Umfrage: Container lösen Java-VMs zunehmend ab

Von 2151 befragten Java-Entwicklern und IT-Profis setzen 22 Prozent Container bereits produktiv ein - und zwar überwiegend für neue Applikationen. Weitere 31 Prozent testen sie lokal. 11 Prozent halten Container für "größtenteils Hype" - aber nur 6 Prozent lehnen sie gänzlich ab.

Eine Umfrage von Lightbend deutet darauf hin, dass der Einsatz von Java Virtual Machines (Java-VMs) unter dem Trend, Anwendungen in Containern auszuführen, leidet. Das Unternehmen befragte 2151 Java-Entwickler und IT-Profis. 22 Prozent setzen bereits Container in der Produktion ein, weitere 31 Prozent experimentieren auf lokalen Systemen damit und 20 Prozent haben mit der theoretischen Evaluierung begonnen. Keinerlei Interesse an Containern haben nur 6 Prozent.

Umfrage zu Containern unter Java-Programmierern (Bild: Lightbend)Die meisten der Befragten vertreten selbst die Meinung, dass Container wahrscheinlich Java-VMs in Unternehmen ablösen werden – nämlich 57 Prozent. 32 Prozent sagten, sie seien sich nicht sicher. Eine Gruppe von immerhin 11 Prozent geht hingegen davon aus, dass Container „größtenteils ein Hype“ sind.

Jahrelang waren Java-VMs die Technik der Wahl, wollte man Anwendungen in exakt identischen Versionen (nämlich als Java-Bytecode) unter verschiedenen Betriebssystemen und auf verschiedenen Plattformen ausführen. Während Container diese Technik abzulösen drohen, sind sie zumindest aktuell noch nicht in jeder Hinsicht auf Augenhöhe – vor allem nicht bei der Sicherheit, wie ein Funktionsvergleich von Steven J. Vaughan-Nichols auf ZDNet.com Ende 2015 zeigte.

Die Lightbend-Umfrage sieht aber auch etwas größere Skepsis bei Java-Entwicklern. Beispielsweise ist die Akzeptanz von Containern bei ihnen mit 21 Prozent geringer als bei Scala-Entwicklern (31 Prozent).

Container werden der Umfrage zufolge überwiegend für neue Anwendungen eingesetzt – bei 60 Prozent der Container einsetzenden Befragten ausschließlich. Nur 40 Prozent derjenigen, die Container schon nutzen, verwenden sie auch für ältere Anwendungen.

Zusätzlich konstatiert Lightbend einen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Containern und von Microservices. 41 Prozent der Befragten, die Microservices nutzen, haben auch schon Container im Produktiveinsatz – während der Gesamtanteil wie erwähnt nur 22 Prozent beträgt. Unter Microservices sind in kleine Bestandteile zerlegte Cloudservices zu verstehen. Sie lassen sich unabhängig voneinander und von der zugrunde liegenden Architektur aktualisieren und warten.

Als nächster großer Markt gilt nun die Container-Orchestrierung. Hier würden gerade die Claims abgesteckt, kommentiert Lightbend. Seine Umfrage sieht Docker Swarm mit 37 Prozent in Führung, vor 28 Prozent der Gesamtteilnehmer, die Google Kubernetes einsetzen. Mit 14 Prozent folgt Marathon, eine Orchestrierungsplattform für Mesosphere DCOS und Apache Mesos.

[mit Material von Joe McKendrick, ZDNet.com]

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
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