Konkurrenz für Amazon Echo und Google Home: Apple kündigt HomePod an

Amazon und Google bekommen Konkurrenz. Apple hat auf dem WWDC den smarten Lautsprecher HomePod, der auf Siri hört, vorgestellt. HomePod wird zunächst in den USA, in Großbritannien und Australien für 349 US-Dollar verfügbar sein.

Apple hat gestern auf dem WWDC den kabellosen Lautsprecher HomePod angekündigt. Die Box soll eine „verblüffende“ Audioqualität liefern und räumliches Orientierungsvermögen dazu nutzen, ihre Position in einem Raum zu erkennen und den Klang automatisch anzupassen. HomePod wird in Weiß und Space Grau ab Dezember zunächst in den USA, Australien und Großbritannien verfügbar sein. Der Preis wird in den USA 349 US-Dollar betragen, die Preise für Australien und Großbritannien werden zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr bekannt gegeben. HomePod ist kompatibel mit iPhone 5s und neuer mit iOS 11.

Apple HomePod (Bild: Apple)Apple HomePod (Bild: Apple)

Der 18 Zentimeter hohe HomePod ist als Assistent konzipiert und dafür gedacht, Nachrichten zu senden, Updates zu Nachrichten, Sport und Wetter zu erhalten oder intelligentes Smart Home-Zubehör zu bedienen. Siri schaltet nach Aufforderung die Lichter ein, schließt die Rollläden oder ruft eine Szene auf. Ist man unterwegs, ist HomePod der Knotenpunkt fürs Zuhause, der Fernzugriff und Hausautomationen mittels Home App auf iPhone oder iPad ermöglicht.

Entwickelt für das Zusammenspiel mit einem Apple Music-Abonnement mit Zugriff auf über 40 Millionen Songs, bietet HomePod laut Apple zudem fundierte Kenntnisse der persönlichen Musikpräferenzen und -geschmäcker und unterstützt Nutzer dabei neue Musik zu entdecken.

Apple HomePod ist in Schwarz und Weiß erhältlich (Bild: Apple).Apple HomePod ist in Schwarz und Weiß erhältlich (Bild: Apple).

HomePod wurde mit einer Anordnung von sechs Mikrofonen für die Sprachsteuerung konzipiert, sodass Nutzer selbst während laute Musik abgespielt wird mit ihm von der anderen Raumseite aus interagieren können. Indem man sagt „Hey Siri, ich mag dieses Lied“, sollen HomePod und Apple Music zu perfekten Musikologen werden und Vorlieben aus Hunderten von Genres und Stimmungen, sowie über Zehntausende von Playlists hinweg lernen können. Diese Musikgeschmäcker werden über Geräte hinweg geteilt. Siri kann auch mit erweiterten Suchanfragen innerhalb der Musikbibliothek umgehen, sodass Nutzer Fragen wie „Hey Siri, wer ist hier der Schlagzeuger?“ stellen oder gemeinsam mit jedem im Haus eine geteilte Up Next-Warteliste erstellen können. HomePod, Apple Music und Siri liefern ein Musikerlebnis, das werbefrei direkt auf HomePod gestreamt wird.

HomePod verfügt über einen von Apple entwickelten großen Tieftöner für satte Bassklänge. Der nach oben ausgerichtete Tieftöner ermöglicht zusammen mit dem speziell entwickelten A8 Chip das Bassmanagement durch Software-Modellierung in Echtzeit, die dafür sorgt, dass der Lautsprecher den tiefsten und saubersten Bass bei geringer Verzerrung liefert, wie Apple erklärt.

Durch die Wellenform auf der Oberseite wird angezeigt, wann Siri eingesetzt wird (Bild: Apple).Durch die Wellenform auf der Oberseite wird angezeigt, wann Siri eingesetzt wird (Bild: Apple).

