Windows 10: Microsoft stellt neue Features für Herbst-Update vor

Der Nachfolger des Creators Update heißt schlicht Fall Creators Update. Im Mittelpunkt steht die neue Designsprache Microsoft Fluent Design System. Zudem sollen die von Windows 8.1 bekannten OneDrive-Platzhalter zurückkehren.

Microsoft hat am zweiten Tag seiner Entwicklerkonferenz Build 2017 das kommende Funktionsupdate für Windows 10 vorgestellt. Den Nachfolger des im März fertiggestellten und Anfang April veröffentlichten Creators Update nennt das Unternehmen schlicht „Fall Creators Update“, da es einer früheren Ankündigung zufolge im Herbst erscheinen soll. Wichtigste Änderung ist eine neue Designsprache namens Microsoft Fluent Design System.

Bisher unter dem Codenamen Project Neon entwickelt soll sie die Arbeit fortsetzen, die vor Jahren mit Windows 8 und den „Metro Style Apps“ begann. Das Fall Creators Update wird das Windows-Interface und Apps um Schatten, Unschärfe-Effekte und Animationen erweitern. Auf seiner Website vermittelt Microsoft einen ersten Eindruck der neuen Designsprache, die demnach auch für den Einsatz in virtuellen und erweiterten Realitäten gedacht ist.

Das Fall Creators Update erlaubt es, auf einem Gerät begonnene Arbeiten auf einem anderen fortzusetzen (Bild: Microsoft).Das Fall Creators Update erlaubt es, auf einem Gerät begonnene Arbeiten auf einem anderen fortzusetzen (Bild: Microsoft).Eine weitere Neuerung betrifft vor allem Nutzer von Microsofts Cloudspeicher OneDrive. Mit dem Fall Creators Update kehren die von Windows 8.1 und dort als Smart Files bekannten Platzhalter zurück. Sie bieten einen einfachen Zugriff auf Dateien, die nur in der Cloud und nicht per Sync-Client auch lokal gespeichert sind. Sie werden im Datei Explorer und in allen Dialogen zur Auswahl von Dateien mit einem Cloud-Symbol markiert.

Per rechten Mausklick können solche Dateien dann jederzeit zur Liste der zu synchronisierenden Dateien hinzugefügt werden. Ein Doppelklick lädt eine Datei indes herunter und öffnet sie in der zugehörigen App. Auf diese Art geöffnete Dateien werden anschließend ebenfalls für die Offline-Nutzung vorgehalten. Insider sollen die Funktion schon im Sommer testen können.

HIGHLIGHT

Windows 10 Creators Update – das sind die Neuerungen

Windows 10 1703 Creators Update bietet zahlreiche Neuerungen für die Oberfläche und die Sicherheit von Windows 10. Und mit Redstone 3 steht bereits die nächste Aktualisierung vor der Tür.

Darüber hinaus zeigte Microsoft gestern auch eine neue Universal Windows App namens Windows Story Remix. Sie erlaubt es, Fotos und Videos zu „Geschichten“ zusammenzufassen, die sich mit Musik, Themen und Übergangseffekten versehen lassen. Die App scheint damit ein Nachfolger des nicht mehr unterstützten Windows Movie Maker zu sein.

Die Funktion "Timeline" bietet einen einfachen Zugriff auf zuletzt geöffnete Apps, Dateien und Websites (Bild: Microsoft).Die Funktion „Timeline“ bietet einen einfachen Zugriff auf zuletzt geöffnete Apps, Dateien und Websites (Bild: Microsoft).

Das kommende Update erweitert aber auch die Taskansicht. Sie bietet unter der Bezeichnung „Timeline“ künftig nicht nur einen Überblick über die aktuell geöffneten Anwendungen, sondern auch über zuletzt geöffnete Dateien und besuchte Websites. Zudem soll das Update die plattformübergreifende Nutzererfahrung verbessern. Beispielsweise wird die Zwischenablage künftig auch geräteübergreifend funktionieren. Ein auf einem PC kopierter Link oder Textabschnitt soll dann auch auf einem mobilen Gerät zur Verfügung stehen, und zwar per Microsoft-Apps auch auf Android- und iOS-Geräten. Auch die mit einer Microsoft-App auf einem Gerät begonnene Arbeit lässt sich dann auf einem anderen Gerät fortsetzen.

Einige dieser Neuerungen, darunter die Stories-Remix-App, finden sich bereits im aktuellen Build 16193, das Microsoft seit gestern Abend an Teilnehmer des Insider Program verteilt, die den Fast Ring abonniert haben. Sie können auch den neuen Lautstärkemixer testen, mit dem sich die Lautstärke einzelner Apps individuell anpassen lässt. Auch hierbei handelt es sich um ein schon bekanntes Feature – erstmals eingeführt mit Windows 7.

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Themenseiten: Betriebssystem, Microsoft, OneDrive, Windows 10

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