Suse veröffentlicht Service Pack 2 für Suse Linux Enterprise Server 12

Das Update bringt Support für NVDIMM-Speichermodule. Es beschleunigt zudem die Verarbeitung von Netzwerkpaketen per Software-defined Networking. Das Service Pack 2 steht auch als Abbild für Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Compute Engine zur Verfügung.

Suse hat das erste große Update seit einem Jahr für seine Linux-Distribution Suse Linux Enterprise Server (SLES) 12 veröffentlicht. Das Service Pack 2 verbessert unter anderem die Netzwerkfunktionen und erweitert den Hardware-Support. Neu ist auch die Unterstützung für Non-Volatile Dual In-line Memory (NVDIMM).

Suse Linux GmbH (Bild: Suse Linux GmbH)Die Paketverarbeitung soll das neue Service Pack per Software-defined Networking (SDN) um Faktor zehn beschleunigen. Dafür kombiniert Suse Open vSwitch mit dem Data Plane Development Kit (DPDK). Letzteres ist eine Sammlung von Bibliotheken und Treibern für eine schnelle Paketverarbeitung. Nutznießer sind unter anderem Telekommunikationsanbieter, die auf SDN und die Virtualisierung von Netzwerkfunktionen (NFV) setzen.

Im Speicher ausgeführte Anwendungen unterstützt Suse Linux Enterprise Server nun durch die Einführung von NVDIMM-Speichermodulen. Dieser Hauptspeicher kombiniert die Geschwindigkeit des klassischen RAM mit den Speicherfunktionen von Flash Memory. NVDIMM kann große Datenmengen und wenigen Sekunden speichern und Daten nach einem Systemneustart in kürzester Zeit verfügbar machen, was mögliche Ausfallzeiten verkürzt und damit die Verfügbarkeit eines Systems steigert.

„Künftige Applikationen, vor allem Datenbanken und Analytics, benötigen neue Performance-Level. Durch eine enge Zusammenarbeit haben HPE und Suse den Support der NVDIMM-Technologie in Suse Linux Enterprise 12 SP2 ermöglicht“, kommentiert Scott Farrand, Vice President der Sparte Platform Software bei Hewlett Packard Enterprise. „Das erlaubt es Kunden, die Performance-Anforderungen künftiger Applikationen zu erreichen und zu übertreffen.“

Suse hat aber auch sein Mainframe-Linux überarbeitet. Es verbessert den Support für IBM Power Systems LC und OpenPower-Server, unter anderem durch den Support von Bare Metal. Es wurde aber auch die Zeit reduziert, die IBM Power basierte Server bei einem Neustart für die Speicherinitialisierung benötigen, was ebenfalls die Verfügbarkeit steigert und Ausfallzeiten verkürzt – vor allem bei Systemen mit viel Hauptspeicher.

Neu ist auch der Support für Chips, die auf der ARMv8-A-Architektur basieren. SLES 12 lässt sich nun auch auf dem Kleinstcomputer Raspberry Pi 3 ausführen. Es ist damit eine der ersten kommerziell verfügbaren Enterprise-Linux-Plattformen für ARMv8-A-Prozessoren.

Die Entwickler haben außerdem die Installation von Service Packs vereinfacht. Bisher mussten alle Service Packs nacheinander eingespielt werden – ein Service Pack 2 setzte ein Service Pack 1 voraus. Administratoren können ein System mit Suse Linux Enterprise Server 12 ohne Service Pack jedoch direkt auf das SP2 aktualisieren.

Nach dem Update auf das Service Pack 2 haben Kunden einen direkten Zugriff auf die aktuellsten Open-Source-Module und Paket-Updates. Das wird durch die Integration des Suse Package Hub mit dem Suse Customer Center ermöglicht. Darüber hinaus stellt Suse Abbilder von SLES SP2 auch für Public Cloud Infrastrukturen wie Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Compute Engine zur Verfügung.

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[mit Material von Steven J. Vaughan-Nichols, ZDNet.com]

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Stefan Beiersmann
Autor: Stefan Beiersmann
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