Die eigens entwickelte Anordnung mit sieben Hochtönern nach Richtstrahlverfahren, jeder mit einem eigenen Verstärker, soll für ein „ausgewogenes, geschmeidiges Timbre“ sowie eine präzise Richtungssteuerung einer Vielzahl von Strahlformen und -größen sorgen.

In Amazons Echo wie auch beispielsweise im Sonos Play.1 stecken im Vergleich dazu nur ein Subwoofer und ein Hochtöner. Der Sonos Play:5 für rund 500 Euro bietet drei Hoch- und drei Tieftönern.

Durch die Wellenform auf der Oberseite wird angezeigt, wann Siri eingesetzt wird. Zusätzlich zur Sprachsteuerung erlauben integrierte Touch-Bedienelemente eine einfache Navigation direkt am Gerät.

HIGHLIGHT

Wettbewerbsvorteile durch effizienten Kundenservice

Telefonieren Sie noch oder skypen Sie schon, lautete einmal ein einprägsamer Werbespruch, der einfach zum Ausdruck brachte, dass eine ältere Technologie von etwas Besserem ersetzt wird. Das Gleiche gilt für die Kommunikation mit Kunden. Nutzen Sie schon Communication Enabled Business Processes (CEBP) oder warten Sie, bis der Wettbewerb Sie überholt

Die Einrichtung kann laut Apple genauso einfach und intuitiv wie bei den AirPods erfolgen. Der Nutzer muss nur ein iPhone in die Nähe des HomePod halten, der dann innerhalb weniger Sekunden zur Wiedergabe von Musik bereit sein soll.

Bei der Datenübertragung setzt Apple auf AirPlay 2, das jetzt auch Multi-Room-Sound unterstützt. Mehrere HomePods können miteinander gekoppelt werden, um die gleichen Songs in unterschiedlichen Räumen abspielen zu können.

Mit HomePod werden nur dann verschlüsselte Informationen unter Nutzung einer anonymen Siri ID an Apple-Server gesendet, nachdem „Hey Siri“ lokal auf dem Gerät erkannt wurde.

„Apple hat die tragbare Musik mit dem iPod neu erfunden und nun wird HomePod neu definieren, wie wir die Musik kabellos in unserem Zuhause genießen“, sagt Philip Schiller, Senior Vice President Worldwide Marketing von Apple. „HomePod packt leistungsstarke Lautsprechertechnologie, die Intelligenz von Siri und drahtlosen Zugriff auf die gesamte Apple Music-Bibliothek in einen wunderschönen Lautsprecher mit einer Höhe von weniger als 18 Zentimetern, der jeden Raum mit verzerrungsfreier Musik rocken kann, und ein hilfreicher Assistent rund ums Zuhause ist.“

Amazon Echo und Amazon Echo Dot können seit Mitte Februar für 179,99 Euro beziehungsweise 59,99 Euro auch hierzulande bestellt werden.

Amazon hat unlängst auch seinen Neuzugang Amazon Echo Show mit Touchscreen vorgestellt. Im Gegensatz zu Echo und Echo Dot lässt sich Echo Show nicht nur per Sprache, sondern auch über einen 7 Zoll großen Touchscreen bedienen. Zudem bietet das Gerät eine Videotelefoniefunktion.

Die Videotelefonie ist allerdings auf Echo Show sowie Smartphones mit der Amazon-Alexa-App beschränkt. Den zugehörigen Dienst nennt Amazon Alexa Calling. Er ist kostenlos und unterstützt auch Sprachtelefonie und den Versand von Textnachrichten. Beides soll künftig mit allen Echo-Geräten funktionieren. Amazon nennt hierfür jedoch keinen konkreten Termin.

Echo Show ist anfänglich nur in den Vereinigten Staaten erhältlich. Dort kostet das Gerät 229,99 Dollar. Zur Einführung gibt Amazon beim Kauf von zwei Echo Show einen Nachlass von 100 Dollar.

Google Home wurde im September 2016 vorgestellt. In USA und Großbritannien ist der Lautsprecher bereits verfügbar, hierzulande war zuletzt von einer Verfügbarkeit im ersten Halbjahr die Rede.

