Neue Produktpläne: Snapchat tritt Bluetooth-Gruppe bei

Eine Mitgliedschaft ist nur für Anbieter von Bluetooth-Hardware verpflichtend. Mutmaßlich arbeitet das Unternehmen an einer Augmented-Reality-Brille. Ein Bild zeigte CEO Evan Spiegel schon vor einem Jahr mit einem mutmaßlichen Prototypen.

Snapchat ist der Bluetooth Special Interest Group (SIG) beigetreten, einer Branchenvereinigung für die Weiterentwicklung des Funkstandards Bluetooth. Damit zeichnet sich deutlicher denn je ab, dass es sein Geschäft in den Hardwarebereich auszuweiten plant – und zwar in Augmented Reality, wie die Financial Times zu wissen glaubt.

Snapchat (Bild: Snapchat)Schließlich habe Snapchat mit seinen „Lenses“ bereits eine Möglichkeit eingeführt, Videos beziehungsweise Fotografien und computergenerierte Grafiken zu kombinieren – eine bei 150 Millionen Nutzern beliebte Funktion, argumentiert die Wirtschaftszeitung. Sie verweist auch auf einen Bericht von CNET im März, wonach Snapchat für ein geheimes Entwickungslabor erfahrene Hardware-Entwickler von Logitech und Nokia angeworben hat.

Jedenfalls zählt die Bluetooth SIG Snapchat nun tatsächlich zu ihren Mitgliedern – und das Unternehmen hat auch eine Bluetooth-Kennung zugeteilt bekommen, könnte also Bluetooth-fähige Geräte auf den Markt bringen. Es wollte offiziell keinen Kommentar abgeben.

Business Insider hatte schon im Sommer 2015 über einen öffentlichen Auftritt von Snapchat-CEO Evan Spiegel mit einer mit Kameras ausgestatteten runden Brille berichtet, der sonst niemandem aufgefallen sei. Das Produkt könnte also schon seit über zwölf Monaten im Test sein.

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(Logo: Bluetooth SIG)In der Bluetooth SIG sind etwa Apple, Glass-Pionier Google, HoloLens-Hersteller Microsoft und Oculus‘ Mutterunternehmen Facebook vertreten. Die Mitgliedschaft ist verpflichtend, um Bluetooth-fähige Hardware auf den Markt zu bringen, nicht aber für Softwarefirmen, die sie für Übertragung nutzen.

2016 hat die Bluetooth SIG den kommenden Standard Bluetooth 5 vorgelegt, der zweimal so viel Reichweite und viermal so viel Geschwindigkeit bringen soll. Bedeutsam ist insbesondere für kleinere Geräte fürs Internet der Dinge (IoT), dass die zusätzliche Leistung nicht mit einem höheren Energieverbrauch erkauft wird.

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Themenseiten: Augmented Reality, Bluetooth, Messenger, Snapchat

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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