Hulu macht Fernsehshows kostenlos auf Yahoo verfügbar

Sie sind auf dem neuen Portal Yahoo View zu sehen. Hulu selbst konzentriert sich künftig auf Abodienste: Hier will es mit Amazon Prime Video und Netflix konkurrieren. Yahoo hat in den letzten Jahren mehrmals Übernahmegebote für Hulu abgegeben.

Hulu stellt sein kostenloses US-Streamingangebot ein. Zugleich erweitert es sein Distributionsabkommen mit Yahoo, wie Variety berichtet. Dort können Anwender aus den Staaten Fernsehshows künftig acht Tage nach der Erstausstrahlung bei den Sendern ABC, Fox oder NBC sehen.

Die Fehlermeldung zeigt, dass Yahoo View von Hulu-Servern kommt (Screenshot: ZDNet.de).Die Fehlermeldung zeigt, dass Yahoo View von Hulu-Servern kommt (Screenshot: ZDNet.de).Yahoo startet dazu mit Yahoo View ein neues werbefinanziertes Angebot. Neben den Inhalten von Hulu werden dort andere Lizenzprogramme zu sehen sein, darunter Anime-Trickfilme und koreanische Serien. Für das Unternehmen, das vor einer Übernahme für 4,8 Milliarden Dollar durch Verizon steht, bedeutet das einen wichtigen Prestigegewinn – und die Möglichkeit, neue Besucher anzuziehen.

Hulu hingegen gestaltet sich in einen reinen Bezahldienst um, der mit Amazon Prime und Netflix konkurrieren soll. Sein vor neun Jahren gestarteter kostenloser Kanal läuft in den letzten Wochen aus. Das Abo-Angebot können US-Nutzer für 7,99 Dollar monatlich mit „eingeschränkter Werbung“ und für 11,99 Dollar monatlich ohne Werbung buchen. Zusätzlich soll 2017 ein übers Internet gestreamter Hulu-Livesender starten, zu dessen Preis sich das Unternehmen noch nicht geäußert hat.

Vor knapp einem Monat war Time Warner bei Hulu eingestiegen. Das Studio zahlte 583 Millionen Dollar für einen Anteil von 10 Prozent. Bisher gehörte die Plattform den Studios Disney und 21st Century Fox sowie Kabelfernsehanbieter Comcast.

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Von den Mainframes der 1960er-Jahre bis zur gegenwärtigen cloud-orientierten Entwicklung haben sich Rechenzentren enorm gewandelt. Als Anwendungen missionskritisch wurden und Desktop-Server in professionelle Rechenzentren umgezogen wurden, nahm die Anzahl physischer Server in den Rechenzentren exponentiell zu.

Yahoo View wird unter view.yahoo.com mit dem Zusatz „featuring Hulu“ angeboten. Eine Mobile-Web-Version und Apps sollen folgen. Eine Internationalisierung dürfte hingegen aufgrund der rechtlichen Lage vorerst ausgeschlossen sein. Dennoch äußert sich Yahoos für Partnerschaften zuständiger Vizepräsident Phil Lynch zufrieden, künftig der „bevorzugte Partner“ von Hulu zu sein: „Video ist ein wichtiger Teil der Strategie von Yahoo, und wir bemühen uns, Anwendern, die besten digitalen Video-Inhalte zu liefern. Die Partnerschaft mit Hulu ist eine natürliche Erweiterung dieser Strategie.“

2011 bot Yahoo 2 Milliarden Dollar für Hulu, wie später durchsickerte. Die Eigentümer lehnten dies nach mehrmonatiger Bedenkzeit ab. Im Jahr 2013 soll Yahoo dann erneut Gespräche über eine Übernahme von Hulu geführt haben.

Nutzer aus Deutschland müssen technische Barrieren erwarten, falls sie versuchen, unter Verschleierung ihres Standorts auf das US-Angebot zuzugreifen. Hulu hatte 2014 begonnen, alle Zugriffe über VPN-Dienstleister zu blockieren. Das soll ausländische Zuschauer fernhalten, hindert aber auch berechtigte Nutzer innerhalb der USA daran, das Angebot über eine sichere Verbindung zu nutzen und so ihre Privatsphäre zu schützen.

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