Microsoft Surface Studio: Nachfrage deutlich höher als erwartet

Die Zahl der weltweit verkauften Exemplare des Surface Studio fällt trotz der vergleichsweise hohen Preise mit 30.000 doppelt so hoch aus wie erwartet. Das Einstiegsmodell des All-in-One-PCs mit Core-i5-Prozessor kostet 2999 Dollar. Für die beiden Modelle mit Core-i7-CPU verlangt Microsoft je nach Ausstattung 3499 beziehungsweise 4199 Dollar.

Trotz seines stattlichen Preises steht Microsofts All-in-One-Geräte das Microsoft Surface Studio offenbar höher im Kurs als zunächst erwartet. Für das vierte Quartal 2016 wurde die Zahl der weltweit verkauften Exemplare des Surface Studio ursprünglich auf 15.000 geschätzt, da die Preise von 3000 bis 4200 Dollar doch deutlich höher liegen als die anderer All-in-One-PCs. Den Bestellungen zufolge dürfte allerdings eine Zahl von 30.000 erreicht werden. Außerdem soll Microsoft laut Digitimes, das sich auf Informationen von Lieferanten aus Taiwan bezieht, 30.000 Geräte für das erste Quartal 2017 bestellt haben.

Der All-in-one-PC Surface Studio verfügt über ein 28 Zoll großes Touch-Display (Bild: Microsoft).

Der Markt der All-in-One-PCs schrumpft jährlich um etwa 3 bis 5 Prozent und auch für 2017 wird ein Rückgang prognostiziert. Apple liefert jährlich über 3,5 bis 4 Millionen All-in-One-PCs aus und ist laut Digitimes Research der zweitgrößte All-in-One-PC-Hersteller weltweit hinter Lenovo. Da Apple allerdings keine nennenswerten Updates für seine iMacs gebracht hat, gehen die Quellen davon aus, dass Microsofts neuer All-in-One PC Surface Studio Apple einige Kunden abspenstig machen dürfte.

Microsoft hatte das Surface Studio Ende Oktober bei einem Presseevent in New York offiziell vorstellt. Der All-in-One-PC mit hochauflösenden 28-Zoll-Touchdisplay lässt sich auch als Zeichenbrett nutzen. Eingaben unterstützt es per Zeichenstift oder über das Puck-förmige Surface Dial. Es soll Scrollen, Zoomen und Navigieren intuitiver machen.

Angetrieben wird der All-in-One-PC von Intel-Core-Prozessoren der sechsten Generation. Zur Auswahl stehen die Varianten i5-6440HQ und i7-6820HQ, denen 8 beziehungsweise 16 oder 32 GByte DDR4-RAM zur Seite stehen. Das Einstiegsmodell verfügt zudem über eine Nvidia-Grafikkarte vom Typ GTX965M mit 2 GByte GDDR5-Speicher und eine Hybrid-Festplatte, die 1 TByte herkömmlichen Speicher mit einer 64 GByte großen SSD kombiniert. Der i7-Prozessor lässt sich alternativ mit der Grafikkarte GTX980M sowie einer bis zu 2 TByte großen Hybrid-Festplatte mit 128 GByte Flash-Speicher konfigurieren.

Für Externe Geräte stehen vier USB-3.0-Ports und ein Mini-DisplayPort zur Verfügung. Außerdem sind ein SD-Kartenleser, der auch UHS-II unterstützt, und ein 3,5-mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer und Mikrofon mit an Bord. Die Frontkamera mit einer Auflösung von 5 Megapixeln erlaubt die Anmeldung per Windows Hello. Mit einem Netzwerk verbindet sich das Gerät per WLAN-Standard 802.11ac oder per Gigabit-Ethernet.

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Die Bedienung erfolgt über die mitgelieferte Surface-Tastatur sowie Surface-Maus. Der Verpackung liegt aber auch ein Surface Pen bei. Nicht zum Lieferumfang gehört das speziell für das Surface Studio entwickelte Surface Dial. Es erlaubt laut Microsoft „intuitiveres Scrollen, Zoomen und Navigieren beim kreativen Arbeiten“. Das Surface Dial soll zudem die Arbeit mit einem digitalen Stift natürlicher machen.

Das Einstiegsmodell mit Core-i5-Prozessor kostet 2999 Dollar. Für die beiden Modelle mit Core-i7-CPU verlangt Microsoft je nach Ausstattung 3499 beziehungsweise 4199 Dollar. Sie sind allerdings erst ab Frühjahr 2017 verfügbar. Für das Surface Dial werden weitere 99,99 Dollar fällig. Im deutschen Microsoft Store sind beide Produkte noch nicht gelistet.

