HP Inc. präsentiert neue Managed Print Services für sicheres Drucken

HP Inc. will die Sicherheit in Druckernetzwerken in Unternehmen weiter optimieren. Geplant ist neben der Bereitstellung neuer Features auch die Deaktivierung von Schnittstellen und die Aufkündigung des Supports von eher unsichereren Protokollen wie Telnet oder FTP.

HP Inc. hat seine neue gestalteten Managed Print Services (MPS) vorgestellt. Sie sollen dem Hersteller zufolge die Sicherheit von Netzwerkdruckern und Netzwerke auf ein neues Niveau heben und die Drucker und Druckernetzwerke in Unternehmen gegen Cyberangriffe schützen. Teil der MPS sind auch neue Sicherheitsservices und Software-Lösungen, außerdem sollen Geräte und Komponenten künftig für ein höheres Sicherheitsniveau vorkonfiguriert werden.

Neue Remote-Management-Lösungen sorgen in der MPS-Software für automatisierte Sicherheitsmaßnahmen wie Updates der Firmware oder das Passwortmanagement. Die Software-Integrität werde von den Geräten selbst validiert und bei einem Neustart initiiert, so der Hersteller. HP hat eine Liste der Drucker mit diesem Feature auf seiner Webseite veröffentlicht.

Der HP Color LaserJet Ent M552dn Drucker ist einer der vier neuen in Deutschland verfügbaren HP-Drucker mit besonderem Schutzniveau und selbstheilenden Funktionen, wenn der Drucker eine Kompromittierung fest stellt. (Bild: HP Inc.)Der HP Color LaserJet Ent M552dn Drucker ist einer der vier neuen in Deutschland verfügbaren HP-Drucker mit besonderem Schutzniveau und selbstheilenden Funktionen, wenn der Drucker eine Kompromittierung fest stellt. (Bild: HP Inc.)

Bereits bei Auslieferung von Business Druckern will HP künftig für mehr Sicherheit sorgen. Statt wie bisher vor allem auf eine bequeme und möglichst einfache Installation zu setzen, blockiert HP laut eigenen Angaben künftig Benutzerschnittstellen im Vorfeld der Auslieferung. Diese Schnittstellen muss der Kunde dann vor Ort manuell freigeben, sobald die Drucker an das Netzwerk angeschlossen werden.

Das Unternehmen will zudem nach und nach Ports, Protokolle und Cipher Suites, die als weniger sicher gelten, deaktivieren. Darunter fallen beispielsweise Protokolle wie FTP oder Telnet. Mit dem umstrittenen HP FutureSmart Firmware Update vom November 2016 hat der Hersteller aber auch die Einstellungen für Admin Passwörter und Verschlüsselungen sowohl für neue als auch bestehende HP- Enterprise-Drucker und -Multifunktionsdrucker (MFP) weiter entwickelt. Zudem wolle HP neue Schnittstellen nutzen und sicherer gestalten.

Mit neuen Features für JetAdvantage Workflow- und Drucklösungen wie etwa dem HP Access Control will der Anbieter das Outputmanagement weiter verschlanken. Das neue HP Access Control etwa bietet die Möglichkeit der Authentifizierung, Autorisierung und des sicheren Pull-Printing, jetzt mit verbesserter Funktionalität und der Unterstützung von SNMPv3. Druckaufträge können mit einem HIP2-kompatiblen Kartenleser mit unterschiedlichen Kartentypen geschützt werden. Nutzer können sich so mit einem Wisch einer Proximity- oder Smart Card an einem Drucker ein- und ausloggen.

HP integriert in die neuen Drucker auch Pull-Printing, Anwender können dann über eine beliebige NFC-Karte oder die Eingabe eines Codes Print-Jobs starten. (Bild: HP Inc.)HP integriert in die neuen Drucker auch Pull-Printing, Anwender können dann über eine beliebige NFC-Karte oder die Eingabe eines Codes Print-Jobs starten. (Bild: HP Inc.)

Mit HP Capture and Route lassen sich gescannte Inhalte kontrollieren und verfolgen. Dokumente können damit zudem an berechtigte Nutzer verteilt werden. Zu den Neuerungen zählen hier die Unterstützung von LDAP über SSL sowie eine Data-At-Rest Verschlüsselung für gescannte Daten, die auf dem Capture and Route- Server gespeichert sind.

Neue Services für sicheres Drucken

HP erweitert die Secure MPS auch um Implementierungsservices, über die Unternehmen Pflege und Optimierung der Sicherheitsverwaltung der Drucker an HP auslagern können. Dafür kündigt HP unter anderem den Print Security Implementation Service an, über den HP Security Support-Techniker zur Verfügung stellt, die Sicherheitsrichtlinien, die unternehmensweit gelten, auch in der Druckumgebung implementieren.

Das Unternehmen sorgt mit dem Print Security Advisory Retainer Service für eine ständige Aktualisierung des Druckernetzwerkes. Der Service unterstützt auch bei der Bewertung von Sicherheitsrichtlinien.

Print Security Governance & Compliance unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung von Compliance-Vorgaben. Neu sind hier ein Remote Management für Sicherheitseinstellungen sowie die Kontrolle der Druckerflotten-Infrastruktur hinsichtlich Sicherheitslücken. Darüber hinaus liefert HP auch ein Reporting über den Sicherheitsstatus der Druckerflotte. Über eine erweiterte Berichterstellung sorgt HP Inc. für eine bessere Übersicht über den Sicherheitsstatus der Druckerflotte und stellt Best Practices bereit.

[Mit Material von Martin Schindler, silicon.de]

Themenseiten: Drucker, HP

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin ZDNet
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