Amazon erweitert Datenbank Aurora

Beide neuen Funktionen verbessern die Integration mit anderen AWS-Diensten. So kann Aurora nun Lambda-Funktionen aufrufen und S3-Daten direkt laden - ohne Umweg über eine EC2-Instanz. Aurora war im April 2015 regulär verfügbar geworden.

Amazon Web Services (AWS) hat zwei neue Funktionen für seine zu MySQL kompatible Cloud-Datenbanklösung Aurora angekündigt. Dabei handelt es sich um die Möglichkeit, Lambda-Funktionen aufzurufen, und den direkten Zugriff auf in Amazons Simple Storage Service (S3) gespeicherte Daten.

AWS (Bild: Amazon)Somit führen beide Neuerungen zu besserer Integration von Aurora mit anderen Amazon-Diensten. AWS Lambda ist ein serverloser Remote-Compute-Service, der Code aufgrund von Events ausführen kann, wobei er die benötigten Ressourcen selbständig verwaltet. Nutzer könnten beispielsweise eine E-Mail mit Amazon Simple Email Service (SES) versenden, eine Benachrichtigung über Amazon Simple Notification Service (SNS) auslösen oder eine Tabelle in Amazon DynamoDB aktualisieren.

Auf Applikationsebene kann Lambda zudem komplexe ETL-Aufgaben und Workflows übernehmen, Änderungen an Datenbanktabellen laufend prüfen sowie die Performance überwachen und analysieren. Lambda-Funktionen werden in JavaScript und Node.js geschrieben. Amazon spricht von einer „Zero-Admin Compute Platform“. Sie war im April 2015 in den Regelbetrieb gestartet.

Die zweite neue Funktion ermöglicht Aurora, Daten aus einem S3-Bucket direkt zu importieren. Zuvor hätten sie in eine EC2-Instanz kopiert und von dort aus importiert werden müssen. Die Daten können in einer beliebigen AWS-Region vorliegen, solange das Aurora-Cluster des Nutzers Zugriff darauf hat.

Amazon Web Services Aurora (Bild: ZDNet)

Amazon hatte seine relationale Cloud-Datenbank Aurora im November 2014 vorgestellt. Sie ist zu MySQL kompatibel, aber laut Amazon zehnmal schneller. AWS könnte damit Firmen wie Oracle, IBM und Microsoft um Einnahmen bringen. Auf seiner Konferenz „re:Invent“ präsentierte sich das Unternehmen damals erstmals als „kompletter Stack“ statt nur Infrastruktur-Anbieter.

Zumindest Oracle-CTO Larry Ellison hat die Bedrohung wahrgenommen, wie er vergangenen Monat auf der Oracle OpenWorld zeigte. Er kritisierte dort Aurora wegen fehlender Funktionen und warf Amazon Web Services insgesamt vor, Kunden keine Wechselmöglichkeiten zu bieten, um sie an sich zu binden.

[mit Material von Stephanie Condon, ZDNet.com]

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Autor: Florian Kalenda
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