Betriebssysteme: Windows 10 steigert Marktanteil auf 24,4 Prozent

Das Jahr 2016 schließt Windows 10 mit einem Plus von 14,4 Punkten ab. Alle Windows-Versionen zusammen verbessern sich im Jahresverlauf aber nur um 0,4 Punkte. Linux erzielt mit 0,6 Punkten ein höheres Jahreswachstum als Windows.

Windows 10 hat das Jahr 2016 mit einem Marktanteil von 24,4 Prozent abgeschlossen. Laut der aktuellen Statistik von Net Applications verbesserte sich Microsofts jüngstes Betriebssystem um 0,6 Punkte gegenüber November. Im Jahresverlauf erzielte Windows 10 ein Plus von 14,4 Punkten.

Das größte Wachstum erzielte jedoch Windows 7. Sein Anteil kletterte um fast 1,2 Punkte auf 48,34 Prozent. In den vergangenen zwölf Monaten verlor das OS jedoch 7,3 Punkte. Seit April schwankt sein Anteil zudem zwischen 47 und 49 Prozent – ohne dass sich ein eindeutiger Abwärtstrend erkennen lässt.

Windows 10 hat das Jahr 2016 mit einem Marktanteil von 24,4 Prozent abgeschlossen (Bild: Net Applications).Windows 10 hat das Jahr 2016 mit einem Marktanteil von 24,4 Prozent abgeschlossen (Bild: Net Applications).

Auch Windows XP gewann zum Jahresende neue Nutzer. Im Dezember griffen Net Applications zufolge 9,07 Prozent der Nutzer weltweit mit dem seit mehr als zwei Jahren nicht mehr unterstützten Betriebssystem auf das Internet zu, 0,4 Punkte mehr als im November. Seit Oktober verbesserte sich Windows XP sogar um 0,8 Punkte. 2016 beläuft sich das Minus auf weniger als 1,4 Punkte.

Der gemeinsame Anteil von Windows 8 und 8.1 reduzierte sich im Dezember indes um 1,4 Punkte auf 8,56 Prozent. Windows Vista hält sich derzeit knapp über der Marke von einem Prozent in der Statistik.

Alle Windows-Versionen zusammen verbuchten im Dezember einen Marktanteil von 91,72 Prozent. Das entspricht einem Plus von fast 0,8 Punkten gegenüber dem Vormonat. Im Jahresverlauf legte Windows jedoch nur um 0,4 Punkte zu.

Damit geht 2016 der Titel „Betriebssystem mit dem größten Wachstum“ an Linux. Es baute seinen Anteil in vergangenen Jahr um fast 0,6 Punkte auf 2,21 Prozent aus. Verlierer in dieser Disziplin ist Apples Mac OS X, dessen Anteil im Jahresverlauf um rund einen Prozentpunkt auf 6,07 Prozent schrumpfte. Allerdings unterlag das Apple-OS auch den größten Schwankungen. Zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Stand im vergangenen Jahr liegen 3,5 Punkte. Bei Linux sind es nur 0,6 Punkte, bei Windows knapp unter drei Punkte.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch StatCounter. In seiner Statistik hat Windows 7 allerdings nur noch einen Anteil von 40,23 Prozent (minus 7,2 Punkte im Jahresverlauf). Windows 10 steigerte sich demnach 2016 um 15,3 Punkte auf 27,15 Prozent. Für Mac OS X ermittelten die Marktforscher einen Anteil von 11 Prozent (plus 1,2 Punkte im Jahresverlauf), für Linux einen Anteil von 1,57 Prozent (plus 0,1 Punkte im Jahresverlauf).

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StatCounter wertet monatlich 15 Milliarden Seitenzugriffe in seinem Netzwerk von 3 Millionen Websites aus. Damit unterscheidet sich seine Analyse von der seines Konkurrenten Net Applications. Letzteres berücksichtigt zwar nur die Besucher von 40.000 Websites, es zählt aber auch nur einen eindeutigen Besuch pro Tag. Monatlich fließen so rund 160 Millionen Abrufe in die Statistik ein. Zudem korrigiert Net Applications seine Auswertung, um regionale Schwankungen auszugleichen.

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17 Kommentare zu Betriebssysteme: Windows 10 steigert Marktanteil auf 24,4 Prozent

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  • Am 2. Januar 2017 um 14:53 von ckOne

    Was das eigentlich traurige an der Statistik ist, es vertrauen mehr Menschen einem garantiert unsicheren, weil nicht mehr unterstütztem Windows XP als allen anderen Nicht-Windows Betriebssystemen zusammen.
    Das muß schon sehr bitter sein für unsere Apfelgemeinde.

  • Am 2. Januar 2017 um 15:21 von Klaus

    Klar, nachdem sich viele die vermeintlich kostenlose Windows 10 Version gesichert haben, haben sie danach diese Crapware einfach wieder deinstalliert, und sind auf Windows 7 zurückgegangen. Eine gute Entscheidung. Und wenn man da die vier Telemetrie Hotfixes nicht installiert, und sich die Sicherheitsupdates manuell installiert, dann läuft das auch noch einige Jahre stabil und ohne den Anwender auszuspionieren, da sind halt einige schlauer, als Microsoft dachte.

  • Am 3. Januar 2017 um 9:02 von Franky

    In diesem Jahr werden viele Konzerne den Wechsel auf 10 angehen, weswegen weiterhin mit kräftigem Wachstum zu rechnen ist.

    • Am 3. Januar 2017 um 11:01 von Klaus

      Weiterhin kräftig um 0,6% in 2017 wachsen? Ja, das kann sein.

