Allianz stellt Cyberversicherung für mittelständische Unternehmen vor

Sie deckt entgangene Gewinne nach einer Betriebsunterbrechung durch einen Hackerangriff ab. Die Allianz berät Versicherungsnehmer aber auch schon vor einem Schadensfall. Die CyberSchutz genannte Versicherung richtet sich an Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 150 Millionen Euro.

Die Allianz bietet mittelständischen Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 150 Millionen Euro ab sofort eine Cyberversicherung an. Das CyberSchutz genannte Produkt besteht nach Unternehmensangaben aus den Komponenten Beratung, Service und finanzielle Absicherung. Im Schadensfall hilft die Versicherung sogar, die Risiken für die Reputation eines Unternehmens zu minimieren.

Hacker (Bild: Shutterstock)„Mit CyberSchutz leisten wir unseren Beitrag dazu, dass mittelständische Unternehmen ihre finanziellen Risiken, die im Zusammenhang mit der firmeneigenen IT-Sicherheit stehen, deutlich reduzieren können“, wird Joachim Müller, Vorstandsvorsitzender der Allianz Versicherung, in einer Pressemitteilung zitiert. „Wir legen sehr großen Wert auf die Beratung, um potentielle Sicherheitslücken zu schließen. Im Schadenfall deckt unser Versicherungsschutz vielfältige Eigen- und Fremdschäden ab.“

Experten der Allianz prüfen bei Abschluss einer Police die vorhandene IT-Sicherheit und erstellen anhand von Fragebögen ein Risikorating des Kunden. Auf Wunsch werden auch Lösungen für das Schließen möglicher Sicherheitslücken vorgeschlagen. Ein regelmäßiges Monitoring soll helfen, die erreichten Sicherheitsstandards einzuhalten. CyberSchutz sei damit mehr als nur ein Risikotransfer vom Versicherungsnehmer auf die Allianz, ergänzte Müller. „Unser Ziel ist es, dass Unternehmer diese Police und die damit angebotenen Beratungsangebote als Instrument ihres Risikomanagements nutzen können.“

Im Schadensfall sorgt die Versicherung aber auch für eine finanzielle Absicherung. Dazu gehören Schäden durch eine Betriebsunterbrechung – die Allianz zahlt die entgangenen Gewinne. Es sind aber auch Kosten für die Wiederherstellung von Kundendaten sowie für Schäden, die beispielsweise durch die Verbreitung von Malware an Dritte entstehen, abgedeckt.

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Von den Mainframes der 1960er-Jahre bis zur gegenwärtigen cloud-orientierten Entwicklung haben sich Rechenzentren enorm gewandelt. Als Anwendungen missionskritisch wurden und Desktop-Server in professionelle Rechenzentren umgezogen wurden, nahm die Anzahl physischer Server in den Rechenzentren exponentiell zu.

Spezialisten der Allianz helfen schließlich, die Folgen eines Hackerangriffs zu beseitigen und die Auswirkungen und Kosten gering zu halten. Ein Krisenkommunikationsberater soll zudem mögliche Schäden für den Ruf des Unternehmens abwenden.

Die Notwendigkeit einer Cyberversicherung stützt die Allianz auf eine KPMG-Studie. Demnach haben Cyberangriffe auf Unternehmen zwischen 2013 und 2015 um 50 Prozent zugenommen. In Deutschland seien zudem verstärkt auch mittelständische Unternehmen das Ziel von Internetkriminellen. Unter anderem versuchten Hacker, Daten zu stehlen und Firmen damit zu erpressen. Das Risikobewusstsein sei zwar bei Mittelständlern gestiegen, die meisten hätten jedoch keinen angemessenen Versicherungsschutz und gingen deswegen „erhebliche finanzielle Risiken“ für ihre Unternehmen ein, sagte Müller.

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