Das Potenzial der digitalen Wirtschaft ausschöpfen

von Huawei am , 12:20 Uhr

Der Huawei Global Connectivity Index erklärt, wie Firmen weltweit den digitalen Wandel vollziehen, um ihren zukünftigen Erfolg zu sichern.

Ob Sie mit dem Taxi in die Stadt fahren, etwas zu essen oder gar ein Date wollen – für alles gibt es eine App. Da heutzutage auch viele traditionelle Unternehmen und Start-ups Verbraucher online ansprechen, gibt es tatsächlich kaum etwas, wofür noch keine App angeboten wird. Das digitale Geschäft ist zum ganz großen Geschäft geworden.

Die digitale Wirtschaft, die auf digitaler Datenverarbeitung basiert, ist etwas, das mittlerweile alle Unternehmen und Nationen ernst nehmen, und zwar aus gutem Grund.

Der Begriff wurde erstmals 1995 in Don Tapscotts Buch „Die digitale Revolution: Verheißungen einer vernetzten Welt – die Folgen für Wirtschaft, Management und Gesellschaft“ geprägt. Es war eine der ersten Publikationen, die sich damit befasste, wie das Internet unsere Geschäftswelt verändern wird. Und in der Tat sind Veränderungen eingetreten. So gravierende Veränderungen, dass das britische Parlament im April 2017 den Digital Economy Act 2017 erlassen hat, ein Gesetz, das unter anderem den regulatorischen Rahmen für elektronische Kommunikationsinfrastrukturen und -dienstleistungen vorgibt und den Datenaustausch regelt.

Huawei Global Conncetivity Index (Screenshot: ZDNet.de) [1]

Großbritannien gehört auf diesem Gebiet zweifellos zu den globalen Vorreitern. In einer neueren Studie des Telekommunikationsunternehmens Huawei belegt das Vereinigte Königreich den fünften Platz unter den 50 weltweit fortschrittlichsten digitalen Volkswirtschaften.

Im Global Connectivity Index [2] (GCI) 2017 von Huawei zählen zu den diesjährigen Top 5 außerdem die USA (Platz 1), gefolgt von den anderen reifen Märkten Singapur (2), Schweden (3) und der Schweiz (4).

Insgesamt 21 Länder konnten im diesjährigen Ranking gegenüber dem GCI 2015 Plätze wettmachen. Malaysia verzeichnet die höchste Steigerung und kletterte um fünf Plätze auf Rang 24. Auch viele andere Länder konnten sich verbessern, darunter Argentinien, Chile und Neuseeland, die um jeweils drei Positionen aufrückten, sowie Kolumbien, Indonesien, Mexiko, die Philippinen, Spanien und Vietnam, die zwei Ränge nach oben kletterten.

Die Länder mit den größten Konnektivitätsverbesserungen haben einige Gemeinsamkeiten: Sie haben erhebliche Investitionen in die IKT-Infrastruktur vorgenommen, Anwendungen und Erfahrungen für Nutzer verbessert und einen gesetzlichen Rahmen geschaffen, der die nationale Weiterentwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie fördert. Aus den GCI-Daten geht außerdem hervor, dass diese Länder über eine breite 4G-Abdeckung verfügen, hohe Breitband-Downloadgeschwindigkeiten erreichen und bemerkenswerte Fortschritte in der Nutzung von Cloud-Technologien gemacht haben. Im Hinblick auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen priorisieren die Regierungen der aktivsten Staaten Initiativen, die die Erfahrung der Bürger mit IKT verbessern sollen.

Bezüglich der Weiterentwicklung der IKT-Infrastrukturen identifiziert der GCI drei Kategorien:

Starter: Diese Länder befinden sich in der Frühphase des Infrastrukturausbaus. Ihr Fokus liegt auf der Steigerung der IKT-Versorgung, um mehr Menschen Zugang zur digitalen Wirtschaft zu ermöglichen.

