Microsoft Flow als Beta für Android verfügbar

Mit der App lassen sich ähnlich wie mit IFTTT Cloudanwendungen mittels logischer Bedingungen verknüpfen. Nutzer können Workflows verwalten, ihre Eigenschaften überprüfen und Berichte über ihre bisherigen Aktivitäten einsehen. Microsoft Flow unterstützt bisher 41 Webservices.

Microsoft hat eine Beta seines Workflow-Management-Tools Flow für Android verfügbar gemacht. Der Automatisierungsdienst nach dem Vorbild von IFTTT oder Zapier ermöglicht es Anwendern, mehrere Clouddienste mittels logischer Bedingungen zu verknüpfen. Bisher lag er nur als Webanwendung sowie als iOS-App vor.

Microsoft legt bei Flow den Fokus auf eigene Clouddienste wie Office 365, Dynamics CRM und Yammer. Das Tool funktioniert aber auch verbreitete Firmenlösungen anderer Hersteller wie MailChip, GitHub oder Salesforce. Insgesamt zählt Microsoft 41 unterstützte Webservices auf.

Microsoft Flow liegt als Webanwendung sowie als App für iOS und Android vor (Bild: Microsoft).Microsoft Flow liegt als Webanwendung sowie als App für iOS und Android vor (Bild: Microsoft).

Damit kann Flow aber nicht mit den etablierten Konkurrenten Zapier und IFTTT mithalten, die nochmals deutlich mehr Dienste unterstützen. Im Fall von IFTTT spiegelt der Name, der ausgeschrieben „If this then that“ lautet, bereits das Funktionsprinzip wider. Alle drei Services ermöglichen es beispielsweise, bei einer Twitter-Suche stets eine Excel-Tabelle mit den Ergebnissen zu erstellen oder sich immer einen Messenger-Hinweis zusenden zu lassen, wenn eine E-Mail des Chefs eingeht.

Mit den Apps für iOS und jetzt Android lassen sich zuvor erstellte Workflows – oder im Microsoft-Sprech „Flows“ – verwalten. Nutzer können sie ein- und ausschalten, ihre Eigenschaften überprüfen oder Berichte zu ihren bisherigen Aktivitäten einsehen. In einem Activity Feed sind die jüngsten Aktivitäten verzeichnet, und im Fall von Problemen benachrichtigt die App den Anwender auf Wunsch in Echtzeit.

Mit der Zeit will Microsoft die Flow-Funktionen noch erweitern. Beispielsweise könnte für bestimmte, eher seltene Workflows erst beim Nutzer nachgefragt werden, welche Option gewählt werden soll. Auch will Microsoft Eigenschaften von Mobilgeräten einbeziehen, sodass sich Flows etwa ortsabhängig unterscheiden lassen.

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Interessierte können sich bei Microsoft für das Testprogramm der Flow-App für Android bewerben. Anschließend steht ihnen die Beta im Google Play Store zum Download zur Verfügung.

Die iOS-App ist schon seit rund einem Monat in Apples App Store erhältlich, allerdings nur in englischer Sprache. Sie erfordert iOS 8.0 oder neuer.

Manche Business-Power-User schwören auf solche Workflows, die ihnen regelmäßige Arbeitsabläufe abnehmen – etwa Dateianhänge von eingehenden E-Mails grundsätzlich in Dropbox zu speichern. Zudem lässt sich damit fehlende Integration zwischen Cloudservices ausgleichen. Und schließlich können sie auch komplette Apps ersetzen, wie aus den Beispielen von IFTTT eindrucksvoll hervorgeht. Es schlägt etwa eine Fitness-App vor, die registriert, wann der User sein angestammtes Fitnessstudio betritt und wieder verlässt. Auf dieser Basis zeichnet es dann in einer Online-Tabelle automatisch die Trainingszeiten auf.

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