Erster Satellit mit VR-Kamera startet Sommer 2017

Betreiber SpaceVR hat sich die Dienste des Nanoracks CubeSat Deployer gesichert. Der Satellit verfügt über zwei Kameras für Rundum-Streams. Sie sollen im Abonnement vertrieben werden und den Eindruck vermitteln, selbst im All zu schweben.

Die weltweit erste Virtual-Reality-Kamera im All liegt im Plan für einen Start im Sommer 2017. Darauf weist The Verge hin: Betreiber SpaceVR hat sich die Dienste von Nanoracks gesichert, um den Satelliten Overview 1 im kommenden Jahr in seine Umlaufbahn zu bringen.

Overview 1 (Bild: SpaceVR)Overview 1 ist mit zwei Kameras ausgestattet, die Rundumaufnahmen liefern. Er wird zunächst von SpaceX mit einem Dragon-Lasttransport auf die International Space Station (ISS) gebracht. Von dort aus befördert ihn Nanoracks‘ CubeSat Deployer in den Orbit.

SpaceVR hatte zunächst eine Finanzierung über eine Kickstarter-Kampagne versucht, die es abbrach, da schnell klar wurde, dass es das Ziel von 500.000 Dollar nicht erreichen würde. Damals war noch von einem Satelliten mit zwölf Kameras die Rede. Im April 2016 erhielt es nach eigenen Angaben eine Investition von 1,25 Millionen Dollar.

Der „weltweit erste Virtual-Reality-Kamera-Satellit“, so seine Beschreibung, wird würfelförmig und mit zwei Kameras ausgestattet sein. „Wir haben einen Sender, wir haben ein Haltungskontrollsystem, wir haben Reaktionsräder und Drehsensoren, um stabil zu bleiben, und wir haben eine Flugkontrollsoftware, die dem Satelliten Anweisungen erteilt, was er wann tun soll“, hatte SpaceVR-CEO Ryan Holmes im April geschildert.

HIGHLIGHT

Open Telekom Cloud: Ressourcen auf Abruf

Von Capex zu Opex: Mit IT-Kapazitäten aus der Cloud statt von eigenen Servern verwandeln Unternehmen gerade verstärkt starre Investitionskosten in dynamische Ausgaben, die sich dem Geschäftsverlauf anpassen – und werden damit flexibler. Immer beliebter: Infrastructure-as-a-Service (IaaS) aus der Open Telekom Cloud.

Das Unternehmen übernimmt die Kontrolle über den Satelliten, sobald er den CubeSat Deployer verlässt. Der Zugriff auf seinen Stream soll im Abonnement verkauft werden. Holmes sagt, der Betrachter werde den Eindruck haben, selbst im All zu schweben.

HTC erwartet, dass Virtual Reality erst in drei bis fünf Jahren den Massenmarkt erreichen wird. Anbieter wie es selbst, die Facebook-Tochter Oculus oder auch Google bringen sich heute mit ersten Angeboten in Position.

Zu den interessanteren frühen VR-Anwendungen zählt die „Ikea VR Experience„, mit der Kunden der schwedischen Möbelkette eine Küche in VR erleben können, bevor sie sie kaufen. Dabei ist es möglich, die Oberfläche der Möbel zu wechseln, sich durch die Küche zu bewegen und auch Schubladen oder Regaltüren zu öffnen. Eine besonders interessante Idee besteht darin, dass sich die Größe des virtuellen Küchenbenutzers justieren lässt, sodass man sie auch aus Kinderperspektive ansehen kann.

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Themenseiten: SpaceVR, Virtual Reality, Wearable

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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