Adopter: Die Länder dieser Kategorie generieren das größte BIP-Wachstum aus der IKT-Infrastruktur. Sie versuchen, die Nachfrage im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie zu steigern, um die Digitalisierung der Industrie voranzutreiben und qualitativ hochwertiges Wirtschaftswachstum zu erzielen.

Frontrunner: Zu dieser Kategorie zählen hauptsächlich Industrieländer wie Großbritannien. Ihr Fokus liegt auf der kontinuierlichen Verbesserung des Anwendererlebnisses und der Schaffung einer effizienteren Gesellschaft durch Big Data und das Internet der Dinge [3] (IoT [3]).

Der GCI von Huawei deckt aber auch eine wachsende Kluft zwischen den einzelnen Kategorien auf. Leider scheint sich diese zu einem tiefen Graben auszuweiten, was schwere Folgen gerade für Länder haben könnte, die mit der Weiterentwicklung ihrer IKT-Strukturen Schwierigkeiten haben. Der digitale Wandel von Unternehmen, Regierung, Industrie und Gesellschaft ist stark an Innovationen, Produktivität, Wirtschaftswachstum und Bildung gebunden. Darunter leiden insbesondere Länder, deren Abstand zu den Frontrunners sich weiter vergrößert.

Die GCI-Daten zeigen aber auch, dass Investitionen in die IKT-Infrastruktur (Big Data, Cloud-Services, Datenzentren und IoT) die Ausgangsbedingungen vereinheitlichen und eine Kettenreaktion auslösen können, die dem digitalen Wandel Auftrieb gibt.

Der GCI 2017 nennt Investitionen in das Breitbandnetz als ersten Schritt zur Erschließung von Cloud-Kapazitäten. Diese Cloud-Kapazitäten können die Ausgangsbedingungen für Starter und Adopter vereinheitlichen, große Fortschritte über das gesamte Technologie-Stack hinweg ermöglichen, Innovationen fördern und nachhaltiges Wachstum generieren. Das Cloud-Computing gilt als wichtiger Katalysator in der Kette und als Tor zur Nutzung des vollen Potenzials von Big Data und des IoT.

Nationen weltweit müssen laut GCI 2017 den Schwerpunkt auf drei Strategien legen, wenn sie die Vorteile der digitalen Wirtschaft voll ausschöpfen wollen.

Schwerpunkt auf IKT-Infrastruktur

Länder müssen gesetzliche Regelungen zur Informations- und Kommunikationstechnologie als integralen Bestandteil ihrer wirtschaftlichen Entwicklungsplanung sehen und den Akteuren am Markt Anreize für den digitalen Wandel geben. Die Rolle des Breitbandnetzes ist entscheidend, da es Cloud-Services und die Bereitstellung von Software über die Cloud erst möglich macht.

Branchen- und unternehmensbezogene Schwerpunkte

Aufbauend auf den komparativen Vorteilen des jeweiligen Landes müssen Gesetzgeber branchenfreundlichere Regelungen treffen, die dem digitalen Wandel Vorschub leisten.

Personelle Schwerpunkte

Der GCI empfiehlt Kooperationen mit Bildungsinstitutionen, Bildungsministerien, Arbeitsministerien und Technologieanbietern, um sicherzustellen, dass die erforderlichen Bildungsangebote für den Aufbau digitaler Infrastrukturen und Kompetenzen allgemein verfügbar, zielgerecht gestaltet und umfassend genutzt werden.

Weitere Informationen

Artikel von ZDNet.de: http://www.zdnet.de

URL zum Artikel: http://www.zdnet.de/88297673/das-potenzial-der-digitalen-wirtschaft-ausschoepfen/

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[1] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2017/05/Huawei_Global_Conncetivity_Index.jpg

[2] Global Connectivity Index: https://goo.gl/tE6x2v

[3] Internet der Dinge: http://www.silicon.de/themen/iot/