Kaspersky Lab kündigt europäisches Zentrum für Forschung und Entwicklung in Irland an

Der Fokus der neuen Niederlassung in Dublin liegt auf der Entwicklung von Technologien zur Datenanalyse und maschinellem Lernen. Irland wurde aufgrund seiner Position als wichtiger europäischer Technologie-Standort gewählt, der Zugang zu zahlreichen hochqualifizierten IT-Experten und einem starken Netzwerk innovativer Technologieunternehmen bietet.

Kaspersky Lab hat die Eröffnung seines ersten europäischen Zentrums für Forschung- und Entwicklung (Research and Development Center) in Dublin, Irland, angekündigt. Der Standort wurde Aussagen des Unternehmens zufolge aufgrund Irlands Position als wichtiger europäischer Technologiestandort gewählt, der Zugang zu zahlreichen hochqualifizierten IT-Experten und einem starken Netzwerk innovativer Technologieunternehmen gewährt.

Der Fokus der neuen Niederlassung liegt auf der Entwicklung von Technologien zur Datenanalyse und maschinellem Lernen, die das Lösungsangebot für Unternehmen – mit einem Schwerpunkt auf Entdeckung und Analyse zielgerichteter Attacken – ausbauen. Kaspersky Lab wird zunächst rund fünf Millionen US-Dollar in das Büro in Dublin investieren, das in den nächsten drei Jahren 50 neue Arbeitsplätze bieten soll.Kaspersky Lab Firmensitz (Bild: Kaspersky)

Keith Waters, der von Kaspersky Lab zum Head of Engineering ernannt wurde, übernimmt die Leitung des Entwicklungsteams in Irland. Er machte seinen Abschluss in Computerwissenschaft am University College Dublin und weist mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Entwicklung analytischer Big-Data-Produkte auf Unternehmensebene auf.

„Dublin war aufgrund der Qualität und Dichte an Tech-Talenten – und natürlich wegen der dynamischen und attraktiven Lebensbedingungen – eine offensichtliche Wahl für das erste europäische Forschungs- und Entwicklungsbüro des Unternehmens“, so Nikita Shvetsov, Chief Technology Officer bei Kaspersky Lab. „Der Standort Dublin ermöglicht uns, unsere Zusammenarbeit mit anderen internationalen IT-Unternehmen zu erweitern. Wir möchten gerne der IDA Ireland für die großartige Unterstützung bei der Eröffnung des Büros danken.“

Der irische Premierminister Enda Kenny begrüßt die Pläne von Kaspersky Labs: „Die Entscheidung von Kaspersky Lab, einen wichtigen Teil ihrer Geschäftsprozesse hier in Irland zu etablieren, zeigt das Vertrauen in unsere talentierten Arbeitskräfte, unsere Wirtschaft sowie unser geschäftliches Umfeld. Mit der Ankündigung werden 50 hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen, mit denen ein Weltklasseprodukt des 21. Jahrhunderts aus Dublin geschaffen wird. Es ist auch ein Beleg für Irland als wichtiger Standort für den Bereich Cybersicherheitsforschung sowie ein Signal für andere Unternehmen, die auf der Suche nach qualifizierten Software-Programmierern und Datenexperten sind. Die in diesem Bereich nötige Tiefe und der Umfang hinsichtlich der Qualifikation werden von der Regierung berücksichtigt. Daher wird die neue Strategie für Bildung und Qualifikation sicherstellen, dass IT und digitale Fähigkeiten ein wichtiger Bestandteil aller Ebenen des Bildungssystems sein werden“.

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5 Kommentare zu Kaspersky Lab kündigt europäisches Zentrum für Forschung und Entwicklung in Irland an

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  • Am 9. September 2016 um 12:09 von C

    Mit oder ohne besonderer Steuer-Vereinbarung?

    Die Irische Regierung ist ja sehr den internationalen Unternehmen und weniger ihren Bürgern angetan… hat sie doch in 2014 bei Aufhebung der unsinnigen Firmen-Sitz NULL Besteuerung gleich mal eine 5-Jährige „Übergangs-Frist“ eingebaut für bestehende Unternehmen (also auch Apple) – und hat gleich im selben Atemzug angekündigt, andere Steuer-Vorteile (z. B. Steuerfreiheit auf Patent- und Lizenz-Erlöse) einzuführen. Wie passend, nicht wahr?

    Und dass der EU-Steuer-Zahler die Iren aus ihrem selbst verursachten Mist mit ca. 85 MRD EUR retten musste ist doch völlig egal. Die anderen EU-Länder erheben Steuern, von denen sie solidarisch was an Irland abgeben. Daher brauchen die Iren nicht mit der EU solidarisch zu sein, die EU-Vereinbarung im Vertrag legt Irland einseitig aus. Das ist das aktuelle Verständnis der Irischen Regierung, daher diese Firmen-Sitz Ansiedlung in das besagte Schema passt. Nur die irische Opposition sieht das anders – und korrekt.

