Apple verbilligt vorübergehend Zubehör für USB-C und Thunderbolt 3

Der Hersteller reagiert damit auf die Kritik an den nur als USB Typ-C verfügbaren Anschlüssen am MacBook Pro 2016. Adapterkabel und Dongles sind am meisten reduziert, Peripheriegeräte von Drittherstellern weniger. Die Sonderpreise gelten mit Einschränkungen und nur bis zum Jahresende.

Apple hat mit vorübergehenden Preissenkungen auf die Kritik an den ausschließlich als USB Typ-C verfügbaren Anschlüssen seiner neuen Notebook-Reihe MacBook Pro 2016 reagiert. Es bietet Adapterkabel, Dongles und Peripheriegeräte teilweise erheblich verbilligt an. Die Sonderpreise für USB-C- und Thunderbolt-3-Zubehör gelten mit Einschränkungen bis 31. Dezember.

MacBook Pro 2016 (Bild: Apple)MacBook Pro 2016 (Bild: Apple)

Insbesondere professionelle Anwender, die der Hersteller mit seinen hochpreisigen Notebooks anspricht, ließen sich vernehmbar über die ihnen zugemuteten Beschwerlichkeiten aus. Da neben dem Kopfhöreranschluss nur Anschlüsse im USB-C-Standard verbaut sind, müssen sie stets alle erforderlichen Dongles für die Verbindung zu eventuell benötigten Peripheriegeräten mitführen.

Die bis zu vier Thunderbolt-3-Anschlüsse (USB-C) unterstützen zwar neben dem Aufladen auch DisplayPort, HDMI und VGA sowie Thunderbolt-Verbindungen mit bis zu 40 GBit/s. Das magische Wort hier ist „unterstützen“. Denn um diese Möglichkeiten tatsächlich zu nutzen, dürfen sich Nutzer – zumindest vorerst – mit einem Kulturbeutelchen voller Dongles und Adapter wappnen.

Instapaper-Entwickler Marco Arment erklärte für sehr wahrscheinlich, dass nicht der richtige Adapter zur Hand ist, wenn man ihn braucht. „Das wird sehr oft passieren, obwohl USB-C die Zukunft ist“, schrieb er in einem Blogeintrag. Videoproduzent Joseph Angelo Todaro illustrierte auf Twitter, wie er die Dongle-Hölle sieht. Einen ganzen Schwung von Adapterkabeln benötigt er, nur um mit einem iPhone 7 Musik zu hören, während es von einem MacBook Pro 2016 geladen wird.

„Wir sehen ein, dass viele und insbesondere professionelle Nutzer auf herkömmliche Anschlüsse angewiesen sind, um heute ihre Arbeit zu erledigen“, heißt es dazu in einer Stellungnahme von Apple. „Sie sind mit einer notwendigen Umstellung konfrontiert. Wir wollen ihnen helfen, auf die aktuellste Technologie und Peripheriegeräte zuzugreifen, sowie das Wachstum dieses neuen Ökosystems fördern. Bis zum Ende des Jahres werden wir die Preise von allen Peripheriegeräten für USB-C und Thunderbolt 3 reduzieren ebenso wie die Preise von Apples USB-C-Adaptern und -Kabeln.“

USB-C-Adapter sind tendenziell um die Hälfte billiger, während Peripheriegeräte von Drittanbietern eher um die 25 Prozent vergünstigt sind. Der USB-C-auf-USB-Adapter ist derzeit sogar für nur 9 statt bislang 25 Euro zu bekommen. Prozentual geringer fällt der Abschlag beim USB-C-Digital-AV-Multiport-Adapter mit 59 statt bisher 79 Euro aus. Der Thunderbolt-3-auf Thunderbolt-2-Adapter kostet 35 statt 59 Euro.

Für den Monitor LG UltraFine 4K, der sich mit Thunderbolt 3 (USB-C) an ein neues MacBook Pro anschließen lässt, setzt der iPhone-Hersteller derzeit 561 Euro an. Die mobile USB-C-Festplatte LaCie 1 TB P’9227 Porsche Design kostet rabattiert 97 Euro. Apple selbst nennt dabei nur die aktuell gültigen und nicht die zuvor und später wieder üblichen Preise. Im Kleingedruckten nennt der Hersteller außerdem als Einschränkung, dass die Sonderpreise für das Zubehör von Verfügbarkeit und Mengengrenzen abhängen.

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Themenseiten: Apple, MacBook, Peripherie, USB

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4 Kommentare zu Apple verbilligt vorübergehend Zubehör für USB-C und Thunderbolt 3

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  • Am 7. November 2016 um 17:59 von ckOne

    Bin ich also nicht der einzige, der die vielen Adapter sch…e findet !

    • Am 7. November 2016 um 23:46 von Punisher

      Wer hat nicht gern Adapter für alles mögliche 😂

  • Am 7. November 2016 um 22:12 von Judas Ischias

    Oh, was ist das denn?
    Fängt Apple jetzt an sein Zubehör zu „verramschen“?
    Also wirklich einfach zu händeln ist das ja nun wirklich nicht was Apple da veranstaltet.
    @ckOne,
    vielleicht gibt es bei Apple einen „Entscheider“, der gedacht hat:Viel hilft viel.;)

  • Am 9. November 2016 um 4:10 von chrisnew

    Ganz sicher nicht, das ist ja Horror wenn man für das bestehende System mehrere hundert Euro nur für passende Adapter ausgeben muss? Einen Bildschirm und eine externe Thunderboltfestplatte kommen schnell mal auf 300€ oder mehr? Zeit darüber nachzudenken ob nicht doch ein Wechsel auf PC Produkte sinnvoll ist? Mit Microsoft Surface Studio wurde der erste Schritt gemacht!

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