LogMeIn übernimmt Citrix GoTo für 1,8 Milliarden Dollar

Das neue Gemeinschaftsunternehmen hat einen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Dollar. Es bedient zudem weltweit mehr als 2 Millionen Kunden. Schon im ersten Jahr rechnet LogMeIn mit Kosteneinsparungen durch Synergien in Höhe von 65 Millionen Dollar.

Citrix verkauft seinen Geschäftsbereich GoTo an einen seiner wichtigsten Konkurrenten. Einer Pressemitteilung von LogMeIn zufolge beträgt der Kaufpreis rund 1,8 Milliarden Dollar. Die Zustimmung von Regulierungsbehörden und Aktionären vorausgesetzt, soll die Transaktion im ersten Quartal 2017 abgeschlossen werden.

Logo LogMeIn (Bild: LogMeIn)Den Jahresumsatz des neuen Unternehmens schätzen LogMeIn und Citrix auf über eine Milliarde Dollar. Zudem verfügen sie zusammen über mehr als 2 Millionen Kunden weltweit. Anleger reagierten durchweg positiv auf die geplante Akquisition. Der Kurs der LogMeIn-Aktie kletterte im nachbörslichen Handel um 17 Prozent auf 82,06 Dollar, was einem neuen 52-Wochen-Hoch entspricht.

Bill Wagner, CEO und President von LogMeIn, übernimmt die Leitung des Gemeinschaftsunternehmens. Ihm steht als CFO sein bisheriger Chief Financial Officer Ed Herdiech zur Seite. Der neue Aufsichtsrat setzt sich aus 5 Direktoren von LogMeIn und 4 Mitgliedern des Bord of Directors von Citrix zusammen – Chairman wird der LogMeIn-Direktor Michael Simon. Allerdings werden nach Abschluss der Transaktion etwa 50,1 Prozent des Unternehmens den Citrix-Aktionären gehören und etwa 49,9 Prozent den Anteilseignern von LogMeIn.

Im ersten Jahr rechnet das Management mit Kosteneinsparungen durch Synergien von etwa 65 Millionen Dollar. Ab dem zweiten Jahr sollen die Ausgaben um 100 Millionen Dollar sinken. Die Bruttomarge soll schon im ersten Jahr auf rund 35 Prozent ansteigen.

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Von den Mainframes der 1960er-Jahre bis zur gegenwärtigen cloud-orientierten Entwicklung haben sich Rechenzentren enorm gewandelt. Als Anwendungen missionskritisch wurden und Desktop-Server in professionelle Rechenzentren umgezogen wurden, nahm die Anzahl physischer Server in den Rechenzentren exponentiell zu.

„Wir freuen uns sehr über diesen transformativen Zusammenschluss und die großen Vorteile für unsere Kunden, Mitarbeiter und Anteilseigner“, wird LogMeIn-CEO Bill Wagner in einer Pressemitteilung zitiert. „Beide Unternehmen haben leidenschaftliche Mitarbeiter, die sich der Entwicklung von einfach zu nutzender Software verpflichtet haben, die die Art, wie wir uns mit Menschen, Geräten, Apps und Produkten verbinden, vereinfacht. Die zusätzliche Größe des Gemeinschaftsunternehmens wird es uns erlauben, Innovationen zu beschleunigen, um bessere Ergebnisse für unsere Kunden zu erzielen und ein überzeugendes Finanzmodell zu schaffen, das unsere Aktionäre belohnt.“

„Da wir bereits an der Abspaltung von GoTo gearbeitet haben, erwarten wir einen reibungslosen Übergang“, ergänzte Citrix-CEO Kirill Tatarinov. „Aus unserer Sicht erlaubt uns die Transaktion, unsere strategische Ausrichtung zu schärfen und die operative Effizienz und auch die Umsetzung unserer Strategie zu verbessern.“

Im November 2015 hatte Citrix die Auslagerung seiner GoTo-Produktfamilie in ein eigenständiges Unternehmen angekündigt. „Die Nagelprobe war einfach. Falls eine Produktinvestition oder –funktion einen direkten Bezug zur Strategie hat, behalten wir sie oder investieren verstärkt darin. Wenn es nicht zur Strategie gehört, haben wir einen Plan zum Ausstieg entwickelt“, sagte der damalige Citrix-CEO Robert Calderoni. Die Abspaltung sollte eigentlich in der zweiten Jahreshälfte erfolgen.

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