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10 Kommentare zu Microsoft Surface Studio: Nachfrage deutlich höher als erwartet

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  • Am 28. Dezember 2016 um 17:43 von Tim Burton

    Echt jetzt? 30.000 Stück?!? Doppelt so hoch wie erwartet? Au weia. Sie können es nicht. Nun wird auch noch eine derart lausige Zahl hochgejubelt. Was für eine Blamage. Surface Flop, der fünfte. ;)

    • Am 29. Dezember 2016 um 1:49 von DoN

      Ach Peer…
      Natürlich können sie es, sonst wäre das Interesse nicht so groß. Was in dein Apfelschädel nicht reingeht ist, dass es sich hier um ein Arbeitsgerät handelt und nicht um ein Consumerbrettchen.

  • Am 29. Dezember 2016 um 10:07 von Marco

    30.000 x 3000$= 90.000.000,-$ Umsatz…in einem Quartal in einem Markt der schrumpft, als Neueinsteiger im Marktbereich, als Software-unternehmen…Nicht können sieht für mich irgendwie anders aus

    • Am 29. Dezember 2016 um 16:11 von IT Pro

      was können die nicht? ein surface book z.b. schlägt die faulen äpfel um längen… beweise gibts genung.

      und bitte nicht vergessen. in vielen ländern gibts das teil noch gar nicht zu kaufen. so zum beispiel in der schweiz…
      meine it kleinfirma alleine hat 5 stück in der bestellung offen.

  • Am 29. Dezember 2016 um 16:59 von PowerUser

    Der Neid der Appler ist schön. :-)

  • Am 30. Dezember 2016 um 21:44 von bandit_bln

    Wenn der Apfel nicht bald aus dem Quark, kommt wird man sich in nicht all zu ferner Zukunft mal sagen Fragen: Kennst du noch Apple ? Ach ja stimmt ja, die hatten mal für 10 Jahre eine große Zeit.

    Vor ein paar Jahren, hatten die Apple Produkte durchaus einen Mehrwert zu bieten. Die Preise waren zu PC Produkten, mit den gleichen Komponenten, Identisch.

    Heute fällt mir ehrlich gesagt kaum noch ein Grund ein, ein Macbook und kein Surface zu kaufen.
    Ich habe selber Iphone und Macbook Air, als auch Surface Pro 3 gehabt.

  • Am 23. Februar 2017 um 5:22 von Rudolf Gottfried

    Ach, DoN…
    „Arbeitsgrät“? My ass! Das Ding ist reinste Schaumschlägerei. Im Kästchen unterm Display steckt ausschließlich Laptoptechnik, angefangen von der SoC, welche exakt dieselbe ist wie die im neuen MacBook Pro, bis hin zur Grafikkarte. Dazu Consumeranschlüsse von 2012, fertig ist die Laube.
    Dafür bekommt man dann ein schier unglaubliches Benutzererlebnis, bei dem weder in der klassischen Displaystellung, noch im Studiomodus ergonomisches Arbeiten möglich ist. Klasse gemacht, Microsoft!

    • Am 23. Februar 2017 um 12:39 von DoN

      Hmm, hast Du es ausprobiert? Wie lange? Mit was?
      Ich hab schon Grafikern gehört, dass sie sich an das leicht lag gewöhnen mussten, aber noch nie hab ich irgendwo jemals gehört, dass die Ergonomie schlecht wäre…
      20° sind exakt der Winkel eines Zeichentisches. Was soll da unergonomisch sein?
      Wo kommt der i7 mit der 980m an seine Grenzen? Wie gesagt es ist ein Arbeitsgerät, ein Referenzdesign, vor allem ist es ein AiO… keine Workstation, was also anderes als HighEnd mobile Zeug soll da drinn sein?
      Aber bitte, lass uns teilhaben an Deinen Erkenntnissen. Worin begründet sich dein „kein ergonomisches Arbeiten möglich“? Was ist Schaumschlägerei und warum?

  • Am 23. Februar 2017 um 13:25 von ckOne

    Ach Rudolf Gottfried, bist du immer so schlagfertig ?
    Und es gibt kein MacBook Pro mit Quadcore i5, also erst informieren und dann Trollen.

    • Am 23. Februar 2017 um 17:13 von Klaus Klausen

      Ach, da hat der Erklärbär wieder zugeschlagen: aber sonst ist alles gleich? Ah, nah, kleiner Mann, auch die Schrauben sind anders! ;-)
      @DoN: „Ich hab schon Grafikern gehört, dass sie sich an das leicht lag gewöhnen mussten, aber noch nie hab ich irgendwo jemals gehört, dass die Ergonomie schlecht wäre…“
      Wie auch: das Teil hat doch noch keiner, da sagst Du garantiert die Wahrheit, dass Du das „nie irgendwo jemals gehört“ hast. Du sprichst vermutlich einfach nur kein Englisch. ;-)
      Merke: Ergonomie definiert sich nicht durch einen „exakt 20°“ Winkel – auch wenn Du das auf Microsofts Werbeseite so gelesen hast. Du solltest eingehender solche Marketing Aussagen überdenken.
      Ihr seid schon ein cooles Doppel, Ying und Yang.

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