Künstliche Intelligenz: Apple schließt sich angeblich Partnership on AI an

Zu den Vorgaben der Non-Profit-Organisation gehört es, Forschungsergebnisse unter einer freien Lizenz zu veröffentlichen. Der iPhone-Hersteller öffnet sich offenbar weiter, um gesuchte KI-Experten anwerben zu können. Fähige Forscher mieden das Unternehmen wegen seiner Geheimhaltungspolitik.

Apple will sich angeblich Partnership on AI anschließen. Die im letzten Herbst gegründete Non-Profit-Organisation will vorbildliche Vorgehensweisen für künstliche Intelligenz (KI oder AI, Artificial Intelligence) erarbeiten und um das Vertrauen der Öffentlichkeit werben – aber ausdrücklich kein Lobbyverband sein. Während Google, Facebook, Microsoft, IBM und Amazon schon an der Gründung beteiligt waren, blieb Apple zunächst außen vor.

(Bild: Partnership on AI)

Apples Mitgliedschaft könnte schon in der nächsten Woche offiziell bekannt gegeben werden, berichtet Bloomberg. Seine anstehende Aufnahme als Partner ist ein weiteres Zeichen dafür, dass sich der iPhone-Hersteller öffnet und zumindest hinsichtlich der AI-Forschung seine ansonsten rigorose Geheimhaltung aufgibt. Zu den klaren Vorgaben der Gruppe gehört es auch, Forschungsergebnisse unter einer freien Lizenz zu veröffentlichen.

Ein naheliegender Grund für Apples Anschluss besteht darin, dass Apple bei AI an Boden verloren hat gegenüber Konkurrenten wie Google und Amazon. Dabei versuchte der iPhone-Hersteller schon früh, mit seinem digitalen Assistenten Siri Verbrauchern die Vorteile künstlicher Intelligenz nahezubringen.

Im Oktober 2015 hieß es über Apple, die besten KI-Forscher mieden das Unternehmen wegen seiner Geheimhaltungspolitik. „Die wirklich fähigen Leute wollen nicht in eine geschlossene Umgebung, wo alles geheim ist“, berichtete ein Informatikprofessor. Vielmehr gehe es ihnen um persönliche Freiheiten und Austausch. Apple hatte zu diesem Zeitpunkt 120 offene Stellen, deren Beschreibungen „maschinelles Lernen“ erwähnten.

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Ein Jahr später verstärkte sich Apple mit dem angesehenen Wissenschaftler Russ Salakhutdinov von der Carnegie Mellon University, den es als Direktor für künstliche Intelligenz einstellte. Wenig später versprach der iPhone-Hersteller die Veröffentlichung von Informationen zu seiner KI-Forschung. Im Dezember 2016 machte es die Ankündigung wahr, indem es das erste akademische Papier zu aktueller Forschung für maschinelles Lernen öffentlich machte.

Im letzten Jahr tätigte Apple außerdem mehrere Akquisitionen im Umfeld von maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz. Mit Perceptio erwarb es einen Anbieter von Lösungen für maschinelles Lernen. Das ebenfalls übernommene KI-Start-up Emotient nutzt künstliche Intelligenz, um Gefühle hinter Gesichtsausdrücken zu bestimmen – um etwa die Reaktionen einkaufender Menschen auf Werbung und Angebote in Ladengeschäften automatisiert einschätzen zu können.

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Themenseiten: Apple, Forschung, Künstliche Intelligenz

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