Cat S60: Telekom vermarktet Smartphone mit Wärmebildkamera

Das von der Caterpillar-Tochter Catphone zum Mobile World Congress vorgestellte Smartphone Cat S60 wird ab Herbst exklusiv von der Telekom angeboten. Es nutzt eine Thermalkamera von Flir Systems und eröffnet damit interessante Einsatzmöglichkeiten.

Die Telekom vermarktet ab Herbst exklusiv das von der Caterpillar-Tochter Cat Phones zum Mobile World Congress vorgestellte Smartphone Cat S60. Als Besonderheit verfügt das Gerät über ein Modul des auf Thermalkameras spezialisierten Anbieters Flir Systems. Zusätzlich bietet es eine herkömmliche 13-Megapixel-Hauptkamera mit Doppel-LED-Blitz, die dank des wasserdichten Gehäuses auch Unterwasseraufnahmen ermöglicht. Für Videotelefonie ist außerdem eine 5-Megapixel-Frontkamera an Bord.

Grundlage für die Vermarktungsrechte ist die exklusive Partnerschaft der Telekom mit der Bullitt Group, dem weltweiten Lizenzträger von Caterpillar für mobile Produkte. Thomas Spreitzer, Senior Vice President KMU Segment und Partnervertrieb der Telekom sieht in der Partnerschaft einen innovativen Mehrwert für die Kunden den Bonner Mobilfunkkonzerns. „Die Funktionen ermöglichen massive Zeit und Kostenersparnis, insbesondere für Handwerker und im Immobiliensektor. Durch diese Lösung können die Kunden unserer Kunden profitieren, in dem sie beispielsweise vor dem Kauf einer Immobilie auf mögliche Wärmebrücken oder Wasserschäden hingewiesen werden können.“

Die im Cat S60 verbaute Thermalkamera kann Oberflächentemperaturen in einem Abstand von bis zu 30 Metern unterscheiden (Bild: Cat Phones).Die im Cat S60 verbaute Thermalkamera kann Oberflächentemperaturen in einem Abstand von bis zu 30 Metern unterscheiden (Bild: Cat Phones).

Tatsächlich ergeben sich durch die integrierte Wärmebildkamera diverse, für Smartphones bislang so nicht erschlossene Verwendungsmöglichkeiten. Beispielsweise lassen sich damit schlecht isolierte Fenster und Türen, feuchte Stellen an Wänden aufgrund mangelnder Dämmung oder die drohende Überhitzung von elektrischen Geräten und Schaltkreisen erkennen. Darüber hinaus werden so Lebewesen anhand ihrer Körpertemperatur auch in völliger Dunkelheit sichtbar. Die verbaute Thermalkamera kann Oberflächentemperaturen in einem Abstand von bis zu 30 Metern unterscheiden. Da dies auch bei Nebel oder Rauch funktioniert, nennt der Hersteller ebenfalls Einsatzmöglichkeiten bei Feuerwehr und Rettungsdiensten. Die Telekom nennt weitere Beispiele: „Handwerker können in Privathäusern oder in Büros an Türen oder Fenstern undichte Stellen identifizieren, an denen die Wärme entweicht. Als einziges Smartphone spürt es mit der integrierten Wärmekamera defekte Wasserrohre auf, entdeckt Stromleitungen und dient als Hilfsmittel bei der Bauabnahme. Die Feuerwehr visualisiert mit dem Mobilfunkgerät Wärmestellen und damit weitere mögliche Brandherde. Das Cat S60 unterstützt zudem die Gastronomie und misst beim Kochen und Grillen die Hitzeentwicklung der verschiedenen Schichten oder überprüft, ob bei Nahrungsmittellieferungen die Wärme- oder Kühlkette eingehalten wurde. Auch KFZ-Mechaniker oder der TÜV können mit dem Cat S60 die Wärmeentwicklung von Motoren oder Bremsen sichtbar machen. Jäger orten mit ihrem Smartphone sogar bei absoluter Dunkelheit Tiere. Selbst bei Nebel oder Rauch ist das Cat S60 einsatzfähig und misst Oberflächentemperaturen bei einem Abstand von bis zu 30 Metern.“

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Wie von Cat Phones gewohnt, ist das Cat S60 ein Ruggedized-Smartphone. Es soll Stürze aus 1,80 Metern Höhe auf Beton unbeschadet überstehen und ist gegen das Eindringen von Staub und Wasser geschützt. Dank einer verbesserten Abdichtung kann das Cat S60 laut Hersteller in Tiefen von bis zu 5 Metern maximal eine Stunde lang verwendet werden, ohne Schaden zu nehmen.

