Youtube-App Go bringt erweiterte Offline-Unterstützung

Videos können damit heruntergeladen und via WLAN anderen Nutzern übergeben werden. Auch Bandbreitenbegrenzungen und Previews sieht das insgesamt verschlankte "Youtube für die nächste Generation" vor. Zunächst ist Youtube Go nur in Indien verfügbar.

Youtube hat eine App namens Youtube Go eingeführt, die – zunächst speziell für Nutzer in Indien – den Zugriff bei schlechter Netzabdeckung erleichtert. Das Android-Programm geht daher von Offline-Nutzung mit nur sporadisch verfügbarem Netz aus.

Anwender können in dem Programm Videos für späteres Ansehen abspeichern und auch eine maximale Datenmenge für Übertragungen festlegen. Zudem ermöglicht es, Videos in einer Preview-Version anzusehen, die Daten einspart.

Im Youtube-Blog schreibt die fürs Produktmanagement zuständige Vizepräsidentin Johanna Wright, eine Reise nach Indien habe den Anstoß für die Entwicklung der App gegeben. Dort gebe es oft nur langsame 2G-Verbindungen, und viele Nutzer hätten wenig leistungsstarke Smartphones.

Youtube Go ist daher auch ein schlankeres Programm als die normale Youtube-App. Es ermöglicht zudem eine direkte Weitergabe von Videos an andere Nutzer über WLAN, ohne erneut Daten vom Server zu laden. Die Android-App soll mittelfristig auch in anderen Ländern verfügbar werden – schließlich wird sie in der Ankündigung als „Youtube für die nächste Generation“ gepriesen.

Youtube Go (Bild: Youtube)

Googles indische Initiative wird durch einen Gastkommentar von CEO Sundar Pichai in der Zeitung Economic Times ergänzt. Er schreibt dort: „In einer Welt, in der Mobile zunehmend an erster Stelle steht, gibt Indien uns frühe Einblicke in die Zukunft des Internets. Zudem haben wir herausgefunden, dass die Probleme der Inder mit der Netzanbindung und mit Datenbegrenzungen universell sein können.“ Offline-Funktionen beispielsweise in Maps würden schließlich auch in Europa und den USA gern genutzt.

Wie Facebooks Internet.org hat Google Initiativen gestartet, um bisher nicht erschlossene arme Länder und entlegene Regionen an globale Telekommunikationsnetze anzubinden. Ein Aspekt sind die von der Stratosphäre aus funkenden Ballons von Project Loon, dessen Kommerzialisierung Google langsam anstrebt. Mit Google Station gibt es zudem eine aktuelle Initiative für Hotspots im öffentlichen Raum.

[mit Material von Jake Smith, ZDNet.com]

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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