Früherer Lumia-Kameraspezialist kehrt zu Nokia zurück

Juha Alakarhu war einer der Erfinder der PureView-Technik. Er leitet künftig die für die professionelle Rundum-Kamera Ozo zuständige Abteilung. Vor ihm hatten sich Ari Partinen zu Apple und Tero Vuori zu Intel verabschiedet.

Einer der Kameraspezialisten der Windows-Smartphone-Reihe Lumia ist von Microsoft zu Nokia zurückgekehrt. Wie Recode berichtet, wird sich Juha Alakarhu dort mit VR-Technik beschäftigen.

Microsoft und Nokia (Bild: Microsoft)Dem Bericht zufolge übernimmt er die Leitung der Abteilung, die für die professionelle Rundum-Video-Kamera Ozo zuständig ist. Ozo ist zum Preis von rund 60.000 Dollar erhältlich. Jede der acht Einzelkameras hat einen Aufnahmewinkel von 195 Grad und eine Blende von f/2.4. Die Empfindlichkeit entspricht standardmäßig ISO 400 und lässt sich in zehn Schritten verstellen.

Videos nimmt die Ozo mit 30 Frames pro Sekunde auf. Sie werden auf SSD-„Medienmodulen“ mit je 500 GByte Kapazität abgelegt, jedes hat also Platz für 45 Minuten Aufnahme. VR-Studios können damit nicht nur Rundumvideos aufnehmen, sondern sie auch live streamen.

Alakarhu war einer von vier Autoren eines Forschungsberichts, in dem Nokia einst seine Technik PureView beschrieb – neben Ari Partinen, der heute für Apple tätig ist, Tero Vuori (inzwischen bei Intel) und Eero Salmelin (weiter bei Microsoft). PureView ist eine Oversampling-Technik, die ein extrem hochauflösendes Bild mit bis zu 41 Megapixeln auf eine hochwertige Aufnahme mit üblichen Auflösungen um 10 Megapixel herunterrechnet.

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Nokia-Smartphone mit 41-Megapixel-Kamera - hier noch das 808 PureView (Bild: News.com)Alakarhu entwickelte diese PureView-Technik nicht nur mit, er trat auch häufig auf Nokia-Veranstaltungen auf, um die Kameratechnik der Lumia-Smartphones zu demonstrieren, wie The Verge in Erinnerung ruft.

Microsoft hat gerade neuerlich 2850 Stellen gestrichen. Erneut ist auch der von Nokia zugekaufte Hardware-Bereich betroffen. Das Smartphone-Betriebssystem Windows Phone konnte sich auch nach der Erneuerung als Windows 10 Mobile bisher kaum am Markt durchsetzen. Microsofts Hoffnungen scheinen hier nun auf einem „Surface Phone“ zu ruhen, dessen Entwicklung mit drei Varianten ein Team um Panaos Panay übernommen hat – und nicht etwa frühere Nokia-Beschäftigte.

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Themenseiten: Digitalkamera, IT-Jobs, Microsoft, Nokia, Smartphone, Virtual Reality, Window 10

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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