Das Ruggedized-Smartphone Cat S60 soll Stürze aus 1,80 Meter Höhe und bis zu einstündige Tauchgänge bei maximal fünf Metern Wassertiefe unbeschadet überstehen (Bild: Cat Phones).Das Ruggedized-Smartphone Cat S60 soll Stürze aus 1,80 Meter Höhe und bis zu einstündige Tauchgänge bei maximal fünf Metern Wassertiefe unbeschadet überstehen (Bild: Cat Phones).

Das 4,7 Zoll große Display mit einer Helligkeit von 540 Candela pro Quadratmeter soll selbst bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar sein und sich sowohl mit nassen Fingern als auch Handschuhen bedienen lassen. Zur Auflösung liegen jedoch noch keine Angaben vor. Eine Scheibe aus Gorilla Glass 4 schützt die Anzeige vor Kratzern. Mit einer Audioausgabe von über 105 Dezibel soll sich das Telefon auch in sehr lauten Umgebungen nutzen lassen.

Das Cat S60 kommt mit einem Druckgussgehäuse aus Aluminium und einem 3800-mAh-Akku. Als Prozessor verwendet es Qualcomms Achtkernchip Snapdragon 610. Ihm stehen 3 GByte RAM zur Seite. Der interne Speicher fasst 32 GByte. Als Betriebssystem dient Android 6.x Marshmallow. Eine Verbindung zum mobilen Internet kann via LTE aufgebaut werden. Alles in allem geht die Ausstattung darüber hinaus, was viele andere Ruggedized-Smartphone zu bieten haben. Zur Vorstellung des Geräts hat Cat Phone einen Verkaufspreis von 649 Euro kommuniziert. Was die Telekom für das Cat S60 verlangen wird, hat der Konzern nicht mitgeteilt.

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Kai Schmerer
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4 Kommentare zu Cat S60: Telekom vermarktet Smartphone mit Wärmebildkamera

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  • Am 8. Juli 2016 um 12:23 von hugo

    Ein Spielzeug in der Hand von Laien, sinnlos, nutzlos und führt ausschließlich zu Fehlinterpretationen. Was einem Laien dieses „Wärmebild“ besagt ist nur kalt=blau, heiß=rot, aber ob das jetzt ein Eisenträger oder eine Kaltwasserleitung ist ersieht der Laie nicht. Also ein reines Spielzeug ohne erkennbaren Nutzen.
    Und ein Profi wird dieses Gerät nie nutzen weil ein Profi fundiertes Wissen über Baustoffe, Wärmeleitfähigkeit und eine Spezialkamera mit wesentlich besseren Details benötigt.

    • Am 8. Juli 2016 um 16:10 von serra.avatar

      um zu beurteilen ob deine Wärmedämmung am Haus beschädigt ist reicht es auch für einen Laien! Etwas einarbeiten vorrausgesetzt!

  • Am 8. Juli 2016 um 16:08 von serra.avatar
  • Am 6. August 2016 um 13:23 von Papa Bär

    huch… endlich… die Eierlegendewollmilchsau… na Spaß bei seite… die Funktion der WB-Kamera hört sich interessant an, aber wer glaubt das z.B. die Feuerwehr sich auf diese Geräte verlassen würde oder das Gerät die Kontrollaufgaben in den Küchen und bei den Kühlketten im Nahrungsmitteltransport (siehe Anforderungen HACCP) durch genaue, aufzeichnende Kontrollgeräte erseten kann…der glaubt auch das Zitronenfalter Zitronen falten ;)

    Gruß
    Papa Bär

    PS: Vom Preis, den Einsatzbeschränkungen, Handhabbarkeit und vieles Wietere mal abgesehen.

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