Facebook und Google investieren in Transpazifik-Unterseekabel

Das Pacific Light Cable Network verbindet Los Angeles und Hongkong über eine Strecke von 12.800 Kilometern. Es soll im Sommer 2018 funktionsfähig sein und bis zu 120 TBit/s übertragen. Für Google ist es die fünfte Unterseekabel-Beteiligung.

Google und Facebook haben Investitionen in ein Unterseekabel angekündigt, das Los Angeles an der US-Westküste mit Hongkong am chinesischen Meer verbindet. Es soll 12.800 Kilometer lang sein und Durchsätze von bis zu 120 TBit/s ermöglichen – fast das Doppelte des gerade erst von Nokia aufgestellten Rekords von 65 TBit/s.

PLCN (Bild: Google)Der Name des Projekts lautet Pacific Light Cable Network (PLCN). Es wird verlegt vom Unterseekabelspezialisten TE Subcom zusammen mit Pacific Light Data Communication (PLDC), einem Breitbandanbieter aus Hongkong. Als leistungsstärkstes Transpazifikkabel soll es im Sommer 2018 funktionsfähig sein.

TE Subcom merkt an, dass die Übertragung in den Bändern C (1530 – 1565 nm) und L (1565 – 1625 nm) erfolgt, was gegenüber einem traditionell aufs C-Band beschränkten System verdoppelte Kapazität bedeute. Für Netzbetreiber PLDC stand statt der Technik vielmehr das Interesse von Facebook und Google im Vordergrund. Es handle sich um „ein starkes Signal“, dass PLCN die Kommunikationsbedürfnisse der Pazifik-Anrainer abdecken könne, ließ er wissen.

Google kommentierte, der Vorteil von PLCN sei es, dass es „darauf ausgelegt ist, sich abzeichnende Infrastruktur-Technik zu unterstützen, was uns freie Wahl bei der Auswahl von Netzwerkausrüstung und Aktualisierung von Glasfasertechnik ermöglicht, sobald diese verfügbar wird.“

Für Google ist es keineswegs die erste Beteiligung an einem Unterseekabel. Diesen Sommer nahm „Faster“ zwischen den USA und Japan den Betrieb auf, das ein Konsortium um Google mit 300 Millionen US-Dollar finanziert hat: Es erzielt einen Durchsatz von bis zu 60 TBit/s, von denen 10 TBit/s vorbehalten sind, um Nutzer schnellen Zugang zu seinen Diensten zu ermöglichen. Dazu gehörten auch Kunden von Google Apps und der Cloud Platform. Die zugrunde liegende Technik stammt überwiegend von NEC.

Neben PLCN und Faster gibt es drei weitere Unterseekabel, an denen sich der Konzern beteiligt. So finanzierte er 2008 ein Unity genanntes Kabel mit, das 2010 fertiggestellt wurde und ebenfalls zwischen den USA und Japan verläuft. Es liefert eine Bandbreite von 7,68 TBit/s. Ein weiteres Unterseekabel wird mit Googles Beteiligung seit Oktober 2014 zwischen Brasilien und den USA verlegt. Die 10.556 Kilometer lange Verbindung zwischen den brasilianischen Städten Santos sowie Fortaleza und Boca Ratón in Florida wird aus sechs Glasfaserpaaren mit einer Gesamtübertragungsleistung von 64 TBit/s bestehen. Der Bau soll Ende 2016 abgeschlossen sein.

[mit Material von Stephanie Condon, ZDNet.com]

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
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