Französische Datenschutzbehörde CNIL mahnt Microsoft wegen Windows 10 ab

Sie kritisiert vor allem eine "übermäßige" Datensammlung ohne Einwilligung der Nutzer. Außerdem seien Anwenderdaten nicht ausreichend geschützt. Microsoft hat nun drei Monate Zeit, die Forderungen der Behörde umzusetzen. Kommt es ihnen nicht nach, drohen ihm Strafmaßnahmen.

Die französische Datenschutzbehörde Commission Nationale de l’Informatique et des Libertés (CNIL) hat Microsoft am Mittwoch wegen Datenschutzvergehen im Zusammenhang mit Windows 10 abgemahnt. Sie weist den Konzern an, „damit aufzuhören, exzessiv Daten zu sammeln und das Surfverhalten der Nutzer ohne deren Einwilligung aufzuzeichnen“. Außerdem fordert die CNIL, dass „Microsoft ausreichende Maßnahmen ergreift, um die Sicherheit und Vertraulichkeit von Nutzerdaten sicherzustellen“.

Windows 10 Privacy (Bild: ZDNet.de)Die französischen Datenschützer stützen ihre Beschwerde auf die Ergebnisse von sieben Einzeluntersuchungen, die zwischen April und Juni dieses Jahres durchgeführt wurden. Sie haben auch mit Microsoft-Vertretern direkt gesprochen, um sicherzustellen, dass sich das Unternehmen an das französische Datenschutzrecht hält.

Insgesamt zählt die Behörde nun fünf Beschwerdepunkte auf. Als erstes stellt sie fest, dass „das Sammeln von diagnostischen und Nutzerdaten über die Telemetriedienste“ zwar zulässig ist, aber die Voreinstellungen von Windows 10, durch die weitere Informationen gesammelt werden, zu weit gehen. Konkret heißt es, das Sammeln von „Daten aller Apps, die der Nutzer heruntergeladenen und auf dem System installiert hat,“ sowie das Erfassen der Zeit, wie lange jede dieser Anwendungen genutzt wurden, sei „übertrieben“.

Ein zweiter Kritikpunkt ist mangelnde Sicherheit. Hierzu führt die CNIL aus, dass Anwender einen vierstelligen PIN festlegen können, um sich bei Online-Diensten zu authentifizieren, und so auch Zugang zum Microsoft-Konto erhalten, in dem alle im Store getätigten Einkäufe einschließlich der verwendeten Zahlungsarten aufgelistet sind. Das Problem bestehe darin, dass die Zahl der Anmeldeversuche mit der vierstelligen PIN nicht limitiert sei. Angreifer könnten dadurch theoretisch mittels Brute-Force-Methode den richtigen Code erraten. Letztlich seien die Nutzerdaten dadurch nicht sicher.

Die Datenschutzbehörde wirft Microsoft auch vor, dass die standardmäßig in Windows 10 aktivierte Werbe-ID es Windows- und Drittanbieter-Apps erlaube, das Surfverhalten des Nutzers zu überwachen und darauf basierend zielgerichtete Werbung auszuliefern. Die dafür nötige Einwilligung des Nutzers hole Microsoft nicht ein. Ebenso stört sich die CNIL daran, dass Microsoft ohne angemessene Hinweise Werbe-Cookies auf dem Rechner zulasse und der Nutzer keine Möglichkeit habe, diese zu blockieren.

Abschließend kritisieren die Datenschützer, dass Daten französischer Windows-Anwender weiterhin auf „Safe Harbor-Basis in die USA übertragen werden, obwohl das zugrunde liegende Abkommen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten Anfang Oktober 2015 vom Gerichtshof der Europäischen Union kassiert wurde.

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Microsoft hat nun drei Monate Zeit, die Forderungen der CNIL umzusetzen. Sollte es diese Frist verstreichen lassen, drohen ihm Sanktionen. Wie diese aussehen könnten, hat die Datenschutzbehörde bisher aber nicht mitgeteilt.

„Wir werden in den kommenden Monaten eng mit der CNIL zusammenarbeiten, um ihre Bedenken umfassend zu erörtern und für sie akzeptable Lösungen zu finden“, erklärte Microsofts stellvertretender Chefsyndikus, David Heiner, gegenüber ZDNet.com. Man arbeite bereits daran, die Bedingungen des neuen Datenaustauschabkommens Privacy Shield zu erfüllen, und werde nächsten Monat aktualisierte Datenschutzbestimmungen veröffentlichen.

