Wegen Brexit: Apple erhöht App-Preise in Großbritannien deutlich

Die Preise steigen durchschnittlich um 25 Prozent. Eine App kostet nun mindestens 0,99 statt 0,79 Pfund. Die Anpassung gilt auch für den Mac App Store.

Britische Kunden müssen ab sofort deutlich mehr für Apps in Apples App Store bezahlen. Der Preisaufschlag, den Apple einem Bericht von MacRumors zufolge seinen Entwicklern bereits angekündigt hat, beträgt durchschnittlich 25 Prozent. Er gilt auch für den Mac App Store. Auslöser ist der durch die Ankündigung Großbritanniens, die Europäische Union zu verlassen, stark gefallene Kurs des britischen Pfund.

Apple (Bild: Apple)Der Einstiegspreis für Apps steigt im Vereinigten Königreich von 0,79 auf 0,99 Pfund. Damit liegt er nun gleich auf mit den USA, wo die günstigsten Apps 0,99 Dollar kosten. Das gilt auch für die anderen Preisstufen, die Apple seinen Entwicklern vorgibt. Eine Tier-2-App belastet den Geldbeutel in den USA mit 1,99 Dollar und in Großbritannien mit 1,99 Pfund statt wie bisher mit 1,49 Pfund. Als weiteres Beispiel wird in dem Bericht ein In-App-Kauf für das Spiel Super Mario Run genannt, für den nun 9,99 Pfund fällig werden. Vor der Preiserhöhung waren es nur 7,99 Pfund.

Die Preisgleichheit mit den USA ergibt sich aber nicht nur durch den schwachen Pfundkurs, denn ein Pfund entspricht derzeit rund 1,22 Dollar. In den US-Preisen sind keine Steuern enthalten – in Großbritannien muss Apple jedoch die Mehrwertsteuer (Value Added Tax, VAT) von 20 Prozent einrechnen.

„Die Preislagen im App Store sind international auf der Basis verschiedener Faktoren wie Wechselkurs, Geschäftspraktiken, Steuern und Ausgaben festgelegt worden. Diese Faktoren variieren von Region zu Region und im Lauf der Zeit“, sagte ein Apple-Sprecher.

Unklar ist, ob Apple auch die Preise für andere digitale Produkte wie Musik und Videos anpassen wird. iPhone-Käufer müssen schon seit dem Start des iPhone 7 tiefer in die Tasche greifen. Während das iPhone 6S bei der Markteinführung 539 Pfund kostete, ruft Apple seit Anfang September für das iPhone 7 599 Pfund auf.

Umfrage

Welchen Stellenwert hat Nachhaltigkeit für IT-Anschaffungen Ihres Unternehmens?

Ergebnisse anzeigen

Loading ... Loading ...

Eine derartige Preisanpassung gab es in den USA nicht, jedoch in Deutschland – wahrscheinlich aufgrund des ebenfalls schwächeren Euro. Das iPhone 6S kostete 2015 739 Euro, das iPhone 7 nun mindestens 759 Euro.

Andere Firmen haben als Reaktion auf das schwache Pfund schon im vergangenen Jahr ihre Verkaufspreise angepasst. Dazu gehören Dell, Hewlett-Packard und Microsoft.

WEBINAR

What´s next – Storage & Co: Die Enterprise Cloud!

Lernen Sie in diesem Audio-Webinar die Bausteine einer Enterprise Cloud Plattform kennen. Erfahren Sie, wie Sie maximale Freiheit und Flexibilität für Ihre Anwendungen erzielen. Mehr Outcome mit weniger Input erzielen – konkrete Anwendungsbeispiele.

[mit Material von Steve Ranger, ZDNet.com]

Tipp: Wie gut kennen Sie Apple? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Themenseiten: Apple, Apps, Großbritannien, iOS, iPad, iPhone

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Wegen Brexit: Apple erhöht App-Preise in Großbritannien deutlich

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *