UEM + ITSM = der Heilige Gral des IT-Managements?

Laut Gartner gehört dem Unified Endpoint Management (UEM) die Zukunft. Doch UEM-Lösung ist nicht gleich UEM-Lösung: Nur die nahtlose Integration des UEM in das Service Management ermöglicht es dem CIO, die Vorteile voll auszuschöpfen.

Erst gab es das Client Lifecycle Management (CLM), später stießen Mobile Device Management (MDM) und Enterprise Mobility Management (EMM) hinzu. Die Zukunft aber, so Gartner, gehört dem Unified Endpoint Management (UEM), das beide zu einem einzigen System integriert, und zwar auf eine Weise, die für Administratoren und Endanwender gleichermaßen transparent ist. Dies wird so kommen, doch UEM-Lösung ist nicht gleich UEM-Lösung: Nur die nahtlose Integration des UEM in das Service Management ermöglicht es dem CIO, die Vorteile der anstehenden Gerätemanagement-Revolution voll auszuschöpfen.

Oliver Klünter, Product Manager Mobile bei Matrix42: "Nur die nahtlose Integration des UEM in das Service Management ermöglicht es dem CIO, die Vorteile voll auszuschöpfen (Bild: Matrix42).Oliver Klünter, Product Manager Mobile bei Matrix42: „Nur die nahtlose Integration des UEM in das Service Management ermöglicht es dem CIO, die Vorteile voll auszuschöpfen (Bild: Matrix42).

Unified Endpoint Management: Warum jetzt?

Seit über 20 Jahren haben CLM-Lösungen mit zunehmender Funktionsfülle die Lebenszyklen nicht-mobiler Clients verwaltet, darunter Aufgaben wie das Aufsetzen und Patchen von Windows-Desktops, die Installation neuer Betriebssysteme, Backup und Recovery von Benutzereinstellungen und das Management des PC-Lebenszyklus von der Bestellung bis zur Dekommissionierung. Die Explosion der Beliebtheit von Smartphones und Tablets während des letzten Jahrzehnts diente als Katalysator für die Einführung von MDM- und EMM-Lösungen, die mit der Komplexität zunehmender Gerätevielfalt und -verbreitung umgehen können. Sie boten auch eine Reihe bequemer neuer Funktionen wie Fernlöschung, und viele Unternehmen investierten entsprechend umfassend, um die Enterprise Mobility in den Griff zu bekommen. Doch von Anfang an koexistierten die Client- und Mobile-Managementwelten: Keine der beiden Lösungen war in der Lage, die Funktionalität der jeweils anderen zu ersetzen. Der Grund? Die Lösungsanbieter haben immer das Gerät als Ausgangspunkt genommen, nicht den Endanwender.

Angesichts einer neuen Generation von Mitarbeitern, die erwarten, nach Belieben mit mehreren Geräten produktiv arbeiten zu können, sehen sich IT-Abteilungen mit einem Problem konfrontiert: Sie nutzen zwei Systeme, um eine noch größere Zahl von Geräten zu managen, was zusätzliche Kosten, Aufgabendopplungen und eine zunehmende Arbeitslast im Gerätemanagement verursacht. Und dann gibt es auch noch neue Geräte, die ihnen einen Strich durch die Rechnung machen: 2-in-1- oder Hybridgeräte mit Windows 10. Wie verwaltet man diese Geräte? Mit der Client Management Lösung oder der Mobile Device/Enterprise Mobility Lösung? Oder muss man etwa beide nehmen? Andernfalls geht jedenfalls geradezu zwangsläufig die eine oder andere wichtige Funktionalität verloren. Zum Glück gibt es jetzt einen dritten Weg: nämlich jenen Ansatz, den Gartner als Unified Endpoint Management oder UEM definiert.

Infografik Unified Endpoint Management (Bild: Matrix 42)Infografik Unified Endpoint Management (Bild: Matrix42)

Den Endanwender an die erste Stelle setzen

Das Erfolgsgeheimnis einer guten UEM-Lösung ist es, vor allem dem Anwender das Leben zu erleichtern – sei es der Endanwender in einer Fachabteilung oder der IT-Administrator. Möglich wird dies dadurch, dass jedes Endgerät auf genau die gleiche Weise verwaltet wird, mit nur einem stets gleichen Interface. Dies senkt automatisch die Kosten, während es zugleich die Administration vereinfacht und beschleunigt. Die verschiedenen Managementstandards und -prozesse, die zur Ausführung dieser Aufgaben erforderlich sind, sind hoch automatisiert und werden im Backend ausgewählt. Zugleich sind die Unternehmens- und Privatidentitäten getrennt, um die Privatsphäre des Benutzers zu wahren.

Des Weiteren sollten UEM-Lösungen nicht nur aus der funktionalen Perspektive benutzerzentrisch sein – sie sollten auch auf der Basis „ein Nutzer, eine Lizenz” verrechnet werden. Vorbei sind damit die Tage, an denen die Verbreitung von Geräten aufgrund von Managementkosten beschränkt war. Und die Vorteile zeigen sich in der Form gesteigerter Benutzerproduktivität und -zufriedenheit.

Integration ist ein Muss

Damit UEM sein Potenzial voll ausspielen kann, muss jedes Endgerät unabhängig vom Formfaktor in die relevanten IT-Geschäftsprozesse integriert sein und in einer einzigen Asset-Managementumgebung verwaltet werden. Darüber hinaus muss jedes Endgerät aus Finanz- und Compliance-Perspektive mit den zugehörigen Verträgen und Lizenzen verknüpft sein. Dies lässt sich erreichen, indem man UEM in einen umfassenden Servicekatalog integriert, der den gesamten Prozess der Servicebereitstellung auf der Basis von Genehmigungsprozessen automatisiert, von der Bestellung über die Provisionierung bis hin zur Dekommissionierung. Dies ermöglicht es, Services auf der Basis der zugehörigen Benutzerprofile und -berechtigungen gleichzeitig auf mehrere Geräte auszubringen.

Fazit

Die ideale UEM-Lösung vereint die Einfachheit von MDM- oder EMM-Lösungen mit der Verlässlichkeit bewährter CLM-Software. Dies ermöglicht es IT-Abteilungen, die Bereitstellung und Verwaltung des sicheren Zugangs zu Unternehmensnetzwerken und -daten über den vollständigen IT Service Management Lebenszyklus hinweg zu managen – unabhängig vom Gerät (und dessen Formfaktor), Betriebssystem, Applikations-/Service-Set oder der Eigentümerschaft. Dies macht nicht nur den gesamten Managementprozess effizienter, sondern senkt auch die Kosten auf verschiedenen Ebenen: von der Ausbildung über die Lizenzierung bis zum Betrieb.

Themenseiten: IT, Matrix42, Software, Unified Endpoint Management

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