Sonys Handysparte: erstes profitables Juniquartal seit 2013

Die Smartphoneverkäufe sind aber erneut rückläufig. Kostensenkungen als Folge von Restrukturierungsmaßnahmen steigern jedoch die Profitabilität. Der Konzerngewinn bricht trotzdem um 42 Prozent ein.

Sonys Handysparte hat im ersten Fiskalquartal 2016 einen operativen Gewinn von 400 Millionen Yen (3,5 Millionen Euro) erwirtschaftet. Es sind die ersten schwarzen Zahlen des Geschäftsbereichs in einem Juniquartal seit 2013. Die Smartphone-Verkäufe waren jedoch erneut rückläufig.

Sony (Bild: Sony)Das Minus begründet Sony mit einem Rückgang der Absatzzahlen im mittleren Preissegment. Zudem habe Sony schon im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2015 Maßnahmen ergriffen, um sein Smartphone-Portfolio in nicht rentablen Regionen anzupassen, was zu einer weiteren Abnahme der Verkäufe geführt habe.

„Die Profitabilität hat sich vor allem durch einen verbesserten Produktmix, Kostensenkungen als Folge von Restrukturierungsmaßnahmen und einen deutlichen Rückgang von Restrukturierungskosten erhöht“, teilt Sony mit. Ob das allerdings auch für einen Gewinn im Geschäftsjahr 2016 reicht, bleibt abzuwarten. Die Jahresbilanz wirft schon seit 2012 nur Verluste für die Mobilsparte aus.

Der operative Konzerngewinn brach trotz des guten Ergebnisses der Smartphonesparte um 42 Prozent auf 56,2 Milliarden Yen (492 Millionen Euro) ein. Auch der Umsatz fiel geringer aus als im Vorjahreszeitraum. 1,6 Billionen Yen (14,02 Milliarden Euro) entsprechen einem Minus von 10,8 Prozent.

Für den deutlichen Gewinnrückgang machte Sony die Halbleitersparte verantwortlich. Sie meldete einen operativen Verlust von 43,5 Milliarden Yen (381 Millionen Euro). Im Vorjahreszeitraum erwirtschaftete Sony mit dem Verkauf von Halbleitern einen operativen Profit von 32,7 Milliarden Yen. Das Ergebnis verschlechterte sich in zwölf Monaten also um 76,2 Milliarden Yen (667,7 Millionen Euro).

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Die Chipsparte wiederum litt unter den Folgen eines Erdbebens in der Region Kumamoto im April 2016. Es verursachte Kosten in Höhe von 13,6 Milliarden Yen. Aber auch sinkende Verkaufszahlen für Digital- und Videokameras belasteten das Ergebnis.

Noch im Februar hatte Sony CEO Kazuo Hirai eine düstere Zukunft für die Smartphonebranche vorausgesagt. Ähnlich wie normale Handys vor zehn Jahren stünden nun Smartphones „an einem Scheidepunkt“. Schon jetzt gebe es „keine wesentlichen Innovationssprünge“ mehr. Auch Virtual Reality sei außerhalb des Heim- und Spielebereichs kein neuer Trend für Smartphones. Im Videospiel- und Unterhaltungsbereich werde Sony VR aber ausgiebig nutzen.

Im laufenden Geschäftsjahr 2016 rechnet Sony mit einem Überschuss von 300 Milliarden Yen bei Einnahmen von 7,8 Billionen Yen. Die Bilanz des Geschäftsjahrs 2015 (bis 31. März 2016) wies einen Überschuss von 147,8 Milliarden Yen und 8,1 Billionen Yen Umsatz aus.

[mit Material von Asha McLean, ZDNet.com]

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Stefan Beiersmann
Autor: Stefan Beiersmann
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