Zuvor war die CNIL bereits gegen Google und Facebook vorgegangen. Dem Social Network setzte sie im Februar ebenfalls eine Frist von drei Monaten, um bestimmte Übertragungen von Daten in die USA zu stoppen. Ob es die Forderungen erfüllt hat, ist nicht bekannt. Jedoch sind bisher noch keine Klagen gegen Firmen öffentlich geworden, die sich in Frankreich noch auf Safe Harbor beziehen.

[mit Material von Ed Bott, ZDNet.com]

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14 Kommentare zu Französische Datenschutzbehörde CNIL mahnt Microsoft wegen Windows 10 ab

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  • Am 21. Juli 2016 um 13:47 von PeerH

    Da schau her – die Franzosen sind konsequenter als wir in Deutschland – gut so.
    Dem Datenschutz wird es dienlich sein.

  • Am 21. Juli 2016 um 18:09 von Punisher

    Ein Schritt in die richtige Richtung!

  • Am 22. Juli 2016 um 11:56 von C

    Richtig so!

    Ein OS sollte sich auf seine Kern-Funktionen beschränken – und nicht (mit unnötigem Code) seinen Nutzer ausspionieren, damit der OS-Hersteller mit den gewonnenen User-Daten Gewinn-Maximierung betreibt.

    Mal sehen, was unser @PeerH zum Datenschutz schreiben wird wenn er erfährt, dass ab iOS-10 die Apfel-Firma (per Opt-IN) auch stärker Kunden-Daten sammeln will…als das was die sowieso schon heute sammelt. Und Tim Cook behauptete ja, dass nur die Such-Konkurrenz Daten sammeln würde, seine Firma lebe nicht vom Daten-Sammeln. Komisch nur, dass seine Firma genau das jetzt stärker machen will was sie bei anderen zuvor so verteufelt hat. Und – es ist nur der Anfang. Da wird noch viel mehr kommen…

    „…was kümmert mich mein Geschwätz von Gestern…“

    Und genauso wenig darf man diesen Werbe-Sprüchen glauben!

    • Am 22. Juli 2016 um 14:38 von PeerH

      Was soll ich dazu sagen, Du hast das Stichwort bereits genannt: Opt-in. Der Nutzer muss das explizit einschalten – bei Windows ist explizit bereits jegliche Schnüffelfunktion aktiviert.
      Opt-in macht den Unterschied.
      Und eben, dass Apple klar sagt, wozu die Daten dienen – zur Produktverbesserung – und nicht für personalisierte Werbung, Googles Geschäftskonzept, und zusehends auch das von Microsoft.
      Wer keine Daten beisteuern will, der schaltet die Funktion einfach nicht ein.
      Google und Microsoft können sich Opt-in aber eben nicht leisten, weil sie sonst weniger Umsatz generieren. Apple reichen einige Prozent Freiwilliger für die Produktverbesserung. Google/Micrososoft müssen so viele wie möglich erfassen – jeder Nutzer weniger bedeutet weniger Umsatz.
      DAS ist der Unterschied.
      Es ist eben verwerflich, dass man sich erst dreist bedient, und hinterher sagt: Du hättest das abschalten können. Irgendwo in den Geweiden des Betriebssystems – wenn Du die Stellen gefunden hättest UND unsere Beschreibung verstanden hättest.

      PS: die zweite Deines Kommentars ist Stand heute pures Wunschdenken, damit Dein Feindbild stimmt. Apple sammelt erstens aktuell einen Bruchteil der Daten, sie beispielswwise Google abzieht. Zweitens nur, wenn man dreiwillig die Cloud nutzt – man kann iPhones auch ohne Cloud nutzen. Drittens hast Du eine kleine, aber feine Information unterschlagen – Apple sammelt die Daten nicht nur Opt-in, sondern auch anonymisiert via Differential Privacy + Algorithmen.
      DP wird gerade von unabhängigen Dritten geprüft, und wenn das für ’sicher‘ bezüglich Anonymisierung befunden wird, wäre das ein weiterer großer Unterschied zu Google / Microsoft, die eben nicht anonymisiert Daten sammeln.

      Würden sie das tun, wäre Googles Geschäft (privatisierte Werbung) kaputt, und Microsoft könnte sich den Weg dahin sparen.

      Und: trotz Differential Privacy bleibt es eine Opt-in Entscheidung des Anwenders. Wer nicht mitmachen will, schaltet die Funktion nicht ein.
      Wo sind die Opt-ims von Google und Microsoft?

      • Am 22. Juli 2016 um 17:24 von C

        @PeerH

        Link:
        http://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Apple-moechte-erstmals-Aktivitaetsdaten-auswerten-3271440.html

        Was DU nicht verstehen willst ist folgendes Paradoxon:
        – Apple behauptet, kein Geschäft mit Daten zu betreiben
        – Apple behauptet, dass man nur geringe Daten sammelt, zwecks UX
        – Apple handelt aber dem entgegen, in dem man User-Daten (Opt-In)
        trotzdem erweitert sammeln und verarbeiten will (s. o.)

        Die bisherigen Apple- und Tim Cook Behauptungen sind schlicht FALSCH!

        Darum geht es. Lenk also nicht vom Kern der Sache ab mit Verweis auf die anderen beiden. Die sind nicht besser/schlechter – die machen den gleichen MIST.

        Und – Dein Opt-In kannst Du Dir schenken, weil die „rote Linie“ überschritten wurde. A behaupten und B machen. Darum ist Apple genauso schlecht wie die anderen. Das must auch Du mal kapieren, so schlimm es Dein Seelenheil und Deine Apfel-Welt trifft. Tim Cook kann man nicht trauen und den Beweis dafür liefert die Firma selbst.

        Und nun hab ein schönes WE.

        • Am 22. Juli 2016 um 21:01 von PeerH

          Sind aber Fakten:
          – Apple hat das Geschäft mit Werbung erheblich zurückgefahren – bis auf Eigenwerbung, bzw. App Werbung im App Store – und fiel bereits dadurch auf, dass sie den Werbetreibenden keinen Zugang zu personalisierten Profilen ermöglicht haben
          – Apple hat das nie behauptet das behauptest Du in Deinem jugendlichen Leichtsinn. Sie haben ja z.B. in ihrer Maps App Werbeeinnahmen erzielt – ohne privatisierte Daten. Sie wollen keine privaten Daten, sie brauchen keine privaten Daten. Im Gegensatz zu Google und Microsoft haben sie beispielsweise Facetime und Nachrichten (Chat) vollständig per Default Ende zu Ende verschlüsselt – weil sie keine Daten haben wollen. Wer die Cloud nicht (freiwillig!) nutzt, der gibt Apple kaum private Daten. Beim Win Phone landen immer Daten in der Cloud, und bei Android sammelt Google alles – sofern man die Google Apps nicht runterschmeisst, und Cyanogenmod aufspielt. Nicht umsonst steigt die Zahl der Sicherheitsanfragen an Google von Jahr zu Jahr deutlich. Weil die da hingehen, wo man am einfachsten die meisten Daten kriegt – bei Google. Bereits vor drei Jahren gab es etwa 20x so viele Anfragen an Google wie an Apple. Die Sicherheitsbehörden sind nicht blöd. ;-)
          – Apple handelt eben NICHT dem entgegen, weil wer die Daten nicht liefern möchte, der schaltet nichts frei – es ist ein Opt-in. Ab iOS 10. bisher werden Null Daten gesammelt, man kann die Cloud komplett wegschalten, und iOS nutzen.

          Extremes Beispiel: wer sich dafür nicht interessiert, der wird unter iOS 10 keinen Anlass haben die Datenlieferung einzuschalten, der müsste danach suchen – im Default ist das ausgeschaltet. Er wird Null Daten beisteuern.
          Vergleich: Bei Google ist das im Default eingeschaltet, bei Microsoft ist das im Default eingeschaltet – da werden uninteressierte User im Default immer Daten liefern. Wer das nicht will, der MUSS suchen, um das abzuschalten. Bei Microsoft sind die Beschreibungen gar kryptisch. Es ist oftmals nicht ersichtlich, was gemeint ist. Das ist Fakt.

          Cooks Behauptungen sind daher stimmig und richtig. Und die anderen zwei, Google und Microsoft, sind bezüglich Datenschutz definitiv schlechter, das ist schlicht die Realität.

          Es gibt auch keine ‚rote Linie‘, die Apple mit iOS 10 überschritten haben wird, da wird nichts überschritten – im Gegensatz zu Apple war Google schon immer tief jenseits der roten Linie, und Microsoft überschritt sie mit Win 10 (Mobile) und seiner neuen Strategie, die zunehmend in Richtung Googles Geschäftskonzept geht (Cloud, Bing, Windows as a Service etc.).

          Und: der Unterschied ist nicht nur das Opt-in, das Google und Microsoft nie (!) machen werden, sondern auch das Differential Privacy Verfahren – dass Du schon wieder verheimlichst.

          Verstehst Du, worum es dabei geht, oder reden wir aneinander vorbei? Kennst Du das? Mich deucht, Du schreibst nichts darüber, weil Du es nicht kennst und/oder verstanden hast.
          Bevor Du das als Apple’sches Hexenwerk verteufelst – auch Google nutzt (nur!) beim Chrome Browser ein DP (+Algorythmen) Verfahren. Das ist keine Erfindung von Apple oder Google, das gibt es seit über vierzig Jahren.

          Differential Privacy ist, kurz gesagt, ein statistisches Verfahren, in dem statistisch erhobene Daten derart ‚verwischt‘ werden, dass eine Identifizierung der zu den Daten zugehörigen Personen nicht mehr möglich ist, aber dennoch die für die Erhebung relevanten Informationen verwertbar bleiben. Entscheidend ist dabei, dass das ‚verwischen‘ stark genug ist, um die Identifizierung der Teilnehmer zu verhindern, ohne die Datenqualität bezüglich der Fragestellung zu verschlechtern. Wie gut das gelingt, hängt von den eingesetzten Algorithmen ab.
          Google (oh Wunder, nicht nur Apple) hat das sehr gut umgesetzt, wie das beim Chrome Browser unabhängige Prüfungen zeigten. Bei Apple läuft diese Prüfung aktuell noch.

          Ganz klar ist aber: Google setzt das nur beim Chrome Browser ein. Google wird diese Methode der Anonymisierung nie (!) flächendeckend nutzen, gar nutzen können, weil sie ihrem Geschäft (personalisierte Werbung) die Grundlage entziehen würden. Durch die Neuausrichtung der Microsoft Strategie in Richtung Googles Geschäftskonzept, wird das auch für Microsoft schwierig umzusetzen sein. Und das, obwohl auch Microsoft in Richtung DP seit langem forscht.
          Apple kann das egal sein – ihr Geschäftskonzept ist nicht privatisierte Werbung, ihr Geschäft ist der Verkauf von Hardware. Das macht >80% von Apples Geschäft aus, der Rest sind Apple Pay (keine Datenerhebung) und Services wie Apple Music, die naturgemäß App-spezifische Daten liefern, und auch musikalische Vorlieben – andernfalls wäre der Service kaum umsetzbar. Aber auch bei Apple Music gilt: kein Werbekonzept, sondern Apple Music nur gegen monatliche Gebühr. Deswegen muss Apple auch da keine Daten sammeln.
          Wenn Apple mittels Opt-in und Differential Privacy Daten erhebt, dann sind sie anonymisiert, und es genügen für die Verbesserung der Produkte wenige Prozente Freiwilliger, die die Teilnahme per Opt-in explizit freischalten.
          Google (und Microsoft) werden hingegen wegen ihres Geschäftskonzepts immer (!) danach streben die maximale Sicht auf den Nutzer zu erhalten, und maximal Private Daten zu ziehen – je mehr sie kriegen, desto mehr Umsatz können sie generieren. Würden sie DP im Default einsetzen, dürfte das Googles Geschäft größtenteils zerstören – weswegen sie das eben nie einsetzen werden.

          Und sonst? Mein Seelenheil lass mal meine Sorge sein, das hängt nicht von Apple ab. Und ob Du Cook magst oder nicht, spielt auch keine Rolle.

          Wenn Du ihm aber indirekt Lügen unterstellst, dann solltest Du echte, belastbare Argumente vorbringen, und nicht mit Halb- und Unwahrheiten arbeiten. Denn dass Apple jemals behauptet hätte, dass sie keine Daten sammeln, das ist eine Unwahrheit – schau in die AGBs, da findest Du Informationen darüber, in welchen Situationen Apple Daten erhält.

          Denn Deine o.g. drei Argumente sind schlicht Unfug.

          Danke, ebenfalls ein unverkrampftes Wochenende. Man muss das alles nicht persönlich nehmen.

      • Am 22. Juli 2016 um 21:24 von PeerH

        PS: Du hast meine Frage ignoriert: wo bleiben die Opt-ins von Google und Microsoft?

        Warum denkst Du, dass sie das in ihren Systemen nicht anbieten? Warum beschränken sie nicht ihre Datenneugier?

        Wenn Du Dir ehrlich diese zwei Fragen beantwortest, dann kommst Du dem Kern der Sache deutlich näher.

        Meine Meinung findest Du weiter oben. Und ich denke, dass das durch deren Geschäftskonzept sehr leicht zu beantworten ist.

  • Am 22. Juli 2016 um 15:56 von Judas Ischias

    Tja @PeerH,
    bei Apple wird das sammeln von Daten Schritt für Schritt immer mehr.
    Kann man z.B. gut an Versicherungen verkaufen, wenn auch anonymisiert.
    Ist aber ein weiteres Standbein was gutes Geld bringt.

    „Wer keine Daten beisteuern will, der schaltet die Funktion einfach nicht ein.“
    Diesen Satz, der von Dir ist, solltest Du noch mal ganz langsam durchlesen. Vielleicht verstehst Du dann was Du in dem Kommentar von 14:38 Uhr geschrieben hast.
    Und dann lies in dem Link wie Apple das handhabt.
    Bei Google und Microsoft bist Du am zetern, aber bei Apple ist es egal, ob das der Nutzer selbst deaktivieren muss.
    Deine Bigotterie ist einfach zum kotzen.
    http://www.areamobile.de/news/39366-ios-10-apple-moechte-aktivitaetsdaten-der-nutzer-auswerten#Kommentare

    • Am 22. Juli 2016 um 21:22 von PeerH

      Ach herrje, nun wieder Anfeindungen, nur, weil Du argumentativ schlecht bist. Dafür kann ich doch nichts?

      Dein Link läuft übrigens ins Leere (na, auch da Käse kommentiert?), und Dein Argument ist einfach schwach.

      Du verstehst Opt-in? Ich frage lieber noch einmal, weil mir das so vorkommt, als wüsstest Du auch das nicht: den Unterschied zwischen Opt-in und Opt-out.

      Apple: Opt-in –> man muss explizit eine Option einschalten.
      Google/Microsoft Opt-out –> man muss explizit eine Funktion abschalten.

      Grundsätzlich spricht gegen beide Möglichkeiten nichts, es hängt von der Funktion ab.

      Wenn die Funktion aber den Datenschutz betrifft, dann ist idealerweise die Weitergabe von Daten stets mit einem Opt-in verbunden. Weil man dem User die Kontrolle über seine Daten lassen sollte.

      Daraus folgt, dass Apple es mit Opt-in richtig macht (wenn Du uns Daten geben willst, schalte Option X ein), und Google und Microsoft machen es so, dass sie maximale Daten erhalten: wen das nicht interessiert, den ziehen wir datentechnisch ab, und wer sich daran stört, der soll das abschalten – wo das geht, das soll er mal herausfinden. Und die Erklärungen dazu machen wir auch kompliziert, und garnieren sie mit Warnungen wie ‚Wenn Du das abschaltest, kannst Du xyz nicht nutzen.‘ Verschleierung.

      Dass Du wenig Ahnung über Differential Privacy hast, ist nicht weiter wild. Man muss sich dafür interessieren, und ein gewisses konzeptionelles und mathematisches Verständnis (Statistische Methoden) ist auch kein Schaden.

      Ich hab es für ‚C‘ kurz (sehr oberflächlich, das Interessanteste sind dabei die mathematischen Algorithmen) erklärt. Ich könnte Dir einen Link zu einer Arbeit schicken, die von Forschern gemeinsam mit Google erstellt wurde, und die detailliert das Konzept erläutert.

      Opt-in und DP (+Algos) sind der Unterschied. Du solltest erst darüber lesen, bevor Du Dir ein Urteil bildest.

      Und Du solltest Dir nach x Jahren auch nur ein einziges Mal anschauen, womit Apple, Google, Microsoft (und auch Amazon, Facebook etc.) ihr Geld verdienen. Dann sollten auch Dir die Unterschiede auffallen, und wer keine privaten Daten benötigt (Apple), und wessen Geschäft zwingend davon abhängt (Google, zunehmend Microsoft). Entsprechend handeln diese Konzerne auch.

      PS: Siehst Du mal: ich könnte über die dreiste Art von Google und Microsoft, den unbedarfen Nutzer zu hintergehen, ‚kotzen‘. Du Führst einfach einen Kreuzzug gegen Apple – und das Tragische dabei ist, dass Du den Kreuzzug gegen Google und Microsoft führen solltest, aber in Deiner Antipathie zu festgefahren bist, um das zu bemerken.

      Dabei ist das alles recht einfach zu verstehen – wenn man nicht verbissen ist, und seine Meinung selbstkritisch hinterfragt.

      Ich tue das regelmäßig – und komme stets zum gleichen Ergebnis. Na ja, fast – seit Windoes 10 sehe ich Microsoft – kaum zu glauben – als größere Gefahr für die Privatsphäre der Bürger als Google.

      Du siehst, ich bin bereit meine Meinung an die äußeren Ereignisse anzupassen.

      Bist Du das auch? ;-)

  • Am 23. Juli 2016 um 3:16 von Judas Ischias

    @PeerH,
    „Deaktivieren lässt sich die Datensammlung in den Einstellungen des Smartphones. Dort kann im Datenschutz-Bereich im Feld „Diagnose & Nutzung“ die Datensammlung jederzeit deaktiviert werden.“
    Diese 2 einfachen Sätze kann man doch eigentlich sehr leicht verstehen.
    Auch DU, wenn Du es wolltest.
    Warum muss man es erst als Nutzer selbst deaktivieren?
    Warum ist es nicht einfach aus und lässt dem Kunden die Entscheidung ob er es überhaupt einschalten möchte.
    Sieht doch sehr stark nach Absicht aus.
    Warum hast Du bei Google und Microsoft was zu zetern, und bei Apple ist das Schweigen im Walde angesagt?
    Du brauchst auch wieder gar nicht die Chewbacca-Verteidigung versuchen, sondern es reicht, wenn Du Dich einfach darauf konzentrierst was Du in dem Kommentar von 14:38 Uhr Google und Microsoft vorwirfst.
    Und es ist auch völlig egal ob bei Google oder Microsoft Opt-in oder nicht besteht.
    Auch bei Apple ist eine Funktion zum schnüffeln von Beginn an geschaltet und der Nutzer MUSS ES SELBST bei Nichtgefallen AUSSCHALTEN.

    • Am 23. Juli 2016 um 7:47 von PeerH

      Worüber fabuliert er? Ah, er hat den dritten Satz bewusst nicht gelesen?

      Warum? Weil man er als Nutzer nicht erst deaktivieren muss.

      „Bevor der Nutzer seine Zustimmung erteilt, bleibt die Funktion deaktiviert.“

      Oder der ganze Abschnitt: „Die Datenerfassung lässt sich in den Einstellungen im Bereich Datenschutz unter „Diagnose & Nutzung“ jederzeit nach Wahl ab- oder anschalten. Bevor der Nutzer seine Zustimmung erteilt, bleibt die Funktion deaktiviert.“

      Ist das nun dreiste Unfähigkeit, oder Absicht? Man sollte doch denken, dass jemand, der zwei Sätze lesen UND zitieren kann, in der Lage ist den sofort folgenden dritten Satz ebenfalls zu lesen UND in Zusammenhang zu den ersten zwei Sätzen zu setzen.

      Entweder hat das etwas mit der oft zitierten ‚Verblendung‘ (er ‚konnte ihn nicht sehen‘) zu tun – oder aber, wir so oft, will er nur Unsinn schreiben. Und sogar Unsinn in Großbuchstaben.

      Ich tippe auf keine ‚oder‘ sondern eine ‚und‘ Verknüpfung. Das ist diesmal zu offensichtlich. Ebenso,,dass Du noch immer nicht verstanden hast, was Opt-in bedeutet.

      Erspare doch Dir und dem Rest der Welt zukünftig solche Zero-Brainer. ;-)

    • Am 23. Juli 2016 um 8:02 von PeerH

      PS: Nachdem nun Dein ganzer Kommentar als Basierend auf Unwahrheit entlarvt wurde, solltest Du wirklich vor dem kommentieren mehr auf Erkenntnis und Wissen, denn auf ‚könnte‘, ‚möchte‘ und ’soll sein‘ setzen.

      Fakten sind immer besser. Und wissen ist immer besser als vermuten.

      Einfach mal merken, dann musst Du Dich vor Peinlichkeit nicht in dem nächsten Karnickelbau verkriechen, wenn Du so offensichtlich daneben liegst.

      Der einzige Satz, in dem ein Fragment von Wahrheit steckt, ist dieser hier von Dir: „Sieht doch sehr stark nach Absicht aus.“

      Er beschreibt aber eher Dein Vorgehen hier bewusst falsche Behauptungen aufzustellen, wider besseren Wissens.

      Denn bereits vorher wurde (2x) darauf hingewiesen, dass ohne Zustimmung keine Daten fließen:

      „iOS 10 übermittelt die Aktivitätsdaten – nach Zustimmung – an den Konzern. Dafür erfragt die Health-App beim ersten Öffnen die Einwilligung, wie Entwickler mit Zugriff auf die jüngste, dritte Beta von iOS 10 berichten.“

      Noch mal für Dich zum verstehen: man startet die App. Man wird gefragt, ob man Daten beitragen will. Sagt man nein, fließen keine Daten, die App ist voll nutzbar.

      Bei Googles Android wird man nicht gefragt, sondern man stimmt weitgehend mit den Android Google Apps generell zu – und muss sonst explizit widersprechen (opt-out).

      Bei Windows Phone wird man (zumindest bei Win Phone 8.x war das noch so) zwar gefragt, sagt man aber neun, wird die App nicht installiert, oder ist oftmals nicht nutzbar. Also eine Fake Abfrage.

      Und, klar, Du verstehst den Sinn nicht, diesen Satz hast Du auch überlesen:

      „Apple sammelt seit längerem Nutzerdaten unter anderem zur Verbesserung des hauseigenen Karten- und Verkehrsdienstes sowie Informationen zu App- und Systemabstürzen sowie Gerätenutzung – wenn dem zugestimmt wird.“

      Und diesen auch:
      „Mit iOS 10 will das Unternehmen erstmals auch getippte Eingaben erfassen, um die Wort- und Emoji-Vorschläge zu verbessern. Durch “Differential Privacy” seien Rückschlüsse auf einen einzelnen Nutzer unmöglich, verspricht Apple. Auch diese Datensammlung setzt ein Opt-in voraus.“

      Das Wort „unmöglich“ kennst Du?

      Moment: Du hast ja den ganzen Artikel nicht gelesen (oder verstanden?)! Außer die zwei zitierten Sätze, die Du mutwillig aus dem Zusammenhang gerissen hast?

      Ui, ui. Das ist aber unfein. Oder aber FUD. ;-)

  • Am 23. Juli 2016 um 10:24 von ckOne

    @JI
    Das ist vergebliche Mühe, PeerH wird das immer ignorieren wenn es um Apple geht, die machen es nämlich immer richtig, und wenn die auch anfangen mit Werbung Geld zu verdienen wird PeerH der erste sein der sagt „Richtig so“. Bei PeerH wurde das Hirn durch einen angebissenen Apfel ersetzt.

    • Am 23. Juli 2016 um 13:58 von Judas Ischias

      @ckOne,
      leider ist das wahr, was Du geschrieben hast, und der Apfel ist wohl auch schon ziemlich angefault und wurmstichig. ;)
      Aber ebenso schlimm ist, dass man eigentlich die Zeit mit einem unbelehrbaren Fanatiker verschwendet.
      PeerH kommt mir oft vor wie ein kleines Kind an der Supermarktkasse, was sich schreiend und weinend auf dem Boden wälzt, weil die Mama die gewünschten Bonbons nicht kauft.

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