Bericht: iPhone 8 erst ab Anfang 2018 uneingeschränkt verfügbar

Die Produktion soll erst im Oktober oder November anlaufen. Üblicherweise sind dafür die Monate August und September vorgesehen. Auf die Nachfrage soll sich die Verzögerung jedoch nicht auswirken. Schlimmstenfalls könnte Apple nach Ansicht von Ming-Chi Kuo jedoch 15 bis 20 Prozent seiner Absatzzahlen einbüßen.

Der in der Regel sehr gut informierte Analyst Ming-Chi Kuo von KGI Securities bestätigt Gerüchte, wonach Apples kommendes OLED-iPhone – vermutlich iPhone 8 genannt – später in den Handel kommen wird als die Nachfolger von iPhone 7 und iPhone 7 Plus. Er geht sogar davon aus, dass die Produktion erst zwischen Oktober und November hochgefahren wird, statt wie sonst üblich ab August beziehungsweise September. Damit wäre das Jubiläums-iPhone in diesem Jahr wohl nur eingeschränkt verfügbar.

iPhone 7 mattschwarz (Bild: Apple)Laut MacRumors soll sich die Verzögerung jedoch nicht negativ auf die Nachfrage auswirken, zumindest solange der übliche Hype um das neue Apple-Smartphone anhalte. Den größten Teil der Nachfrage könne Apple aber wahrscheinlich erst im Lauf des ersten Quartals befriedigen, also nach dem für das Unternehmen wichtigem Weihnachtsgeschäft.

„Der Anlauf der Produktion des OLED-iPhone könnte sich bis Oktober oder November verzögern“, heißt es in Kuos Bericht. „Falls neue Funktionen wie 3D-Sensing ein gutes Nutzererlebnis bieten, würde ein vorübergehender Lieferengpass die Nachfrage nicht untergraben.“

Der Analyst weist aber auch auf mögliche Gefahren durch die Verzögerung hin, die sich negativ auf alle drei zu erwartenden iPhone-Modelle auswirken könnten. Das größte Risiko stellten Apples Konkurrenten dar. Neben Samsung planten auch Huawei, Oppo, Vivo und Xiaomi neue Flaggschiff-Smartphones mit randlosen Displays. Für die beiden LCD-iPhones sei das Risiko besonders hoch, da sie kein rahmenloses Display hätten.

Darüber hinaus korrigierte Kuo auch seine Verkaufsprognose nach unten. Bisher lag seine Schätzung bei 100 bis 110 Millionen verkauften iPhones in diesem Jahr. In einem Worst-Case-Szenario traut er Apple jedoch nur noch 80 bis 90 Millionen verkaufte Einheiten zu. Der verzögerte Start des iPhone 8 könnte die Absatzzahlen also um bis zu 15 bis 20 Prozent reduzieren. „Wir sehen eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass das Worst-Case-Szenario eintritt“, ergänzte der Analyst.

Aktuell geht die Gerüchteküche von drei neuen iPhone-Modellen aus. Neben den wahrscheinlich als iPhone 7S und 7S Plus bezeichneten Nachfolgern der aktuellen Generation soll es anlässlich des zehnten Geburtstags des Apple-Smartphones auch ein „besonderes“ Jubiläums-Modell geben. Dieses vermutete iPhone 8 soll erstmals ein OLED-Display besitzen – eine Technik, die Apples Erzrivale Samsung schon seit Jahren einsetzt. Außerdem soll Apple für das rahmenlose und seitlich gebogene Display auf den physischen Home-Button verzichten. Ähnlich wie Samsungs Galaxy S8 und S8+ soll das iPhone 8 den Fingerabdruckscanner in die Gehäuserückseite integrieren. Die Positionierung des Scanners auf der Rückseite neben der Kamera gilt als der wichtigste Kritikpunkt an Samsungs aktuellen Flaggschiff-Modellen.

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