Changhong präsentiert mit dem H2 erstes Smartphone mit integriertem Molekularscanner

Bei dem SCiO-Molekularscanner des 6-Zoll-Android-Smartphones handelt es sich um ein miniaturisiertes Nahinfrarotspektrometer. Verbraucher sollen damit die Eigenschaften von Lebensmitteln, Flüssigkeiten, Medikamenten und vieles mehr analysieren und sogar Körperfettmessungen vornehmen können.

Der chinesische Konzern Changhong hat auf der CES in Las Vegas mit dem H2 ein 6-Zoll-Smartphone vorgestellt, das mit eher ungewöhnlicher Technik kommt. Das Changhong H2 verfügt laut Hersteller als erstes Smartphone weltweit über einen SCiO-Molekularscanner. Der in Zusammenarbeit mit Consumer Physics und Analog Devices (ADI) entwickelte Sensor erlaubt es, so Changhong, die molekulare Zusammensetzung von Objekten und Oberflächen zu untersuchen und zu erkennen. So sollen Verbraucher die Eigenschaften von Lebensmitteln, Flüssigkeiten, Medikamenten und vieles mehr analysieren und sogar Körperfettmessungen vornehmen können. Das H2 soll in China noch im ersten Halbjahr 2017 für 2999 RMB (rund 433 Dollar) in den Handel kommen, in weiteren Märkten bis Ende des Jahres.

Changhong H2 (Screenshot: ZDNet.de)Changhong H2 (Screenshot: ZDNet.de)

Mit dem H2 soll sich beispielsweise auch der Reifegrad oder die Frische von Obst und Gemüse bestimmen lassen. Nutzer sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Ernährungsbedürfnisse abzustimmen und die Echtheit von Produkten zu überprüfen, indem die Zusammensetzung mit dem Original verglichen wird. Auch zur Bestimmung des Körperfetts ist der Molekularsensor laut Hersteller einsetzbar.

Changhong H2 (Screenshot: ZDNet.de)Changhong H2 (Screenshot: ZDNet.de)

Bei dem SCiO-Molekularscanner handelt es sich um ein miniaturisiertes Nahinfrarotspektrometer, das einen Lichtstrahl aussendet und dessen Reflexion analysiert. Jedes Material sorgt dabei für eine andere Spektrallinie, sodass ein Rückschluss auf das gescannte Objekt möglich ist. Ziel ist es Changhong zufolge, den Nutzern mit dem Smartphone ein Gerät an die Hand zu geben, mit dem sie Informationen über ihnen vorliegende Objekte selbst erfassen können.

Das H2 ist mit einem 6 Zoll großen Full HD-Display ausgestattet und kommt im Aluminiumrahmen. Auf der Rückseite befindet sich unter der 16-Megapixel-Kamera mit Autofokus der Fingerabdruckscanner. Neben der Kamera ist der Molekularsensor integriert. Angetrieben wird es von einem Octacore-Prozessor mit 2 GHz Takt. Beim Betriebssystem setzt der Hersteller auf Android. Für die Stromversorgung ist ein 3000-mAh-Akku an Bord. Weitere Details wurden noch nicht bekannt gegeben.

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„Das Changhong H2 ist ein bemerkenswertes Gerät mit einzigartigen Fähigkeiten. Wir freuen uns, das innovative Smartphone unserem wachsenden Portfolio hinzufügen“, so Jin Li, Präsident, Sichuan Changhong Electronics Holding Group Co., Ltd. „Zusammen mit ADI und Consumer Physics freuen wir uns darauf, das Changhong H2 hervorzubringen und neugierige Denker global zu begeistern, um ihre Umgebung auf eine neue und revolutionäre Weise zu erkunden. Ähnlich wie bei der Integration von Kameras und GPS-Chips stellt die Integration des SCiO-Sensors in das Mobiltelefon eine Veränderung in Bezug auf die Fähigkeit des Gerätes dar, unseren Alltag zu verbessern.“

Changhong wurde 1958 in China gegründet und ist mit etwa 90.000 Mitarbeitern einer der größten CE-Hersteller der Welt und Chinas zweitgrößter Produzent von Smart-TV-Geräten. Changhong hat seinen Hauptsitz im chinesischen Sichuan.

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3 Kommentare zu Changhong präsentiert mit dem H2 erstes Smartphone mit integriertem Molekularscanner

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  • Am 11. Januar 2017 um 21:40 von Antiappler

    Wenn das Gerät wirklich so funktioniert wie beschrieben, dann werden sich aber bestimmt etliche Händler und Hersteller von „betrügerischer“ Ware aber sehr ärgern, denn dann wäre es zumindest vorerst mit dem abzocken von Verbrauchern vorbei. Z.B. Analogkäse oder Formschinken aufspüren. Oder dass die „frischen“ Pfirsiche nicht schon den nächsten Tag am schimmeln sind.
    Und selbst wenn das Gerät so ein Könner ist, glaube ich, dass das Gerät hier in Europa zu dem Preis keine Chance hat.
    Vielleicht in China? Keine Ahnung wie bekannt und groß der Hersteller dort ist? TV-Geräte sind schließlich etwas anderes. Und 90.000 Mitarbeiter sagt für das Land auch nichts aus.
    Ich habe bis jetzt noch nichts von dem Hersteller gehört.
    Aber das Geschäft mit Smartphones scheint sich wohl doch zu lohnen, denn es tummeln sich immer wieder neue, unbekannte Hersteller, nicht nur aus Asien, auf dem Markt.
    Also interessiert wäre ich an dem Gerät auf jeden Fall.

  • Am 13. Januar 2017 um 13:19 von nope

    Faszinierend!

    Insofern der Sensor/die App auch Schadstoffe und deren Konzentration feststellen kann, könnte das künftig tatsächlich eine der wertvollsten Anwendungen für den Verbraucher werden.

  • Am 13. Februar 2017 um 16:05 von PeterK

    Es gibt Branchen, für die der Scanner unglaublich interessant ist, da es rasch zur zerstörungsfreien Prüfung vieler interessanter Parameter geeignet ist.
    Für Analogkäse (feiert als Veganerkäse gerade eine Auferstehung) und Formschinken sollte das bloße Auge reichen.
    Die Spurenanalytik von Schadstoffen oder Schimmelsporen geht 100% sicher nicht und wird vom Hersteller auch nicht propagiert.

    P.S.: wir haben den SCIO Scanner als getrenntes Gerät bestellt und bezahlt, aber noch nicht geliefert bekommen.
    P.S.: zum Preis bleibt anzumerken, dass ein Nahinfrarotspektrometer als Laborgerät in anderen Ligen unterwegs ist.

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