Xiaomi stellt sein erstes VR-Headset vor

Die Brillenfassung nimmt Smartphones beliebiger Fabrikate mit 4,7 bis 5,7 Zoll Diagonale auf. Die Halterung wird durch einen Reißverschluss geschlossen. Tester zahlen für die Mi VR Play umgerechnet 15 Cent.

Xiaomi hat eine Virtual-Reality-Brille vorgestellt, die es Mi VR Play nennt. Darauf weist The Verge hin. Sie ist smartphonebasiert, beschränkt sich aber anders als etwa bei Samsung nicht auf eigene Modelle: Laut Hersteller passen alle Smartphones mit einer Bildschirmgröße zwischen 4,7 und 5,7 Zoll.

Ein Pluspunkt von Xiaomi-Produkten ist oft der Preis. Das Mi VR Play wird zunächst für einen Yuan oder umgerechnet nicht einmal 15 Eurocent verkauft – allerdings nur an Betatester. Wie viele Nutzer sich für das Testprogramm anmelden können, ist nicht bekannt – und auch nicht, was die Brillenfassung später auf dem freien Markt kosten soll.

Mi VR Play (Bild: Xiaomi)

Angemeldet haben sich dem Hersteller zufolge bereits eine Million Chinesen: Das Programm wurde dort am 1. August eröffnet. Damit ist Xiaomis ausdrückliches Ziel fast schon erreicht, „VR-Erfahrungen einem weit größeren Publikum zugänglich“ zu machen. In China sei diese Technik „noch im Anfangsstadium“.

Von anderen smartphonebasierten VR-Brillen unterscheidet sich die Mi VR Play durch die Aufnahme für das Mobiltelefon, das durch einen Reißverschluss fixiert wird. Außerdem verspricht das Unternehmen „mutige Farben und Muster“, darunter Vincent van Goghs „Sternennacht“ und eine Blue-Jeans-Textur. Auf der Produktseite dominiert dennoch die schwarze Version.

Mit der von Xiaomi kürzlich angekündigten Neuausrichtung auf bessere und hochpreisige Smartphones hat die Brille erst einmal nichts zu tun: Das chinesische Unternehmen will sich als Premium-Marke etablieren. Es reagiert nach eigenen Angaben auf Nachfragen seiner Kunden. Damit folgt Xiaomi dem Beispiel seines Mitbewerbers Huawei.

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Die Mi VR Play rivalisiert vielmehr mit dem Google-Cardboard-Ökosystem, das längst nicht mehr nur Brillen aus Karton (und sogar Cornflakes-Packungen) umfasst. Googles offizielle Cardboard-Variante kostet hierzulande übrigens 15 Euro bei Abnahme von zwei Exemplaren. Als Beispiel für eine hochpreisigere VR-Brille mit Smartphone-Bildschirm kann Samsungs Gear VR dienen. Sie wurde bisher über eine Million Mal verkauft, wie Technologiepartner Oculus ermittelt hat. Der Preis wurde im Herbst 2015 auf 99 Dollar halbiert.

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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