Weltweiter PC-Markt schrumpft 5,7 Prozent im dritten Quartal

Eine geringe Nachfrage von Verbrauchern im Consumer-Segment sowie in aufstrebenden Märkten führt zum achten Rückgang in Folge. Lenovo behauptet sich nur noch knapp vor HP. Apple fällt indes hinter Asus zurück. Die sechs größten Anbieter kontrollieren inzwischen fast 78 Prozent des Markts.

PC-Hersteller haben im dritten Quartal 68,9 Millionen Computer ausgeliefert, 5,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Laut Gartner ist es der achte Rückgang in Folge. Es ist zudem die längste Flaute in der Geschichte der Computerbranche.

Das schwache Ergebnis begründen die Marktforscher mit einer geringen Nachfrage im Consumer-Segment sowie in aufstrebenden Märkten. Eigenen Umfragen zufolge besitze die Mehrheit der Verbraucher in den Industrieländern inzwischen drei verschiedene Computing-Devices. „Der PC hat für die meisten Verbraucher keine hohe Priorität, weswegen sie keine Notwendigkeit sehen, ihre PCs so häufig zu aktualisieren wie früher. Einige werden ihren PC möglicherweise nie mehr ersetzen.“

Der weltweite PC-Markt schrumpft im dritten Quartal um 5,7 Prozent (Bild: Gartner).Der weltweite PC-Markt schrumpft im dritten Quartal um 5,7 Prozent (Bild: Gartner).

In Entwicklungsländern sei nicht nur die Verbreitung von PCs gering, viele Verbraucher in diesen Regionen hätten zudem wenig Interesse an der Anschaffung eines Desktops oder Notebooks, da sie überwiegend mit Smartphones und Tablets arbeiteten. Für sie habe der PC deswegen eine geringere Bedeutung als für Nutzer in Industrieländern.

Die Zahlen zeigen aber auch, dass die Konsolidierung des PC-Markts weiter voranschreitet. Die sechs größten Anbieter kontrollieren inzwischen fast 78 Prozent des gesamten Markts. Lenovo ist mit einem Anteil von 20,9 Prozent und 14,4 Millionen verkauften PCs (minus 2,4 Prozent) weiterhin der größte Anbieter.

HP verkürzte zwischen Juli und September den Abstand zum chinesischen Konkurrenten um 0,5 Punkte. Seine Absatzzahlen steigerte das Unternehmen aufgrund einer hohen Nachfrage im Business-Segment um 2,3 Prozent auf 14,06 Millionen Einheiten. Dell erzielte sogar ein Plus von 2,6 Prozent auf 10,11 Millionen Einheiten, was einem Marktanteil von 14,7 Prozent entspricht. Auch Asus verzeichnete ein leichtes Plus von 2,4 Prozent und baute so seinen Anteil um 0,6 Punkte auf 7,8 Prozent aus. Zudem verdrängte es Apple und Acer auf Platz 5 und 6.

Der iPhone-Hersteller musste einen Rückgang seiner Mac-Verkäufe um 13,4 Prozent auf 4,9 Millionen Einheiten hinnehmen. Sein Marktanteil schrumpfte um 0,6 Punkte auf 7,2 Prozent. Auch Acer erlitt Einbußen im zweistelligen Prozentbereich.

Der US-Markt schrumpfte indes gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur leicht um 0,3 Prozent. Auch die EMEA-Region schnitt besser ab als der weltweite PC-Markt. Im asiatisch-pazifischen Raum brachen die Verkäufe jedoch um 7,6 Prozent ein. Trotzdem habe sich der Markt dort besser entwickelt als im dritten Quartal 2015.

Auch IDC hat vorläufige Zahlen für den PC-Markt vorgelegt. Demnach entwickelten sich die Verkaufszahlen besser als erwartet. Die IDC-Statistik weist ein Minus von 3,9 Prozent aus, weist aber ebenfalls auf eine zunehmende Konsolidierung und eine schwache Nachfrage in aufstrebenden Märkten hin.

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Stefan Beiersmann
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Neueste Kommentare 

8 Kommentare zu Weltweiter PC-Markt schrumpft 5,7 Prozent im dritten Quartal

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  • Am 12. Oktober 2016 um 11:11 von Jakob

    Sehr schön. Der PC Markt soll weiter schrumpfen.

    • Am 12. Oktober 2016 um 14:28 von Franky

      warum – was hast du davon? Bilden PCs nicht irgendwie auch das Rückrat der globalen wirtschaftlichen Stärke? Die momentane Entwicklung finde ich moderat.

      • Am 17. Oktober 2016 um 8:51 von PeerH

        Nein. PCs kosten insbesondere in Unternehmen extrem viel, sind im Betrieb extrem teuer – und bedürfen riesiger IT Abteilungen, damit der Käse überhaupt läuft.

        Das ist ganz sicher nicht ‚das Rückgrat der globalen wirtschaftlichen Stärke‘, sondern wher wine Geisel. Ein gutes System funktioniert einfach – ohne, dass man es ständig supporten muss.

        Einfach mal daran denken, was für riesige Aufwände bezüglich Sicherheit nötig sind, weil Windows nicht von Beginn an auf Sicherheit konzipiert wurde.

        Nein, ganz sicher ist Windows nicht das Rückgrat.

