Tabletmarkt schrumpft 6,7 Prozent in Westeuropa

Hersteller liefern in der Region im dritten Quartal nur 8,2 Millionen Tablets aus. Detachables und das Business-Segment erzielen indes Zuwächse. Ersteres dominieren Apple und Microsoft mit einem gemeinsamen Anteil von 46,4 Prozent.

In Westeuropa haben Hersteller im dritten Quartal 8,2 Millionen Tablets ausgeliefert. Das entspricht laut IDC einem Rückgang von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit schnitt die Region Westeuropa besser ab als der weltweite Tabletmarkt, der zwischen Juli und September um 14,7 Prozent schrumpfte.

Das positive Ergebnis wurde durch zwei Trends ermöglicht: die hohe Nachfrage nach Detachables, also Tablets mit abnehmbarer Tastatur, und die zunehmende Verbreitung von Tablets in Unternehmen. Die Kategorie der Detachables verbesserte sich den Marktforschern zufolge um 48,8 Prozent. Das Business-Segment wiederum erzielte ein Plus von 13,1 Prozent.

Apple hat Samsung von der Spitze des westeuropäischen Tabletsmarkts verdrängt (Tabelle: IDC).Apple hat Samsung von der Spitze des westeuropäischen Tabletsmarkts verdrängt (Tabelle: IDC).Aufgrund ihres in der Regel höheren Preises beflügelten Detachables die Verkäufe im Preissegment über 600 Euro um 66,7 Prozent. Sie hatten im dritten Quartal einen Anteil von 10,6 Prozent am westeuropäischen Tabletmarkt. Als Folge kletterte der Wert der verkauften Tablets um 4,8 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar – trotz sinkender Absatzzahlen.

Der Gesamtanteil der Detachables erhöhte sich auf 21,9 Prozent. Vor einem Jahr fielen lediglich 13,8 Prozent der in Westeuropa gekauften Tablets in diese Kategorie. Wichtigste Hersteller sind Apple und Microsoft mit ihren iPad-Pro- beziehungsweise Surface-Produkten. Zusammen lieferten sie 46,4 Prozent aller Detachables aus.

„Surface Pro und iPad Pro sind erfolgreich, weil sie ein Notebook-Ersatz sind, und aufgrund der Qualität der Geräte“, sagte Daniel Goncalves, Research Analyst bei IDC. „Die Geräte werden in immer mehr Verbraucher- und Business-Segmenten angenommen.“ Während iPad Pro und Surface den „Prosumer“-Nutzer ansprächen, sei die Verbreitung von Tablets in Unternehmen stärker von den Aktivitäten des Endnutzers abhängig. „Das iPad Pro ist bei kreativen Jobs beliebter, während bei Top-Managern die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass sie sich für das Surface entscheiden, zum Teil auch durch die hohe Verbreitung von Windows in Unternehmen.“

Der Markt für klassische Tablets verschlechterte sich im Jahresvergleich bedingt durch die hohe Sättigung um 15,5 Prozent. Neuen Modellen fehlten aber auch innovative Funktionen. Das bringe vor allem Verbraucher dazu, ihre Geräte länger zu nutzen.

Bezogen auf Betriebssysteme dominierte Android den Markt mit einem Anteil von 65,9 Prozent. iOS lief auf 21,9 Prozent aller verkauften Tablets. Die hohe Nachfrage nach Detachables bescherte Windows zudem einen Marktanteil von 12,2 Prozent.

21,9 Prozent Marktanteil bedeuten für Apple zudem den ersten Rang im westeuropäischen Tabletmarkt. Samsung rutschte aufgrund eines Einbruchs seiner Tabletverkäufe um 20,4 Prozent auf den zweiten Platz ab. Während Lenovos Absatzzahlen stagnierten, verbesserten sich Acer und Amazon um 57,8 beziehungsweise 166,5 Prozent. Der Abstand zwischen Acer und Amazon schrumpfte von 1,3 Punkten im Vorjahreszeitraum auf jetzt 0,2 Punkte.

ANZEIGE

Open Telekom Cloud: Ressourcen auf Abruf

Von Capex zu Opex: Mit IT-Kapazitäten aus der Cloud statt von eigenen Servern verwandeln Unternehmen gerade verstärkt starre Investitionskosten in dynamische Ausgaben, die sich dem Geschäftsverlauf anpassen – und werden damit flexibler. Immer beliebter: Infrastructure-as-a-Service (IaaS) aus der Open Telekom Cloud.

Tipp: Wie gut kennen Sie Windows? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Themenseiten: Apple, IDC, Marktforschung, Microsoft, Surface, Tablet, iPad

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Stefan Beiersmann
Autor: Stefan Beiersmann
Freier Mitarbeiter
Stefan Beiersmann
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu Tabletmarkt schrumpft 6,7 Prozent in Westeuropa

Kommentar hinzufügen
  • Am 28. November 2016 um 12:55 von Erhart von Ammon

    Der grösste Unsinn bei der Marktentwicklung für Tablets war es „mobile Geräte“ ohne Netz/Telecom 3G/4G Verbindung herauszubringen, die mann dann „überall monil“ einsetzen sollte. Da hat man versucht pro Tablet 70-100$ zu verdienen und gleichzeitig Millionen verloren, weil die Dinger zuhause am Dofa lagen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *