Creators Update: Microsoft stellt neue Update-Plattform für Windows 10 vor

Sie soll die Downloadgröße um bis zu 35 Prozent reduzieren. Künftig liefert Microsoft nur noch veränderte Dateien aus. Die Unified Update Plattform soll zudem das System entlasten und auch den Stromverbrauch reduzieren.

Microsoft hat eine neue Vorabversion der nun offiziell als Creators Update bezeichneten kommenden Aktualisierung für Windows 10 veröffentlicht. Das Build 14959 steht ab sofort im Fast Ring des Insider Program für Desktops und Smartphones zur Verfügung. Die wichtigste Neuerung ist diesmal Windows 10 Mobile vorbehalten. Microsoft testet mit dem neuen Build erstmals die Unified Update Platform (UUP), die künftige Windows-Aktualisierungen vereinfachen soll.

Windows 10 (Bild: ZDNet.de)Die neue Update-Plattform erlaubt es, den Download eines Updates auf die Dateien zu beschränken, die tatsächlich seit der letzten Aktualisierung des Betriebssystems verändert wurden. Derzeit müssen Nutzer noch Installationspakete herunterladen, die auch alle vorherigen Änderungen beinhalten. Microsoft geht davon aus, dass sich die Downloadgröße bei einem Update von einer Windows-Version zur nächsten um bis zu 35 Prozent reduziert.

„Unsere Kunden haben uns gesagt, sie möchten, dass Updates nahtloser sind, sie mehr Kontrolle über den Installationszeitpunkt erhalten, dass Updates weniger lokale Rechenleistung benötigen und damit auch die Akkulaufzeit weniger belasten, und sie möchten kleinere Downloads“, heißt es in einem Blogeintrag. „Wir kündigen die nächste Generation unserer Bereitstellungstechnologien namens Unified Update Platform an, die wir in die jüngsten Insider Builds integriert haben.“

Anfänglich sind die Tests auf Windows 10 Mobile begrenzt. In mehreren Schritten sollen sie auf Windows 10 für Desktops, Windows 10 IoT und HoloLens ausgeweitet werden. Die Spielkonsole Xbox One unter Windows 10 wird UUP jedoch nicht erhalten, weil hier eine andere Update-Technik zum Einsatz kommt.

Ermöglicht wird die neue Update-Plattform durch die Vorarbeit, die Microsoft bereits für die Zusammenführung der Windows-Versionen für verschiedene Plattformen wie Desktop, Mobile und IoT geleistet hat. Außerhalb des Insider Program soll die Unified Update Platform allerdings erst nach Veröffentlichung des Creators Update eingeführt werden. Die Allgemeinheit wird also erst ab dem Redstone-3-Update, das im zweiten Halbjahr 2017 erwartet wird, von kleineren Update-Paketen profitieren.

Darüber hinaus behebt das Build 14959 zahlreiche Fehler, unter anderem im Zusammenhang mit der automatischen Helligkeitssteuerung und Updates für die Apps Outlook Mail und Kalender. PC-Nutzer sollen nun auch nicht mehr auf das Problem stoßen, dass ihr Gerät beim Auswerfen einer SD-Karte abstürzt.

Auf mobilen Geräten haben die Entwickler in die Einstellungen für die Datennutzung überarbeitet. Außerdem soll es nun wieder möglich sein, Kreditkarten zur digitalen Brieftasche hinzuzufügen und Musik mit Groove Musik im Hintergrund wiederzugeben, wenn der Energiesparmodus aktiv ist. Alle Änderungen für Mobile und PC sowie eine Übersicht über noch vorhandene Fehler liefert Microsoft in einem Blogeintrag.

Das Windows 10 Creators Update soll im Frühjahr 2017 erscheinen. Microsoft stellt damit 3D und Mixed-Reality-Erfahrungen in den Vordergrund. Passend dazu sollen künftig günstige VR-Brillen für Windows 10 zu Preisen unter 300 Dollar zur Verfügung stehen.

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[mit Material von Mary Jo Foley, ZDNet.com]

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Stefan Beiersmann
Autor: Stefan Beiersmann
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4 Kommentare zu Creators Update: Microsoft stellt neue Update-Plattform für Windows 10 vor

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  • Am 4. November 2016 um 13:29 von Rolf Trefzer

    Nach jedem Windows 10 Update startet der Rechner nicht mehr. Das ist verdammt nervig. Gerade wird die vorherige Version wieder hergestellt. Ich hoffen , dass ich danach wieder arbeiten kann.

    • Am 6. November 2016 um 3:11 von Karl Nagel

      Habe Windows 10 auf insgesamt 4 Rechnern, seit Anfang an keinerlei Probleme mit den Updates.
      Ich vermute mal, das liegt irgendwie an minderwertiger Hardware.

  • Am 5. November 2016 um 18:59 von berthu@rolmail.net

    Da hat man aber lang gebraucht, um dies anzufangen!
    Wieviel sinnlosen Traffic hat man allein mit WinX verursacht?
    können die auch zählen? Ist ja nicht nur der Schaden beim Volk!

  • Am 6. November 2016 um 9:19 von Usr

    Für mich ist Win erledigt. Ich muss MS für die Entscheidungshilfe danken.
    Das Konzept ‚rolling release‘ ist in meinen Augen für einen Arbeitsrechner untauglich. Kaum repariert, schon wieder kaputtgepatcht. Ständig neue features, Gigabyte updates und Upgrades, cloud forever…
    Wer will sowas? Not me. Thanks

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