Bericht: BitTorrent entlässt beide CEOs

Es schließt sein Filmstudio in Los Angeles und den Streamingdienst BitTorrent Now. Das dürfte das Ende der erst im April begonnenen Neuausrichtung auf Medien und Streaming sein. Variety zufolge wurden Millionen Dollar ausgegeben, und die Lage geriet außer Kontrolle.

Das Unternehmen BitTorrent hat radikale Maßnahmen ergriffen, wie Variety meldet. Es schließt sein Filmstudio in Los Angeles und den Videostreamingdienst BitTorrent Now. Zugleich wurden die beiden CEOs Robert Delamar und Jeremy Johnson entlassen.

bittorrent-incDer bisherige Finanzchef Dipak Joshi übernimmt laut den Quellen der Publikation die Führung as Interims-CEO. Die Mitarbeiter sollen bereits per E-Mail benachrichtigt worden sein. Auch in der Belegschaft würden Kündigungen abgewickelt, heißt es. Delamar und Johnson gehören auch dem Board of Directors nicht mehr an.

BitTorrent Inc ist die Firma hinter einem Client für das Filesharing-Protokoll gleichen Namens. Sie entwickelt sowohl das Peer-to-peer-Protokoll (P2P) als auch die Clients BitTorrent und µTorrent federführend weiter – den letztgenannten entgegen früherer Praxis als Closed Source.

Erst vor Monaten, im April 2016, hatte das Unternehmen eine Ausrichtung auf Medien mit den beiden neuen CEOs angekündigt. Das Studio wurde ebenso geschaffen wie der werbefinanzierte Musik- und Videostreaming-Dienst BitTorrent Now, der übrigens die eigentliche P2P-Technik des Unternehmens gar nicht nutzte. Den Quellen von Variety zufolge wurden dafür Millionen Dollar verprasst. Die Situation sei vollkommen außer Kontrolle.

Für BitTorrent Inc wäre es nicht die erste Eskapade dieser Art. 2008 schloss es seinen Torrent Entertainment Store, nachdem es Millionen für die Lizenznahme von Filmen großer Studios ausgegeben hatte.

Mit Sync hat BitTorrent auch ein Werkzeug für Dateisynchronisation im Programm, das die Technik einsetzt, mit der das Unternehmen bekannt geworden ist. Erst im Juli gab es Pläne, Sync als eigenständiges Unternehmen ausgliedern und in Connect umzubenennen, um mit Diensten wie Dropbox zu rivalisieren. Mit dem Aus für die Medienangebote könnte es nun allerdings wieder an Bedeutung gewinnen.

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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