Malware für OS X hat es auf Facetime-Kamera abgesehen

Die Backdoor tarnt sich als App zur Konvertierung von Dokumenten. Sie richtet eine Tor-Verbindung ein und übernimmt die vollständige Kontrolle über einen Mac. Gatekeeper warnt vor dem nicht von Apple signierten EasyDoc Converter.

Bitdefender macht auf eine neue Malware für Apples Desktop-Betriebssystem OS X aufmerksam (PDF). Sie erlaubt es einem Angreifer, die Kontrolle über einen Mac zu übernehmen. In erster Linie haben es die Hacker allerdings auf die Facetime-Kamera abgesehen, die sie dann aus der Ferne steuern können.

Malware (Bild: Maksim Kabakou/Shutterstock)Die als „Backdoor.MAC.Eleanor“ bezeichnete Schadsoftware tarnt sich als eine legitime App namens EasyDoc Converter. Sie gibt vor, Dokumente in verschiedene Dateiformate zu konvertieren. Stattdessen installiert sie jedoch im Hintergrund eine Backdoor, die Zugriff auf verschiedene Systemfunktionen hat, darunter eben auch die Webcam sowie den Datei-Explorer. Sie kann aber auch Shell-Befehle ausführen.

Die Backdoor richtet unter anderem den Anonymisierungsdienst Tor auf einem Mac ein sowie einen Web-Service. Letzterer erlaubt die vollständige Kontrolle der infizierten Maschine. Schließlich wird noch ein ansonsten frei verfügbares Webcam-Tool installiert, das Bilder und Videos aufnehmen kann. Die Bilder und Videos werden schließlich zu Tor-Adressen auf Pastebin.com hochgeladen.

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Allerdings ist die App, die nicht im Mac App Store erhältlich ist, nur eine Bedrohung für Nutzer, die Apples Sicherheitsfunktion Gatekeeper nicht verwenden. Darauf weist AppleInsider hin. „Sie ist nicht von Apple signiert, was bedeutet, dass das Gatekeeper-Tool von OS X mit den Werkseinstellungen Nutzer ausreichend schützen sollte“, schreibt der Blog.

Darüber hinaus ist es möglich, die Backdoor mit dem Netzwerkmonitor Little Snitch aufzuspüren. Bitdefender zufolge prüft der Schädling vor der Installation sogar, ob Little Snitch vorhanden ist.

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AppleInsider hat den EasyDoc Converter auf einem Testsystem installiert. Mit Stand gestern Nachmittag erkannte Apples Malwareschutz XProtect die Malware noch nicht. MacUpdate, über das die schädliche App verbreitet worden sei, habe sie inzwischen aus dem Angebot entfernt.

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