Gartner: Weltweiter PC-Markt schrumpft 2016 um 6,2 Prozent

Es ist das fünfte Jahresminus in Folge. Im Dezemberquartal schwächt sich der Rückgang leicht ab. IDC rechnet 2017 sogar mit einer Stabilisierung des Markts – auch im zuletzt sehr schwachen Consumer-Segment.

Gartner hat im vergangenen Jahr 269,7 Millionen verkaufte PCs ermittelt. Damit schrumpfte der PC-Markt im fünften Jahr in Folge beziehungsweise kontinuierlich seit 2012. 2016 beträgt das Minus 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Dezemberquartal schwächte sich der Rückgang jedoch leicht ab.

In den letzten drei Monaten des Jahres lieferten die Hersteller 72,6 Millionen Einheiten aus, 3,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Ein grundlegend verändertes PC-Kaufverhalten habe im vierten Quartal das Weihnachtsgeschäft negativ beeinflusst. Vor allem im Desktopsegment fehlten technologische Verbesserungen, um die Nachfrage anzufeuern.

Der PC-Markt ist im vierten Quartal weltweit um 3,7 Prozent geschrumpft (Bild: Gartner).Der PC-Markt ist im vierten Quartal weltweit um 3,7 Prozent geschrumpft (Bild: Gartner).Laut Mikako Kitagawa, Principal Analyst bei Gartner, erzielten lediglich innovative Formfaktoren wie 2-in-1-Geräte und dünne und leichte Notebooks ein Wachstum. Dieses Segment ist auf Nutzer ausgerichtet, bei denen PCs weiterhin eine hohe Priorität hätten. „Allerdings ist der von PC-Enthusiasten bediente Markt nicht groß genug, um das Wachstum des gesamten Markts anzutreiben.“

„Es gibt die andere Seite des PC-Markts, wo PCs nur selten genutzt werden“, ergänzte Kitagawa. Verbraucher in diesem Segment gäben dem Smartphone den Vorzug vor dem PC und zögerten Neuanschaffungen deswegen immer weiter hinaus. „Diese Seite des Markts ist deutlich größer als das Segment der Enthusiasten. Der deutliche Rückgang im Markt der gelegentlichen PC-Nutzer war größer als das schnelle Wachstum im Markt für PC-Enthusiasten.“

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Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen auch die Marktforscher von IDC. Sie bescheinigen dem PC-Markt einen Rückgang von 5,7 Prozent im vergangenen Jahr und von 1,5 Prozent im vierten Quartal. Letzteres sei ein Zeichen für die einsetzende Stabilisierung des Markts. Selbst im Consumer-Segment sei mit einem Plus zu rechnen, da der Druck durch den schwächer werdenden Smartphone- und Tablet-Markt abnehme.

Bei den Herstellern sehen Gartner und IDC den chinesischen Anbieter Lenovo im vierten Quartal vor HP und Dell. Während Lenovos Marktanteil nur leicht zulegte, konnte sich HP um fast zwei Prozentpunkte verbessern. Dell erzielte in beiden Statistiken das größte Wachstum.

Nicht einig sind sich die Marktforscher jedoch bei den Plätzen vier und fünf. Während Gartner Asus und Apple jeweils einen Marktanteil von 7,5 Prozent bescheinigt – mit leichten Vorteilen für Asus bei den Absatzzahlen – sieht IDC einen leichten Vorteil bei Apple.

Gartner geht sogar davon aus, dass Apple im vierten Quartal mehr Macs verkauft hat als zwischen Oktober und Dezember 2015. 5,44 Millionen Einheiten entsprächen einem Plus von 2,4 Prozent. Aber auch IDC spricht, trotz leicht rückläufiger Mac-Verkäufe in seiner Statistik, von einer Steigerung der Nachfrage nach Macs aufgrund des Starts der neuen MacBook-Pro-Modelle im vierten Quartal.

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