    Mal sehen, wie solidarisch die besagten internationalen Unternehmen mit Irland sein werden, sollte Irland den Zugang zu den EU-Märkten (die Steuern erheben) versagt werden…oder deren Steuer-Tricks nicht mehr gelten.

    • Am 9. September 2016 um 13:49 von PeerH

      Wenn Kaspersky (und die anderen Konzerne) den reduzierten Steuersatz kriegen würde, dann würde die Anklage der EU Kommission in sich zusammenfallen – weil eben kein Wettbewerbsverzerrung gäbe. ;-)
      ___
      Deine Anklage Irland gegenüber ist doch sehr fragwürdig – denn in Deutschland werden für internationale Konzerne ebenfalls rote Teppiche ausgerollt – in Form von Subventionen.
      Schau einfach zum EGG (Erneuerbares Energie Gesetz), und welche Unternehmen diesbezüglich gefördert werden.
      ___
      Aber ansonsten bestätigt es Irlands Strategie, indem Technologiekonzerne angelockt werden – Kasperky nennt die Gründe:
      „Der Standort wurde Aussagen des Unternehmens zufolge aufgrund Irlands Position als wichtiger europäischer Technologiestandort gewählt, der Zugang zu zahlreichen hochqualifizierten IT-Experten und einem starken Netzwerk innovativer Technologieunternehmen gewährt.“ Steuerliche Gründe, oder rote Teppiche, dürften natürlich ebenfalls sehr wichtig sein.
      __
      Du wirst nun aber sicher auf Kasperky verzichten? Weil Du konsequent bist?
      Wie auch auf Microsoft, Intel, Adobe, Oracle, Intel Produkte?
      __
      Fände ich gut – kriegt AMD eine Chance?
      Oh: AMD hat in Dresden 2010 ein Bollwerk gegen Intel aufgebaut – aber bereits 2013 geschlossen?
      Man könnte auch auf die Idee kommen, dass es keine ‚Föderungen‘ mehr gab – aber das ist nur mein Hirngespinst. Nicht, dass Nokia das mal gremacht hätte, oder Samsung in Berlin.
      __

      Du kannst das doof finden, aber wenn Du das doof findest, solltest Du diejenigen verdammen, die das zulassen – und politisch hat in der EU keiner ein Interesse an einer Steuerharmonisierung. Kein Politiker (Ausnahme Die Linke!), und keine Regierung.
      Und deswegen wird es weiter Steuerdumping geben.

      • Am 9. September 2016 um 14:19 von C

        „besondere Steuer-Vereinbarung“ impliziert hier eine dedizierte, bilaterale Einzel-Steuer-Vereinbarung zwischen der Firma Kaspersky & dem Irischen Staat.

        Das solltest Du doch am Besten wissen, hat das doch Deine Lieblings-Firma auch getan seit 1991 bis 2014 – und wurde dafür richtigerweise gerügt, weil dieses eben nicht alle Firmen in Irland durften.

        Zwischen einem EINMALIGEN, BEFRISTETEN Anreiz / Zuschuss zum Start der Aktivitäten und einer gewährten Dauer-Subvention (1991 – 2014) besteht ein gewaltiger Unterschied. Diesen darfst Du Dir dann selbst erarbeiten…und auch die Summe, die Deine Lieblings-Firma in dieser Zeit illegal gespart hat.

        Dass der aktuelle Irische Haushalt negativ ist, muss Ich nicht erwähnen und die Irische Regierung gegen Irische Interessen handelt.

        Wie übrigens auch das Hessische Finanzministerium, dass aktuell nicht gegen Apple wegen der Verrechnungspreise ermitteln will. Hier ist aber das letzte Wort noch nicht gesprochen worden, Hr. Minister Dr. Thomas Schäfer!

  • Am 9. September 2016 um 15:48 von Judas Ischias

    Klar wird C auf Microsoft, Intel, Adobe, Oracle und Intel Produkte verzichten. Wie ich natürlich auch.
    Ich denke auch, dass sich C mir anschließen wird, und nur noch die guten Produkte von Apple kaufen, denn das ist ja die einzige Firma auf dem Erdball die solche Schweinereien nicht macht. LOL
    Zumindest erzählen das Cook und auch mindestens ein oder zwei Leute aus dem Forum.:D

    • Am 10. September 2016 um 13:16 von C

      @JI: Ganz genau.

      Gruß & schönes WE.

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