        • Am 17. Oktober 2016 um 9:53 von AppleKenner

          Tja, hunderttausende IT-Verantwortliche sind einfach zu blöd um die PeerH`sche Realität zu kapieren. Solche Arroganz von so einem Kasper ist schon sensationell. Ich überlege schon die ganze Zeit warum PeerH so enorm viel Zeit hier im Forum verbringen kann. Er müsste doch eigentlich ein ganz großer Player sein bei dem gigantischem Fachwissen. Wieso stehen den die Deppen von MS, Google, Samsung und Co. nicht bei ihm auf der Matte um betteln um Hilfe.

          • Am 17. Oktober 2016 um 10:35 von PeerH

            Kleine Denksportaufgabe für Dich: warum sollten ‚hunderttausende IT-Verantwortliche‘ daran etwas ändern, wenn doch sowohl ihr Status, als auch ihre Bedeutung direkt von der Mitarbeiteranzahl und ihrem Budget abhängt?
            Denk mal darüber etwas nach? Bist Du in der Lage diesen Qiderspruch zu erfassen?
            __
            Kleiner Tipp: Würde ein Offizier freiwillig auf Soldaten verzichten, wenn er dadurch degradiert würde?
            __
            Das ganze System stinkt, weil es auf falschen Zielvorgaben und Prioritäten beruht.
            __
            Ach ja: nur ein Bruchhteil meiner Erfahrung in diesen Dingen würde genügen, damit Du das verstehen könntest – aber ich bin skeptisch, dass Dir das gelingen wird. Weil Du zu sehr in diesem falschen System gefangen bist.
            __
            Du bist schlicht ‚betriebsblind‘ – man könnte Dir im Detail erklären, wo die Widersprüche sind, Du würdest dieses System dennoch verteidigen. Weil Du in diesem System aufgewachsen bist. Da ist alles Fremde per se schlecht. Weil es Unruhe bringt.
            __
            Na ja, und ich vermute, dass Du weit unterhalb des mittleren Management wirkst. Da fehlt dann natürlich der Blick von oben.

  • Am 17. Oktober 2016 um 9:35 von ckOne

    Schwachsinn wird nicht wahrer, weil man ihn oft wiederholt !
    Bei den Gesamtkosten sind 90% der Windows-PC’s dem iMac bei weitem überlegen, und Linux ist im Support noch teurer als Windows, sieht man ja auch an der großen Zahl der Öffentlichen Ämter die zurück zu Windows sind, weil der Support für Linux entweder nicht zu haben (Mangel an qualifizierten Supportern) oder schlicht und einfach zu teuer ist.
    Also sollten hier diverse Appletrolle sich zurückhalten, MacOS ist genauso schlecht wie Windows und bei größer werdender Zahl von Usern steigt auch die Anzahl der Schadsoftware und auch die Zahl der User die auch die super-tollen Angebote in der E-Mail klicken und das auch noch mit dem Adminpasswort bestätigen.
    Und wenn Windows in Firmen eingesetzt wird, sind die Userrechte, im Bezug auf Softwareinstallationen, genauso eingeschränkt wie bei MacOS, oder der Admin versteht sein Handwerk nicht.
    Und das MacOS stabiler läuft als Windows, gehört der Vergangenheit an, seit MacOS X stürzt das System mindestens genauso oft/selten ab, wie ein gut konfigurierter PC.

    • Am 17. Oktober 2016 um 10:45 von PeerH

      Das nennt man Lobby-Arbeit seitens Microsoft, und wenn Du daran denkst, dass Microsoft seine Deutschlandzentrale in München hat, wird Dir klar, wie die Dinge bezüglich Windows und Linux in den behörden liegen. Zumal die Entscheidung wenig transparent ist. Gelinde gesagt.

      Und es täte Dir gut, wenn Du solche Zahlen auch nur einmal, ein einziges mal mit Quellen hinterlegen würdest, anstatt diese Zahl im luftleeren Raum schweben zu lassen.
      __
      Und ja: Horrorgeschichten über OS X werden nicht wahr, weil Du sie x-mal durchkaust. ;-)
      __
      Ach herrje, ich sehe gerade – es schrieb das Brötchen, nicht der Bäcker. Hätte ich das früher gesehen, hätte ich auf diesen unqualifizierten Auswurf nicht reagiert. Da Dir fundamentale Basics bezüglich Windows fehlen, macht die Diskussion mit Dir keinen Sinn. ;-)
      __
      PS: Wie man es dreht und wendet – Windows Desktop Systeme sind extrem kostenintensiv, benötigen enorme Aufwände, um die Sicherheit der Systeme zu gewährleisten, und aktuell produzieren sie bei Kunden, die auf Win 10 migriert sind, enorme Schulungsaufwände und -kosten.
      __
      Und zumindest die privaten Anwender sind sich der Nachteile von win 10 bewusst, und üben sich in Kaufverweigerung. Die war so stark ausgeprägt, dass sie das Betriebssystem nicht mal (vermeintlich) kostenlos haben wollten. Die Höchststrafe für Microsoft.

      • Am 17. Oktober 2016 um 12:54 von ckOne

        Und er lügt und lügt und lügt !!!

        gilt für “ Am 17. Oktober 2016 um 10:45 von PeerH „

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