Amazon startet Förderprogramm für kleinere Händler

Amazons Förderprogramm soll Teilnehmer beim Einstieg in den Online-Handel und bei der internationalen Expansion unterstützen. Start des Programms ist im Januar 2017. Händler, die sich für das Förderprogramm interessieren, können sich bis zum 31. Dezember 2016 bewerben.

Amazon hat heute im Rahmen seiner jährlich stattfindenden Amazon Academy sein Förderprogramm „Unternehmer der Zukunft – lokal und um die Welt“ gestartet. Es soll speziell kleine Händler für das Digitalzeitalter fit machen. Das Programm soll Teilnehmern beim Einstieg in den Online-Handel und bei der internationalen Expansion helfen, wie die Initiatoren erklärten.

Unter dem Motto „Zukunft unternehmen“ unterstützt das Programm ausgesuchte kleine Händler mit bis zu 20 Mitarbeitern dabei, ihr Online-Geschäft auf- oder auszubauen und international erfolgreich zu werden. Den Teilnehmern stehen im Rahmen des Programms über drei Monate hinweg E-Commerce Profis sowie erfahrene Amazon Marketplace-Verkäufer zur Seite. Gemeinsam erarbeiten sie einen E-Commerce-Business-Plan und setzen ihn um.

Diskussionspanel der Amazon Academy in Berlin (Bild: Amazon).Diskussionspanel der Amazon Academy in Berlin (Bild: Amazon).

Händler lernen dabei, wie Kunden ihr Angebot im Internet finden, welche Produkte sich wie und wo verkaufen lassen, wie Artikel auf dem Amazon Marketplace gelistet werden, sowie erste Schritte zum Verkauf auf internationalen Webseiten. Ein Berater von Amazon Web Services führt zudem einen Leistungs-Check der bestehenden Händler-Websites und IT-Systeme durch. Amazons Infrastrukturen bieten den Unternehmern dabei die Basis für internationale Expansion, einfache Vermarktung und Logistik.

Das Programm startet im Januar 2017. Händler, die sich für das Förderprogramm interessieren, können sich ab sofort bis zum 31. Dezember 2016 unter www.amazon.de/unternehmerderzukunft bewerben. Die besten Händler können im Frühjahr 2017 den „Unternehmer der Zukunft“-Preis erhalten – ausgezeichnet von einer Jury aus Vertretern von Wirtschaftswoche, Amazon sowie Wissenschaft und Politik.

„Diese Zeiten ermöglichen nicht nur mehr, sie erfordern auch mehr Unternehmertum“, sagte Ralf Kleber, Country Manager von Amazon.de. Davon könne gerade Deutschland profitieren – viele Menschen begegneten der Zukunft bereits unternehmerisch. „Wir sehen bei unseren Partnern – Händlern, Entwicklern, Kreativen – einen enormen Willen, die Digitalisierung für ihren Erfolg zu nutzen.“ So hätten allein Händler auf dem Amazon Marketplace in Deutschland 90.000 Arbeitsplätze geschaffen. „Aber es gibt auch unendlich viele kleine und mittelgroße Firmen, die den Sprung noch wagen müssen“, so Kleber. Das Amazon Förderprogramm will dabei unterstützen, über das Internet die Welt als Marktplatz zu erschließen.

Ralf Kleber, Country Manager Amazon Deutschland (Bild: Amazon)Ralf Kleber, Country Manager Amazon Deutschland (Bild: Amazon)

„Grenzenlos denken, furchtlos handeln, Technologie nutzen und Fehler zulassen“ – das sind die vier Elemente, die laut Kleber den Erfolg von Unternehmern ausmachen. Im Rahmen der Academy diskutierten die Teilnehmer auch über die Veränderungen in vielen Branchen. „Die Antwort darauf kann nur mehr unternehmerisches Handeln sein“, sagte Prof. Dr. Dietmar Grichnik, Professor für Entrepreneurship und Direktor des Instituts für Technologiemanagement an der Universität St. Gallen. Der FDPBundesvorsitzende Christian Lindner forderte größere Offenheit gegenüber unternehmerischen Risiken: „Fehlermachen und Scheitern sind keine Schande – das müssen wir lernen.“

Die jährlich stattfindende Amazon Academy, eine zentrale Dialog- und Netzwerkveranstaltung des Unternehmens, bringt Menschen zusammen, die den digitalen Wandel mitgestalten wollen. 2016 stand mit „Amazon Academy – Zukunft der Möglichkeiten“ im Zeichen digitalen Unternehmertums. Darüber diskutierten im Berliner Café Moskau Wissenschaftler und Software-Entwickler, selbst-publizierende Autoren, Händler, Journalisten und Kulturschaffende.