Tipp: Wie gut kennen Sie Apple? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Themenseiten: Apple, IoT, Lautsprecher, Smart Home

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

6 Kommentare zu Konkurrenz für Amazon Echo und Google Home: Apple kündigt HomePod an

Kommentar hinzufügen
  • Am 6. Juni 2017 um 12:32 von M@tze

    Bei 349$ in den USA (vor Steuern!), also in der EU dann für 450€? Nee Apple, dann lieber weiterhin Sonos nutzen (für 450€ bekomme ich schon 2 Sonos Play 1, welche auch schöner aussehen), was ziemlich sicher keinen schlechteren Klang bietet, aber wesentlich flexibler einsetzbar ist. Siri kann ich auch über meine an Sonos gekoppelten iOS Geräte nutzen, wenn ich dies möchte.

    • Am 6. Juni 2017 um 19:00 von Thomas F.

      Sehr gutes Argument. Es gibt überhaupt keinen schlüssigen Grund für diesen völlig abstrusen Preis außer Habgier. Ich behaupte mal, den meisten Benutzern reicht ein Echo Dot gekoppelt mit einigermaßen vernünftigen Stereoboxen. Wer audiophil ist, hat eh schon lang eine entsprechende Anlage daheim stehen, die man auch koppeln kann.

      • Am 7. Juni 2017 um 9:48 von M@tze

        So ist es. Für das Wohnzimmer, einen hochwertigen Bluetooth Adapter (Philips AEA2700) an die Anlage anschließen und bis zu 3 Endgeräte (iPhone, iPad, Echo Dot) kabellos verbinden. Für den Rest vom Haus reichen dann einzelne Sonos Play 1 und ich habe die selbe Funktionalität, welche der HomePod bietet zu einem Bruchteil vom Preis.

  • Am 6. Juni 2017 um 18:54 von Thomas F.

    Gewohnt günstig wie von Apple gewohnt. Mit welchem Argument verlangen sie diesmal soviel Geld? Wegen der langjährigen Forschung auf einem völlig neuen Gebiet?

  • Am 7. Juni 2017 um 8:57 von Echo @ BeoLab

    Interessant ist die Diskussion um das Gerät. Dass der HomePod „immer“ mithört ist kein Thema bei den Appleologen, sendet ja erst nach dem „hey Siri“ Kommando. Machen die Anderen auch aber egal da war es evil.
    Besser aber, noch Niemand hat das Ding zu Hause ausprobiert, aber es ist völlig klar, dass die Klangqualität überragend ist und das schon alleine der Grund und der USP dafür ist, dass es natürlich besser ist als die Geräte von Herstellern die praktische Erfahrung auf dem Gebiet haben. JETZT, macht so eine Abhöranlage, sorry ist ja das perfekte Home Entertainment System, erst richtig Sinn. Und ab morgen dürfen Lautsprecher und Echos & Co. nicht mehr aussehen wie bisher, jetzt kopiert. an ja Apple. Ja ne, is klar.

    • Am 7. Juni 2017 um 12:53 von M@tze

      Welche Diskussion? Wer sagt, dass der Homepod besser ist? In diesem Thread hier jedenfalls niemand. Falschen Thread erwischt? Wer sagt, dass Echos & Co. nicht mehr aussehen dürfen wie bisher? Das ist doch mal wieder bloß blödes (sorry) AntiApple Gewäsch… Das man sich beim Thema „mithören“ bei all diesen Geräten (egal welcher Anbieter) keine Gedanken machen darf, sollte vor dem Kauf klar sein, sonst ist man kein Kunde für dieses Art von Device. Ironischerweise haben aber so gut wie alle „Aluhutträger“ mit diesen Verschwörungsphantasien trotzdem irgendein Tablet, Smartphone, Fernseher (mit eingebauter Kamera und Netzzugang) zu Hause stehen. Die können alle genauso „lauschen“…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *