Google erhält Patent auf Smartphone-Drohne für Meetings

Sie ist laut Antrag beweglicher als fest installierte Systeme und schneller als ein Roboter. Der Quadcopter könnte ein Smartphone als Zentrale für Bewegungssteuerung und Übertragung aufnehmen. Mikrofon, Lautsprecher, Beamer und Display soll die Drohne auch transportieren.

Google hat vom US-Patentamt (USPTO) ein Patent für eine H-förmige Drohne als Lösung für Telekonferenzen zugesprochen bekommen. Sie würde eine oder mehrere Kameras, einen Projektor, Lautsprecher und ein Mikrofonsystem transportieren – und in einem möglichen Szenario auch ein Smartphone.

Das Konzept eines „unbemannten Luftfahrzeugs für Kollaboration“ hat Google zufolge gegenüber aktuellen Konferenzsystemen etwa von Cisco, HP oder Polycom den Vorteil, dass es nicht nur an einem Ort eingesetzt werden kann, wo es fest installiert ist.

Konzept eines Konferenz-Quadcopters (Bild: Google, via USPTO)Ein Roboter sei zwar ähnlich beweglich, argumentiert Google, verbrauche aber mehr Energie. Auch sei er etwa nicht in der Lage, Treppen zu nehmen. Der Quadcopter sei ein „bedeutender Fortschritt“ hinsichtlich Geschwindigkeit, Manövrierfähigkeit, Stromverbrauch und Zugang auch zu beengten Räumlichkeiten.

Die H-Form hat Google laut Antrag aus Gründen der Stabilität gewählt. Propeller sitzen jeweils an den vier Auslegern. In mehreren Skizzen ist ein von der Drohne vorderseitig herunterhängender Bildschirm zu sehen, während im Hintergrund ein Projektor sitzt, der auf den ersten Blick an den von Google Glass erinnert. Der Beschreibung zufolge wäre die Anzeige halb lichtdurchlässig, sodass Einblendungen des Projektors von hinten auf der Vorderseite zu sehen sind.

Wenig Details liefert der Antrag zum Kommunikationssystem, erwähnt aber die Möglichkeit, über eine Dockingstation an der Oberseite ein Smartphone einzubinden. Dies wäre dann die Elektronikzentrale für Steuerung, aber auch Audio- und Videoaufnahme. Google schreibt: „Das Smartphone kann Bilder des fernen Teilnehmers empfangen und sie durch einen integrierten Projektor sichtbar machen.“

Zu den geschilderten Konfigurationen gehört auch eine ohne Bildschirm. Der Projektor würde dann Bilder an eine Wand werfen. Zudem gibt es einen Aufbau mit zwei Spiegeln: Der erste würde Projektorbilder zu einem Bildschirm leiten, der zweite der Aufnahme des Meetingraums durch die Kamera dienen.

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Das US-Patent Nummer 9.409.645 nennt die Google-Mitarbeiter Clark Sopper, Adam Woodworth und Clayton Woodward Bavor Jr. als Erfinder. Der Antrag wurde im März 2015 eingereicht.

In Smartphones eingebaute Projektoren sind keine reine Zukunftsvision mehr: Lenovo hat mit dem Modell Smart Cast zumindest ein Konzept vorgelegt, und auch von Samsung gibt es zwei Beam genannte Smartphone-Modelle mit integriertem Projektor.

[mit Material von Liam Tung, ZDNet.com]

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