HIGHLIGHT

Open Telekom Cloud: Ressourcen auf Abruf

Von Capex zu Opex: Mit IT-Kapazitäten aus der Cloud statt von eigenen Servern verwandeln Unternehmen gerade verstärkt starre Investitionskosten in dynamische Ausgaben, die sich dem Geschäftsverlauf anpassen – und werden damit flexibler. Immer beliebter: Infrastructure-as-a-Service (IaaS) aus der Open Telekom Cloud.

Tipp: Wie gut kennen Sie die Chefs der IT-Firmen? Testen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Themenseiten: Amazon, Online-Handel, Online-Händler

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin ZDNet
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Amazon startet Förderprogramm für kleinere Händler

Kommentar hinzufügen
  • Am 7. Oktober 2016 um 20:47 von Caroline

    Davon kann ich nur abraten. Bezos brüstete sich unlängst mit dem Spruch: alle anderen werden von der Klippe geschleudert. Amazon ist als unfair und unethisch verschrien. Kaum jemand weiß, dass Amazon alle seine Verträge aufgrund beliebiger Gründe jederzeit kündigen kann. Davon nimmt Amazon liebend gerne gebrauch und 1000 Händler im Monat verlieren bei Amazon den Account – fristlos. Wer sich nach hohen Investitionen und viel Arbeit nicht fristlos vor dem Aus sehen möchte – ohne Einkünfte die Umsatzsteuer und bereits georderte Ware zahlen ist fast unmöglich – sollte keine Geschäfte mit Amazon machen. Mir selbst wurde von Amazon mein ganzes Lager ausgeräumt und vernichtet – ohne Grund. Ich befand mich noch im ersten Jahr der Gründung – danach war ich runinert. Es hat sich herumgesprochen, dass Amazon die Händler ausspioniert und sie dann vernichtet

    • Am 8. Oktober 2016 um 15:21 von PeerH

      Und als Kunde muss man sich mit Faked ‚Anbietern‘ und Plagiaten herumärgern. Ich versuche Amazon zu meiden, wo es nur geht. Es gibt Alternativen.

      • Am 9. Oktober 2016 um 14:20 von Caroline

        Herzlichen Glückwunsch für Deine Erkenntnis und Meidung von Amazon. Sogar Gerichte haben Amazon jetzt schon Kundenfeindlichkeit bescheinigt. Amazon jagt nur die seriösen deutschen Händler die auch Umsatzsteuer bezahlen – die bekommen reihenweise wegen Verifikation (kein Händler der Opfer der Verifikation wurde – weiß so richtig wieso – es heißt ja nicht mehr als Adrssenabgleich)eine fristlose Sperrung des Accounts, der Ware und der Gelder = völliger Ruin. Nicht die Verbrecher und Geldwäscher werden von Amazon gejagt. Amazon kann man ja selbst in diese Kategorie einordnen. Kaum jemand weiß, dass die deutschen Händler von den Engländern und Amerikanern in Deutschland fast vollständig verdrängt wurden. Engländer und Amerikaner werden im Ausland geschult, wie sie die deutsche Umsatzteuer vermeiden können. Das geht bis zu 100.000 Euro Umsatz pro Firma, wenn die Ware an der deutschen Grenze liegt, wie zum bsp in tschechischen Amazonlager. Nicht selten, dass eine englische Familie pro Kopf diverse LTDs unterhält – ein Ehepaar mit 3 volljährigen Kindern, kann dann für 500.000 Euro Umsatzsteuerfrei in Deutschland verkaufen und den Wettbewerb in Deutschland zu Lasten der deutschen Händler verzerren. Deswegen beschweren sich auch immer mehr Käufer – sie bekommen dann ja keine Rechnung mit ausgewiesener Mwst. Ärgerlich wenn man selbständig ist und dann seine Umsatzsteuer für zum Bsp Büromaterial nicht gegenrechnen kann. Das Amazon noch immer so eine gute Presse hat – ist mir unvständlich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *