LG veröffentlicht Geschäftsergebnis für das dritte Quartal 2016

Die Mobilsparte verzeichnet einen Umsatz von umgerechnet 2,3 Milliarden US-Dollar und damit 23 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2015. Der operative Verlust in diesem Segment beträgt 389,4 Millionen US-Dollar. Im Bereich Home Entertainment kann LG dagegen den höchsten operativen Quartalsgewinn in der Unternehmensgeschichte erzielen.

LG Electronics hat heute das Geschäftsergebnis für das dritte Quartal 2016 bekanntgegeben. Demnach hat das Unternehmen einen Umsatz von 13,2 Billionen KRW (11,8 Milliarden US-Dollar) und einen operativen Gewinn von 283,2 Milliarden KRW (252,7 Millionen US-Dollar) erzielt. Die Performance der Bereiche Home Appliance & Air Solution sowie eine verbesserte Profitabilität im Bereich Home Entertainment konnten den rückläufigen Umsatz und die operativen Verluste im Bereich Mobile Communications ausgleichen.(Bild: LG)

Die LG Mobile Communications Company erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von 2,5 Billionen KRW (2,3 Milliarden US-Dollar) und damit 23 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2015. Geringere Umsätze mit Premium-Produkten sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Verbesserung der Geschäftsstruktur führten im dritten Quartal zu einem operativen Verlust von 436,4 Milliarden KRW (389.4 Millionen US-Dollar). LG lieferte im dritten Quartal 13,5 Millionen Smartphones aus, wobei für Nordamerika ein Anstieg der Verkäufe um 14 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal gemeldet wurde.

Für das letzte Quartal 2016 werden die Prioritäten in diesem Bereich bei der Verbesserung der Verkäufe des neuen LG V20 Smartphones sowie der für den Massenmarkt bestimmten K- und X-Serie liegen, so der Hersteller. Ebenso sollen die Verbesserungsmaßnahmen für die Geschäftsstruktur im Mobilbereich abgeschlossen werden, um für künftige Herausforderungen besser gerüstet zu sein.

LG bietet für das G5 ein eigenes Ökosystem an (Bild: LG)LG bietet für das G5 ein eigenes Ökosystem an (Bild: LG)

Die LG Home Entertainment Company meldete den höchsten operativen Gewinn und die höchste operative Gewinnmarge ihrer Unternehmensgeschichte in Höhe von 381,5 Milliarden KRW (340,4 Millionen US-Dollar) bzw. 9,2 Prozent. Der Grund hierfür seien die weiter verbesserten Verkäufe von LG OLED- und ULTRA HD-TV im Premium-Segment in wichtigen internationalen Märkten. Aufgrund der Preis-Erosion durch intensiven Wettbewerb ging der Umsatz gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres um 3,4 Prozent zurück, blieb mit 4,1 Billionen KRW (3,7 Milliarden USDollar) aber nahezu ebenso stark wie im Vorquartal. Im Hinblick auf das Jahresendgeschäft werde insgesamt ein Anstieg der Nachfrage nach TV-Produkten erwartet, wobei infolge höherer Materialkosten und erhöhter Marketing-Aufwendungen mit einem Rückgang der Profitabilität gerechnet werden müsse.

Die LG Home Appliance & Air Solution Company erhöhte ihren Umsatz Aussagen des Unternehmens zufolge im dritten Quartal um 3 Prozent im Jahresvergleich aufgrund der Performance der Märkte in Europa und Asien. Der operative Gewinn von 342,8 Milliarden KRW (305,9 Millionen US-Dollar) führte zu einer operativen Gewinnmarge von 8 Prozent, was eine Verbesserung um 40 Prozent gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres darstellt. Trotz der ungünstigen Wechselkursschwankungen in MEA-Ländern und Lateinamerika führten starke Verkäufe bei Klimaanlagen und Premium-Hausgeräten zu guter Profitabilität.

Die LG Vehicle Components Company konnte ihren Umsatz im dritten Quartal auf 674,9 Milliarden KRW (602,2 Millionen US-Dollar) deutlich steigern, was einem Umsatzplus von 41 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres und von 6 Prozent gegenüber dem Vorquartal entspricht. Das Unternehmen meldete einen mäßigen operativen Verlust von 15,2 Milliarden KRW (14,5 Millionen US-Dollar), der vor allem auf gestiegene Investitionen für Forschung und Entwicklung zur Unterstützung des weiteren Wachstums zurückzuführen ist. Da immer mehr Projekte mit Elektrofahrzeugen zu erwarten sind – allen voran der GM Bolt –, wird im Bereich der Fahrzeugkomponenten weiter mit Zuwächsen gerechnet.

Bei Apple schrumpfte der Profit laut den aktuellen Zahlen des vierten Fiskalquartals um 19 Prozent auf rund 9 Milliarden Dollar. Der Umsatz von 46,85 Milliarden Dollar blieb knapp hinter der Prognose zurück. Lediglich die Services-Sparte zeigt eine positive Entwicklung. iPhone-, iPad- und Mac-Verkäufe sind rückläufig.

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin ZDNet
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