Google-Suche erfasst Inhalte von Android-Apps

Neben Gmail und Youtube ist zum Start auch Spotify kompatibel. Die Apps Evernote, Facebook Messenger und LinkedIn folgen demnächst. Es handelt sich um eine lokale Suche ohne Internetverbindung. Auf dem neuen LG V20 ist sie erstmals vorinstalliert.

Google hat in seiner Android-Such-App einen neuen Modus namens „In App“ eingeführt. Er findet Daten innerhalb installierter Apps, wenn diese kompatibel ausgelegt sind – beispielsweise Nachrichten, Telefonnummern, Aufgabenlisten und Kalendereinträge. Eine Internetverbindung wird nicht benötigt.

In-App-Suche  (Bild: Google)Zu der Handvoll kompatibler Apps gehören zum Start hauptsächlich solche von Google selbst, darunter Gmail und Youtube, aber auch Spotify. In den nächsten Monaten sollen laut dem Android-Entwickler Evernote, Facebook Messenger, Glide, Google Keep, LinkedIn und Todoist hinzukommen.

Die Funktion In Apps ist auf dem in Kürze in den Markt startenden Smartphone LG V20 vorinstalliert. Später soll sie durch ein Update der Such-App auch auf anderen Android-Modellen zur Verfügung stehen.

Mutmaßlich handelt es sich zugleich um eine der Funktionen, mit denen sich die diesjährigen Google-Nexus-Modelle abheben werden. Während Google früher bei der Nexus-Entwicklerreihe Wert auf ein möglichst unverfälschtes Betriebssystem legte, sollen die Modelle der eigenen Marke heuer erstmals besondere Zusatzfunktionen mitbringen. Der Name Nexus hingegen steht angeblich zur Disposition.

HIGHLIGHT

Von der APP-Economy zur API-Economy

Seit Smartphones den Markt erobert haben, gehören Apps zu unserem Alltag, und zwar in den verschiedensten Bereichen. Während sich Unternehmen derzeit mehr mit ihrer App-Strategie beschäftigen, beginnen innovativere Firmen damit, sich eine besser definierte Strategie zuzulegen, die sogenannte Apifizierungsstrategie des Geschäfts.

Die In-App-Suche bezieht sich auf nutzergenerierte Inhalte. Sie sollte daher nicht mit der Indizierung von Apps durch die Google-Suche verwechselt werden, die 2015 eingeführt wurde, aber bis 2013 zurückreicht. Dies ermöglicht es Googles Mobilsuche, etwa auf ein in einer Koch-App enthaltenes Rezept zu verweisen, wenn die fragliche App installiert ist.

Google ist zu einem der einflussreichsten Unternehmen weltweit aufgestiegen, indem es die beliebteste Websuche für Desktops schuf. Auf Smartphones und Tablets ist es aber nicht gleichermaßen dominant, da dort viele Anwender Apps nutzen, um Suchvorgänge durchzuführen, also direkt bei Amazon oder Wikipedia suchen. Im Jahr 2014 ist Googles Anteil am Umsatz mit Mobilsuche auf 64 Prozent zurückgegangen. Zwei Jahre zuvor waren es noch mehr als 82 Prozent, wie eMarketer festhielt.

Eine Wende könnten nun sprachbasierte Suchsysteme bringen – oder eben eine so umfassende Suchfunktion, dass Anwender sie lieber nutzen als einzelne Apps. Apple Spotlight durchsucht unter iOS neben dem Web ebenfalls auch nutzergenerierte Inhalte.

[mit Material von Natalie Gagliordi, ZDNet.com]

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