Red Hat startet mit Innovation-Lab in die Service-Welt

Das neue Londoner Lab soll Unternehmen nicht nur schnelle Innovationen ermöglichen, sondern auch neue Wege in der Unternehmenskultur und Anwendungsentwicklung aufzeigen. Die Kollegen von silicon.de haben sich das Konzept vor Ort erklären lassen.

Red Hat startet offiziell mit einem Open Innovation Lab in London. Hier sollen Unternehmen Unterstützung bekommen, die ein Business-Problem mit einer Anwendung lösen oder schnell mit neuen Apps Kunden erreichen wollen. Seit gut einem Jahr bietet Red Hat dieses Konzept in den USA an. Nun geht mit der Eröffnung des Londoner Hubs diese Initiative auch nach Europa.

Die Idee dahinter ist, dass Unternehmen Entwickler und Business-Verantwortliche gemeinsam mit Red-Hat-Experten mit verschiedenen Schwerpunkten Lösungen für Problem erarbeiten. Dabei sollen den Teams vor allem auch die Arbeitsweise von Open Source Entwicklung und DevOps näher gebracht werden.

Der Bereich für die gemeinsame Entwicklung mit dem Kunden im neuen Open Innovation Lab von Red Hat in London. (Bild: M. Schindler)Der Bereich für die gemeinsame Entwicklung mit dem Kunden im neuen Open Innovation Lab von Red Hat in London. (Bild: M. Schindler)

Unternehmen die diesen Service in Anspruch nehmen, bekommen neben den Beratungsleistungen der Red-Hat-Experten auch eine „Click-Start“-Umgebung, bei der Tools, Datenbanken, Cloud-Services und Technologien von Red Hat mit wenigen Klicks ausgewählt werden können. Zugleich bekommen sie Zugriff auf das gesamte Online-Trainings-Angebot von Red Hat. Dabei müssen die Anwender nicht zwangsläufig in der eigenen Infrastruktur Red Hat einsetzen.

Es ist mehr als Code, ist vor allem eine Kultur", so Hans Roth, Vice President Services bei Red Hat. Neben dem Umgang mit offenen Code sollen Anwendern durch die Labs auch neue agile Methoden näher gebracht werden, die diese dann bestenfalls auch im Unternehmen mit anderen Teams teilen. (Bild: M. Schindler)Es ist mehr als Code, ist vor allem eine Kultur“, so Hans Roth, Vice President Services bei Red Hat. Neben dem Umgang mit offenen Code sollen Anwendern durch die Labs auch neue agile Methoden näher gebracht werden, die diese dann bestenfalls auch im Unternehmen mit anderen Teams teilen. (Bild: M. Schindler)

„Die Idee zu diesen Labs hatten unsere Kunden“, so John Alessio, Vice President Global Services bei Red Hat in London im Gespräch mit silicon.de. „Die wollen neue Initiativen möglichst schnell umsetzen, egal ob es sich dabei um Mobile, Cloud oder Microservices handelt.“ Denn der Markt verändere sich sehr schnell, über Open Source können die Anwender zügig neue Projekte umsetzen und seien zudem flexibler als mit einer proprietären Lösung.

Nach einer Impact-Analyse und weiteren Brainstorming-Methoden entsteht zusammen mit dem Kunden schnell der Aufbau einer Anwendung. Kunden, so das Versprechen von Red Hat, können damit schnell zu ersten Ergebnissen kommen. (Bild: M. Schindler)</Nach einer Impact-Analyse und weiteren Brainstorming-Methoden entsteht zusammen mit dem Kunden schnell der Aufbau einer Anwendung. Kunden, so das Versprechen von Red Hat, können damit schnell zu ersten Ergebnissen kommen. (Bild: M. Schindler)"Wir machen unsere DNA quelloffen", so John Alessio, Vice President Global Services bei Red Hat. Dabei komme auch der neuen Facility in der Monument Road in London eine wichtige Rolle zu. (Bild: M. Schindler) „Wir machen unsere DNA quelloffen“, so John Alessio, Vice President Global Services bei Red Hat. Dabei komme auch der neuen Facility in der Monument Road in London eine wichtige Rolle zu. (Bild: M. Schindler)

„Man kann sich das in etwa so vorstellen, als ob wir mit den Kunden kochen und ihnen zeigen, dass wir bestimmte Dinge anders machen“, so Hans Roth, VP Services EMEA bei Red Hat. „Wir wollen den Unternehmen nicht unbedingt nur eine neue App entwickeln, sondern wir wollen den Anwendern auch vermitteln, wie man das mit neuen Methoden angehen kann.“

Michael Walker verantwortet das gesamte Thema Innovation-Lab bei Red Hat und damit auch die unterschiedlichen Konzepte, die hinter den Labs stehen. Ihm geht es auch darum, schnell für den Anwender verwertbare Erfolge vorweisen zu können. (Bild: M. Schindler)Michael Walker verantwortet das gesamte Thema Innovation-Lab bei Red Hat und damit auch die unterschiedlichen Konzepte, die hinter den Labs stehen. Ihm geht es auch darum, schnell für den Anwender verwertbare Erfolge vorweisen zu können. (Bild: M. Schindler)

Für Roth sind die Labs aber noch mehr. Darin spiegle sich auch die Entwicklung von Red Hat als Unternehmen wider. „Noch vor einige Jahren haben wir uns als Unternehmen auf unsere Produkte konzentriert“, ergänzt Michael Walker, der bei Red Hat weltweit für die Labs verantwortlich ist. „Inzwischen steht bei uns aber nicht mehr die Lösung von technischen Problemen im Vordergrund, sondern das Umsetzen von Business-Lösungen.“

Ein Beispiel für die Entwicklung in einem Lab hat das Schweizer Startup EasyER AG gegeben, das in einem Pilotprojekt das Londoner Lab ausprobiert hat. „Wir haben innerhalb von vier Wochen ein MVP, ein so genanntes Minimal Viable Product zusammen mit Red Hat entwickelt“, bestätigt André Baumgart, Gründungspartner der easiER AG.

Jeremy Brown leitet die Londoner Niederlassung. Er hat sogar die Pflanzenkübel mit Rädern versehen, damit die Teams maximale Flexibilität in den Labs bekommen. (Bild: M. Schindler)Jeremy Brown leitet die Londoner Niederlassung. Er hat sogar die Pflanzenkübel mit Rädern versehen, damit die Teams maximale Flexibilität in den Labs bekommen. (Bild: M. Schindler)

Patienten sollen sich über das Tool, abhängig von der Dringlichkeit der Krankheit oder des Problems, bei ihrem Arzt oder in einem Krankenhaus einen Termin vereinbaren können. Anwender sehen auch, ob in einem anderen Krankenhaus schneller ein Termin frei ist.

Der zweite Teil der App wird in Praxis oder einem Krankenhaus betrieben und kann über offene Schnittstellen auch mit anderen Backend-Systemen integriert werden. „Wir haben uns dabei für Red Hat entschieden, weil wir damit nicht nur alle Endgeräte und Plattformen mit einer skalierbaren Lösung bedienen können, sondern weil wir damit auch eine umfassende Sicherheit bekommen, was ja gerade im Gesundheitssektor besonders wichtig ist“, betont Baumgart.

Eine offizielle Preisliste für das Lab veröffentlicht Red Hat derzeit nicht. Abgerechnet wird per Resident, also per Entwickler pro Woche. In einem Team müssen mindestens drei Entwickler sein.

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Themenseiten: Open Source, Red Hat

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