ZDNet.de)

macOS High Sierra 10.13 mit 32-Bit-Support

Das für Herbst erwartete neue Desktop-Betriebssystem macOS High Sierra 10.13 bietet noch Unterstützung für 32-Bit-Anwendungen. Aber die Nachfolgeversion macOS 10.14 soll dann nur noch 64-Bit-Anwendungen ausführen können.

Die Umstellung in gut einem Jahr könnte größere Probleme als unter iOS 11 verursachen. Zahlreiche Anwendungen liegen derzeit nur in 32-Bit vor. Und dass ab Januar 2018 für alle neuen Apps, die über den Mac App Store vertrieben werden, eine 64-Bit-Pflicht besteht, dürfte daran nur wenig ändern. Schließlich gibt es sehr viele Anwendungen, die nicht über den Mac App Store erhältlich sind. Man darf also gespannt sein, ob beispielsweise ein Druckerhersteller noch Treiber und Bediensoftware auf 64-Bit portiert, wenn das Gerät schon einige Jahre auf dem Markt ist.

Unter macOS werden unter Systeminformationen – Software – Programme sämtliche installierten Anwendungen aufgelistet. Mit einem Klick auf die Spalte 64-Bit (Intel) erhält man ein sortierte Ansicht. Anwendungen, die in dieser Spalte mit „Nein“ gekennzeichnet sind, bieten lediglich 32-Bit-Support und sind damit zu macOS 10.14 nicht mehr kompatibel.
macOS Systeminformationen: Unter Software - Programme werden sämtliche installierten Programme aufgelistet (Screenshot: ZDNet.de)

WEBINAR

Von Software Defined bis Composable – Neue Architekturansätze im Datacenter

Im Audio-Webinar am 5. Juli 2017 um 11 Uhr erläutert Florian Bettges von HPE wie Unternehmen von hybriden IT-Konzepten profitieren können. Dabei geht er auf die Vorteile der einzelnen Ansätze ein und stellt Konzepte vor, wie die unterschiedlichen Ansätze in Zukunft in hybriden IT-Konzepten ineinander fließen.

Tipp: Wie gut kennen Sie Apple? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Themenseiten: Apple, macOS

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

6 Kommentare zu Apple lässt Support für 32-Bit-Anwendungen auslaufen

Kommentar hinzufügen
  • Am 9. Juni 2017 um 10:17 von DoN

    Auch wenn es mühselig ist, es zu vergleichen, aber das von MS und der Shitstorm hätte epische Ausmaße. Wenn ein Hersteller für sein 20 Jahre altes Gerät keine Treiber mehr bereit stellt, bekommt MS haue.. Tja, das Apple Universum tickt halt anders.

    • Am 9. Juni 2017 um 13:13 von Hi, hi...

      …auch wenn es mühselig ist, Deine Ansichten sind hinreichend bekannt und locken niemanden mehr hinter dem Ofen hervor.

  • Am 9. Juni 2017 um 12:01 von mathias

    Egal was Apple tut und lässt, alles ganz schlimm.
    Zumindest für die die Forentrolls in diesem Forum

    • Am 9. Juni 2017 um 15:16 von Klaus

      Exakt!

    • Am 9. Juni 2017 um 16:07 von C

      Nein.

      Wenn es etwas Positives zu berichten gilt, wird das vermerkt. Nur nicht in jeder Einzel-Meldung.

      Deine Sichtweise ist arg auf den Apfel eingeschränkt.

  • Am 9. Juni 2017 um 19:00 von Antiappler

    Naja, wenn man bedenkt, welche Möglichkeiten Klaus alias viele, viele Namen bisher genutzt hat, um auf Microsoft einzuschlagen, dann liegt DoN mit seinem Kommentar doch richtig.
    Auch wenn es gewissen Applern nicht so gefällt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *