KI für Office 365: Microsoft übernimmt Genee

Es entwickelt einen persönlichen Assistenten für Online-Kalender. Er kann automatisch Terminvorschläge für Meetings machen. Ab September wird das Entwicklungsteam einschließlich der Gründer für Office 365 eingesetzt werden.

Microsoft hat die Übernahme von Genee angekündigt. Sie soll für einen unbekannten Preis zum 1. September 2016 abgeschlossen werden. Das Start-up ist auf mit Künstlicher Intelligenz (KI) ausgestattete Systeme für die Terminplanung spezialisiert.

Office-365-Logo (Bild: Microsoft)Das Entwicklungsteam von Genee wird in der Abteilung aufgehen, die für Office 365 zuständig ist. Sein bestehendes Angebot, das sich in Cloud-Kalendersysteme integrieren kann, wird eingestellt. Seine Grundidee ist es, die Planung von Meetings und anderen Terminen zu vereinfachen, indem ein virtueller persönlicher Assistent die Kalender der Beteiligten überprüft und geeignete Zeitpunkte vorschlägt.

Das Start-up war 2014 von Ben Cheung und Charles Lee gegründet worden. Beide sagen zu, nun für Microsoft zu arbeiten. Lee schreibt: „Wir halten Microsoft für den führenden Anbieter von Produktivitätslösungen für Einzelpersonen wie auch Unternehmen. Wir freuen uns daher, unsere Leidenschaft und Erfahrung in ein Team einzubringen, das neuartige Dienste auf Basis von Sprache und Daten erstellt.“

Für Microsoft hieß Corporate Vice President Rajesh Jha den Neuzugang willkommen: „Da wir zum Vorteil der Kunden weiter neue Produktivitätsfunktionen und -dienste entwickeln, wird uns das Genee-Team sicherlich helfen, mehr Intelligenz einzubringen.“

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Von den Mainframes der 1960er-Jahre bis zur gegenwärtigen cloud-orientierten Entwicklung haben sich Rechenzentren enorm gewandelt. Als Anwendungen missionskritisch wurden und Desktop-Server in professionelle Rechenzentren umgezogen wurden, nahm die Anzahl physischer Server in den Rechenzentren exponentiell zu.

Wie alle großen Technikfirmen setzt auch Microsoft auf Künstliche Intelligenz: Im Juni ließ sich das schon daran ablesen, dass sein CEO Nadella sechs Grundsätze für Künstliche Intelligenz vorschlug. Er erwartet eine „Partnerschaft der Zukunft“, in der Mensch und Maschine zusammenarbeiten. Die Menschen müssten weiterhin wesentliche Kompetenzen pflegen – wie Empathie, Kreativität und Verantwortlichkeit.

Funktionen für Künstliche Intelligenz stecken konkret etwa in Microsofts Azure Media Services, die Basis eigener Dienste sind, aber auch von Dritten gebucht werden können. Darunter fallen Gesichts- und Emotionserkennung. Auch die Höhepunkte eines Videos kann Azure Media Services automatisch bestimmen und aussagekräftige Zusammenfassungen erstellen.

Facebook hat dieses Jahr schon eine KI vorgestellt, die Personen in Videos erkennt. Sony machte KI zu einem Eckpfeiler seiner Strategie, und Apple übernahm kürzlich das Start-up Turi für rund 200 Millionen Dollar.

[mit Material von Jake Smith, ZDNet.com]

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