      • Am 3. Januar 2017 um 11:50 von Franky

        Ja weiterhin kräftig wachsen. Belege mir das W10 nicht das am schnellsten Wachsende OS ist das es gibt. Dann reden wir weiter. ;-)
        Ich weiss aus sicherer Quelle das die meisten Großkonzerne erst in diesem Jahr den wechsel planen. Die aktuellen 400 Mio. Nutzer sind vor allem Endanwender. Ein Großteil kommt erst noch.

        • Am 3. Januar 2017 um 14:32 von Klaus

          Ja, bestimmt. 0,6% jährlich. Bestimmt aus ganz, ganz sicherer Quelle.

          • Am 3. Januar 2017 um 19:49 von Franky

            Hehe. Lesen ist wohl nicht so dein Ding. :-)

          • Am 3. Januar 2017 um 21:22 von Klaus

            Ironie versteht halt nicht jeder. Und mir muss ckOne nichts erklären.

  • Am 3. Januar 2017 um 15:40 von ckOne

    @Franky
    Lass dich nicht reizen von einem gefrusteten User, der es nicht verwindet, das Windows 10 in nur 17 Monaten auf fast einem Viertel der Computer läuft, denn wenn es deinstalliert wird, kann man nicht mehr damit Surfen.
    Und das Wachstum war nur in einem Monat 0,6 % im gesamten Jahr waren es 14,4 %, also mehr als alle nicht Windowsbetriebssysteme seit ihrer Bereitstellung nicht erreicht haben.
    Es ist definitiv so, das so gut wie kein größerer Konzern bereits auf Win 10 umgestiegen ist, und wenn das einsetzt, werden ganz andere Zuwächse erreicht.

  • Am 3. Januar 2017 um 16:42 von Antiappler

    Apple wäre sehr froh, wenn man solch ein Wachstum in den Firmen hätte, aber die Firmen arbeiten eben lieber mit einem richtigen Werkzeug und nicht mit einem Spielzeug.:-D
    Aber so etwas kann ein Mensch, der so sehr auf Apple fixiert ist, natürlich nicht verstehen.

    • Am 4. Januar 2017 um 7:30 von ckOne

      @Antiappler
      MacOS ist kein Spielzeug ! Es wäre nur schlicht und einfach zu teuer alle Software die in den Unternehmen läuft auf MacOS umzustellen. Und wenn doch Windows auf den Macs laufen muß hat sich ja nichts verändert.

      • Am 4. Januar 2017 um 8:39 von Franky

        Man hat sich eben entschlossen mit MacOS inkompatibel zu sein. Das ist vergleichbar mit der viel zitierten Applücke beim Windows Phone. Du kannst das schönste OS bauen, wenn dich keiner unterstützen will, bleibt es eben Nische. Mittlerweile hat MacOS allerdings auch in puncto Qualität stark nachgelassen und läuft häufig instabil. Der Marktanteil ist somit zurecht auch weiterhin rückläufig.

        • Am 4. Januar 2017 um 17:08 von ckOne

          Keine Frage ist MacOS nicht mehr das, was es noch mit der Versionsnummer 9 war, aber ein Spielzeug ist es nicht. Es gibt sogut wie alle großen Programme auch für MacOS aber die Umstellung kostet sehr viel Geld.

          • Am 4. Januar 2017 um 20:44 von Franky

            Ich habe nicht gesagt, dass es ein Spielzeug ist, aber das es so gut wie alle Programme auch auf MacOS gibt ist falsch. Man schaue sich z.B. nur den Games Markt an. Dort kommt eher selten mal ein Spiel auch für Mac und selbst große Entwickler wie Blizzard kehren dem OS mittlerweile den Rücken (siehe Overwatch).

  • Am 5. Januar 2017 um 7:41 von ckOne

    @Franky
    Nein aber Antiappler hat das behauptet, und in Unternehmen dürften Games keine so große Rolle spielen. ;-)

    • Am 6. Januar 2017 um 13:55 von Antiappler

      @C

      Du hast natürlich Recht, es ist kein Spielzeug.
      Der Begriff war schlecht gewählt. Es lag vielleicht an der sehr kalten Air Condition eines Internet Cafes in Cairns.;-)
      Es muss Nischenprodukt heißen.

      Und wozu sollte man auf einem Mac Windows laufen lassen? Das hat für mich schon eher den Begriff „Spielzeug“, „Spielereien“ verdient.
      Du schreibst ja selber, dass sich dann nichts verändert hat.
      Weil man für viel Geld eine „schönere“ Hardware hat?
      Wobei Schönheit ja im Auge des Betrachters liegt.

      Und die Umstellung auf MacOS kostet wirklich sehr viel Geld und einen großen Zeitaufwand.
      Aber auch da liegt es im Auge des Betrachters (Entscheiders), ob sich die Umstellung lohnt.
      Wenn ich so etwas entscheiden müsste, käme mir nichts von Apple in die Firma, denn wie Franky schon geschrieben hat, die Qualität bei MacOS hat in den letzten Jahren stark nachgelassen und es ist häufig instabil.
      Und mich würde besonders stören, dass Apple es nicht schafft, seine „paar“ Geräte nicht vernünftig mit Updates zu versorgen, die ohne Probleme laufen.

  • Am 6. Januar 2017 um 14:02 von Antiappler

    Ohje. Auch in diesem Internet Cafe ist die Air Condition wohl zu kalt.:-D
    Es muss natürlich @ckOne heißen.
    Bevor ich hier wieder etwas schreibe, muss ich mich erstmal richtig akklimatisieren.;-(

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