Twitter stellt mobile Vine-App ein

Das Aus kommt allerdings erst in den kommenden Monaten. Die Vine-Website sowie die von Nutzern erstellten Videos bleiben bis auf weiteres erhalten. Eine Kostensenkung erhofft sich Twitter auch die den Abbau von weiteren 350 Stellen.

Twitter hat angekündigt, in den kommenden Monaten die Video-App Vine einzustellen. Der 2013 eingeführte Videodienst erlaubt es, kurze Videos zu erstellen und in sozialen Medien wie Twitter und Facebook zu veröffentlichen. Erst im Sommer hatte Twitter das eigentlich definierende Merkmal von Vine aufgegeben und die maximale Länge eines Video von sechs auf 140 Sekunden erhöht.

Twitter Vine (Bild: Vine)Derzeit liegt die mobile Vine-App für Android, iOS und Windows Phone vor. Wann genau die Entwicklung eingestellt und die Apps aus den jeweiligen Marktplätzen verschwinden werden, ist bisher nicht bekannt. Bevor irgendwelche Änderungen umgesetzt werden, will Vine seine Nutzer erneut benachrichtigen.

Darüber hinaus stellte die Twitter-Tochter klar, dass die Änderungen nur die App, nicht aber die Vine-Website betreffen. „Sie werden in der Lage sein, auf Ihre Vines zuzugreifen und sie herunterzuladen“, heißt es in einem Blogeintrag. „Wir halten die Website online, weil wir glauben, dass es wichtig ist, weiterhin all die unglaublichen Vines anzuschauen, die erstellt wurden.“

Welches Ziel Twitter mit der schrittweisen Schließung seines Videodiensts verfolgt, ist nicht bekannt. Kurzfristig sollten auf alle Fälle die Kosten für die Entwicklung der Vine-App wegfallen.

Seine Ausgaben will der Kurznachrichtendienst auch durch den Abbau weiterer Stellen reduzieren. Anlässlich der Veröffentlichung der Bilanz für das dritte Quartal kündigte Twitter eine Restrukturierung an, um Vertrieb, Partnerschaften und Marketing effizienter zu machen. Sie wird neun Prozent der Belegschaft oder rund 350 Mitarbeitern den Job kosten.

Die Entlassungen führen aber auch zu zusätzlichen Kosten von bis zu 30 Millionen Dollar. Zu den zu erwartenden Einsparungen machte Twitter indes keine Angaben. Sie sollen aber helfen, langfristig eine EBIDTA-Marge von 40 bis 45 Prozent zu erreichen. Im Geschäftsjahr 2016 soll sie zwischen 27,5 und 28 Prozent liegen.

Das dritte Quartal schloss Twitter mit einem Umsatzplus von acht Prozent ab. Die Einnahmen von 616 Millionen Dollar, davon 545 Millionen Dollar aus dem Anzeigenverkauf, ergaben jedoch nur einen Nettoverlust von 103 Millionen Dollar, 29 Millionen Dollar oder 22 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die EBIDTA-Marge kletterte um vier Punkte auf 29 Prozent. Die Zahl seiner monatlich aktiven Nutzer erhöhte Twitter um drei Prozent auf 317 Millionen.

ANZEIGE

Zuverlässiger Schutz vor Ransomware

Ransomware heißt das aktuelle Schreckgespenst in der IT-Welt. Ob Privatanwender, Unternehmen oder öffentliche Institution: Praktisch jeder Internetnutzer hat Angst davor, dass er plötzlich nicht mehr auf seine Daten zugreifen kann, da sie verschlüsselt sind. Dabei bieten aktuelle Sicherheitslösungen wie Bitdefender 2017 zuverlässig Schutz vor dieser Erpressungssoftware.

[mit Material von Charlie Osborne, ZDNet.com]

Tipp: Wie gut kennen Sie Twitter? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Themenseiten: App, Mobile, Soziale Netze, Twitter, Video

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Stefan Beiersmann
Autor: Stefan Beiersmann
Freier Mitarbeiter
Stefan Beiersmann
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Twitter stellt mobile Vine-App ein

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *