ARM und Symantec entwickeln Sicherheitsstandard für das Internet der Dinge

Das Open Trust Protocol soll eine sicherere Architektur zur für IoT-Geräte zur Verfügung stellen. Es dient als Management-Protokoll für Sicherheitssoftware. Vorbild ist die im Bereich E-Commerce übliche Sicherheitsarchitektur.

Eine Gruppe von Firmen, darunter ARM, Symantec, Intercede und Solacia, haben das Open Trust Protocol (OTrP) vorgestellt, das als Sicherheitsstandard für das Internet der Dinge dienen soll. Das Protokoll soll eine sichere Architektur und eine Codeverwaltung zum Schutz von mit dem Internet verbundenen Geräten zur Verfügung stellen. Dabei kommen unter anderem Technologien zum Einsatz, die von Banken und auch für den Umgang mit vertraulichen Daten auf Smartphones und Tablets verwendet werden.

Internet der Dinge (Bild: Shutterstock)„In einer mit dem Internet verbunden Welt ist der Aufbau von Vertrauen zwischen allen Geräten und Diensteanbietern zwingend erforderlich“, sagte Marc Canel, Vizepräsident für Sicherheitssysteme bei ARM. „Betreiber müssen den Geräten vertrauen, die mit ihren Systemen interagieren, und das OTrP erreicht das auf eine einfache Weise. Es vereint vertrauenswürdige Architekturen des E-Commerce mit einem High-Level-Protokoll, das einfach in jede vorhandene Plattform integriert werden kann.“

Das OTrP unterstützt Sicherheitsfunktionen wie ARMs Trusted Execution Environment, die mobile Geräte vor den Auswirkungen von Hackerangriffen schützen sollen. Das Protokoll kann außerdem mit Systemen genutzt werden, die auf einer öffentlichen Schlüsselinfrastruktur basieren. Das erlaubt des Diensteanbietern, App-Entwicklern und Hardwareherstellern, ihre eigenen Schlüssel für die Authentifizierung und Verwaltung vertrauenswürdiger Software zu verwenden. Der Gruppe zufolge kann das OTrP ohne großen Aufwand zu vorhanden vertrauenswürdigen Umgebungen oder auch zu Microcontroller-basierten Plattformen, die RSA-Verschlüsselung beherrschen, hinzugefügt werden.

In erster Linie wurde das OTrP jedoch als Management-Protokoll für Sicherheitssoftware entwickelt, um mobile und IoT-Geräte vor gefährlichen Angriffen zu schützen. Anbieter, die das Protokoll testen und in ihre Sicherheitsumgebungen einfügen wollen, können einen ersten Entwurf von der Website der Internet Engineering Task Force (IETF) herunterladen.

ANZEIGE

SAS Viya: Analytics dort hinbringen, wo sie gebraucht wird

Die digitale Transformation ist heute Realität. Und krempelt Unternehmen und ganze Branchen um, die sich komplett neue Geschäftsmodelle überlegen müssen. Bei Analytics, der Kerntechnologie der digitalen Transformation, ist deshalb maximale Flexibilität gefragt. Und höchstes Tempo. Starre Architekturen stehen der Innovation immer öfter im Weg. Mit SAS Viya geht SAS einen neuen Weg: Analytics flexibel, zugänglich und offen in der Cloud.

Die Entwickler des Protokolls hoffen, dass es den Weg für einen offenen Standard für die Verwaltung vertrauenswürdiger Software ebnet – ohne die Notwendigkeit einer zentralisierten Datenbank. Vorbild sind die Sicherheitsarchitekturen im Bereich E-Commerce.

„Neue Technologien bedeuten neue Sicherheitsrisiken“, ergänzte Brian Witten, Senior Director für den Bereich Internet der Dinge bei Symantec. „Es ist wichtig, ein offenes Protokoll zu schaffen, das die Einführung von hardwaregestützter Sicherheit vereinfacht und beschleunigt, die wiederum entwickelt wurde, um auf Geräten gespeicherte Verschlüsselungsschlüssel zu schützen.“

[mit Material von Danny Palmer, ZDNet.com]

Tipp: Wie gut kennen Sie sich mit Open-Source aus? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu ARM und Symantec entwickeln Sicherheitsstandard für das Internet der Dinge

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *