iPhone 8: Technische Skizzen zeigen fast rahmenloses Display und rückseitige Touch ID

Durch einen minimalen Rahmen auf beiden Seiten kann das Gehäuse ein wesentlich größeres Display aufnehmen. Die Konstruktionszeichnungen stammen angeblich direkt von Apple-Zulieferer Foxconn, bilden aber wohl noch kein produktionsreifes Gerät ab.

Konstruktionszeichnungen, die angeblich direkt vom Apple-Auftragsfertiger Foxconn stammen, zeigen Details des kommenden iPhone 8. Ein Nutzer hat sie auf der chinesischen Site Weibo eingestellt. Für ihre Glaubwürdigkeit spricht, dass dort schon in den Vorjahren jeweils Mitte März zutreffende Schemazeichnungen von iPhone 6 und iPhone 7 durchsickerten.

Die Zeichnungen präsentieren ein iPhone 8 mit nur minimalem Rahmen rechts und links des Bildschirms. Auch die Bereiche oberhalb und unterhalb fallen deutlich schmäler aus im Vergleich zu einem iPhone 7. Die angegebenen Maße legen nahe zu, dass Apple trotz erheblich größerem Display mit einer ähnlichen Gerätegröße wie beim 4,7-Zoll-Modell der aktuellen iPhone-Generation auskommt.

(Bild: Weibo)

Auf der Konstruktionszeichnung fällt außerdem der Vermerk EVT 03 auf. Das steht für die dritte Revision des Engineering Validation Test – also eine relativ frühe Phase von Apples Produktentwicklung. Geräte müssen anschließend als weitere Phasen noch Design Validation Test sowie Production Validation Test durchlaufen, bevor sie zur Produktionsreife zu kommen. Daraus ergibt sich, dass die hier abgebildeten Designmerkmale vielleicht vorläufig sind und sich noch ändern können. Schon im Herbst berichtete das Wall Street Journal außerdem von mehr als zehn unterschiedlichen Prototypen für die nächste iPhone-Generation, die Apple gleichzeitig erprobt.

Die abgebildete Rückseite von Apples kommendem Flaggschiff-Smartphone zeigt einen auf die Rückseite verlegten Fingerabdrucksensor, während das Dual-Kamera-System vertikal in der linken oberen Ecke platziert ist. Berichtet wurde aber zuvor, dass Apple den Fingerabdruckscanner in seiner bisherigen Form ersetzen will. Dabei denkt der iPhone-Hersteller einerseits an einen 3D-Laserscanner auf der Vorderseite für eine Gesichtserkennung – aber auch daran, den Fingerabdruckscanner unter der Glasoberfläche des Displays zu verstecken. Dem stellen sich jedoch offenbar noch ungelöste technische Probleme entgegen, weshalb auch Samsung den Sensor auf die Rückseite verlegen musste. 9to5Mac hält für möglich, dass die veröffentlichten Skizzen eine Rückfalllösung Apples darstellen für den Fall, dass eine elegantere technische Lösung nicht rechtzeitig produktionsreif wird.

Im Übrigen scheinen die Konstruktionszeichnungen die schon vor einem Jahr getroffene Vorhersage von KGI-Analyst Ming-Chi Kuo eines 2017 anstehenden iPhone mit 5,8-Zoll-Amoled-Display zu stützen. Kuo sagte wiederholt Änderungen in Apples Produktplanung zutreffend vorher und geht insbesondere Hinweisen aus der Lieferkette nach.

Das Smartphone wird sich durch einen „vollständig neuen Formfaktor“ auszeichnen, wie Kuo in einer Investorenmitteilung ausführte. Trotz des größeren Displays soll das Gehäuse kleiner als bei früheren iPhones mit 5,5-Zoll-Display ausfallen. Ein völlig neues äußeres Design bringe schmälere Ränder und eine angenehmere Griffposition. Die Displaygröße von 5,5 Zoll könnte dann vielleicht entfallen, so dass Apple Varianten in 4,7 Zoll und 5,8 Zoll anbietet.

Andere Berichte gehen allerdings inzwischen von drei verschiedenen Modellen aus, die der iPhone-Hersteller im Herbst 2017 präsentieren wird. Demnach könnte es neben einem grundlegend erneuerten iPhone 8 als Jubiläumsmodell auch ein iPhone 7S sowie ein 7S Plus geben. Der Verkaufsstart von iPhone 8 könnte zugleich den zehnten Jahrestag seit der Vorstellung von Apples erstem Smartphone markieren.

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Themenseiten: Apple, Displays, Foxconn, Smartphone, iPhone

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