Galaxy Note 7: Update verhindert Aufladen des Akkus

In seinem Heimatmarkt Südkorea unterbindet Samsung endgültig den Einsatz der Smartphones. Dort wurden die potentiell gefährlichen Geräte in besonders hohen Stückzahlen verkauft - aber inzwischen 97 Prozent retourniert. Mit einer weltweiten Lahmlegung der Note 7 ist zu rechnen.

Samsung will den Einsatz von Galaxy Note 7 endgültig unterbinden. In Südkorea beginnt es noch in diesem Monat damit, durch ein Software-Update das erneute Laden des Akkus zu verhindern, wie die koreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtet. Danach sollen diese Smartphone-Modelle nur noch nutzbar sein, während sie an das Netzteil angeschlossen sind, was einen praktischen Einsatz im Alltag ausschließt.

Samsung Galaxy Note 7 (Bild: Samsung)

Die Ankündigung des Herstellers bezieht sich auf seinen Heimatmarkt Südkorea. Dort kamen besonders viele Note 7 in Umlauf, bevor zahlreiche Vorfälle mit explodierenden und in Flammen aufgehenden Geräten einen Verkaufsstopp und eine Umtauschaktion erzwangen. Es ist aber damit zu rechnen, dass die flächendeckende Lahmlegung der Mobilgeräte schon bald weltweit ausgedehnt wird.

In den Vereinigten Staaten preschten führende Mobilfunkanbieter schon im Dezember vor und machten die verbliebenen Galaxy Note 7 mit einem von Samsung bereitgestellten Software-Update unbrauchbar, das das Akku-Nachladen verhinderte. Schon zu diesem Zeitpunkt hatten die meisten US-Käufer das Umtauschangebot angenommen und ihre Geräte zurückgegeben. Ein früheres Update hatte bereits die Akkukapazität auf 60 Prozent beschränkt und damit die Gefährdung verringert, aber auch die Nutzung erschwert.

In manchen Ländern arbeitete Samsung auch mit Netzbetreibern zusammen, um den Galaxy Note 7 den Zugang zu Mobilfunknetzen zu versperren. Aufgrund der hohen Verkaufszahlen in Südkorea waren solche drastischen Maßnahmen offenbar nicht früher umzusetzen. Laut Samsung wurden aber inzwischen 97 Prozent aller in Südkorea ausgelieferten Note 7 retourniert, sodass von der endgültigen Lahmlegung nur noch drei Prozent der Käufer betroffen sind.

Samsung hatte das Galaxy Note 7 im September 2016 zurückgerufen und vor einer möglichen Überhitzung des Akkus gewarnt. Betroffene Kunden erhielten weltweit entweder den Kaufpreis erstattet oder als Ersatz ein Galaxy S7 oder S7 Edge. Da die Geräte unter Umständen sogar platzen und in Brand geraten können, drängte Samsung seine Kunden mit Nachdruck, ihre Note 7 umzutauschen.

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