Elektro-Auto: Apple-Veteran soll Titan-Projekt retten

Bob Mansfield übernimmt angeblich die Leitung des Auto-Projekts. Unter CEO Steve-Jobs war der Manager der Chef der Hardwareentwicklung. Er soll außerdem als Berater an der Entwicklung der Apple Watch beteiligt gewesen sein.

Apple hat die Leitung seines Elektro-Auto-Projekts Titan angeblich dem ehemaligen leitenden Manager und Hardware-Entwickler Bob Mansfield übertragen. Das will das Wall Street Journal von nicht näher genannten Quellen erfahren haben. Demnach berichten schon seit Anfang des Monats alle Manager des Auto-Projekts direkt an Mansfield.

Apple-Logo (Bild: Apple)Mansfield, der seit 1999 für Apple arbeitet, war unter dem früheren CEO Steve Jobs einer der führenden Manager. 2013 schied er jedoch aus dem Executive Team aus und übernahm beratende Funktionen. Seitdem arbeitete er an „speziellen Projekten“ wie der Apple Watch. Zuletzt sei Mansfield jedoch nur noch gelegentlich im Unternehmen gesehen worden, heißt es weiter in dem Bericht.

In seinen ersten Jahren bei Apple war Mansfield vor allem für die Entwicklung von Hardware verantwortlich. Unter seiner Leitung entstanden Produkte wie das MacBook Air, der Desktop-Computer iMac und auch das Tablet iPad. Weder Apple noch Mansfield selbst wollten laut WSJ die Personalie kommentieren.

Offiziell hat Apple die Arbeit an einem Elektroauto nie bestätigt. Schon im Februar 2015 hatte Bloomberg berichtet, Apple baue die für Titan zuständige Entwicklungsabteilung aus, um spätestens 2020 mit der Produktion beginnen zu können. Anfang 2016 registrierte Apple zudem die Domains Apple.car und Apple.auto, die es aber ebenso für sein Infotainmentsystem CarPlay nutzen könnte.

Im Januar 2016 meldete das Wall Street Journal schließlich, Apple habe den Chef des Projekts verloren. Der ehemalige Ford-Manager Steve Zadesky, der ebenfalls 1999 zu Apple wechselte, habe das Unternehmen aus persönlichen Gründen verlassen. Mit seiner Leistung habe der Weggang nichts zu tun.

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Im April sollen BMW und Daimler Gespräche mit Apple über die gemeinsame Entwicklung eines Elektroautos abgebrochen haben. Angeblich konnten sich die deutschen Autobauer nicht mit Apple darauf einigen, wer die Kontrolle über die mit den Fahrzeugen gesammelten Daten erhält. Differenzen soll es auch bei der Frage gegeben haben, wer das Projekt leiten sollte.

Der Verlust von Zadesky soll das Projekt zudem um mindestens ein Jahr verzögert haben. Laut The Information ist mit der Einführung eines Elektroautos von Apple nun frühestens im Jahr 2021 zu rechnen. Diese Verzögerung könnte nun auch der Grund für die Ernennung von Mansfield zum Projektleiter sein – möglicherweise soll eine neue Führung nun eine termingerechte Fertigstellung gewährleisten.

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Stefan Beiersmann
Autor: Stefan Beiersmann
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