Linux Mint 18 veröffentlicht

Die Distribution nutzt die Desktop-Oberfläche Cinnamon 3.0. Neu sind auch die auf GTK 3.2 basierenden X-Apps. Sie unterstützen auch andere Desktop-Oberflächen. Linux Mint 18 ist ein Long Term Support Release. Updates versprechen die Herausgeber bis 2021.

Das Linux-Mint-Projekt hat die finale Version der gleichnamigen Linux-Distribution Mint 18 Sarah zum Download freigegeben. Sie liegt in der Cinnamon Edition als 32-Bit- und 64-Bit-Version vor. Es handelt sich um ein Long Term Support Release, das bis 2021 unterstützt wird.

Wichtigste Neuerung ist die Desktop-Oberfläche Cinnamon 3.0. Sie verbessert das Fenster-Management, unter anderem durch eine Tiling genannte Funktion. Sie erlaubt es, Fenster wie Kacheln auf dem Bildschirm anzuordnen, indem Fenster mit der Maus an den Bildschirmrand oder in eine Bildschirmecke gezogen werden.

Linux Mint 18 Cinnamon Edition (Bild: Linux Mint)Außerdem sind nun ab Werk Animationen für Dialoge und Menüs aktiviert. Auch der Support für Touchpads wurde verbessert und die Einstellungen für Bedienungshilfen und Sounds wurden überarbeitet. Es lassen sich aber auch unterschiedliche Anwendungen für Textdateien und Quellcode-Dateien festlegen. Schließlich wurde auch der Support für GTK 3.20, Spotify 0.27 und Viber verbessert.

Neu ist auch das Projekt X-Apps. Dabei handelt es sich um neue generische System-Anwendungen für GTK-Desktop-Umgebungen. Zum Start liegen die Anwendungen Xed (Editor), Xviewer (Bildbetrachter), Xreader (PDF-Reader), Xplayer (Musik- und Video-Player) und Pix (Fotoverwaltung) vor. Die X-Apps basieren auf Toolkits wie GTK3 und nutzen bewährte Interfaces wie Titelleisten und Menüs. Sie sollen unabhängig vom verwendeten Desktop sowie der Distribution funktionieren und auch abwärtskompatibel zu älteren Distributionen sein. X-Apps sollen die bisherigen Apps für die Desktops Gnome, Mate und Xfce ersetzen – die ursprünglichen Anwendungen für diese Desktops sind aber weiterhin in ihren jeweiligen Repositories erhältlich.

Die Entwickler haben aber auch den Update-Manager aktualisiert. Nutzer können nun Kernel-Updates auswählen. Zudem informiert die Anwendung detailliert über die verfügbaren Kernel-Versionen. Der Update-Manager bietet beim ersten Start nun drei verschiedene Richtlinien an, die die angebotenen Updates nach bestimmten Kriterien wie Sicherheit oder Stabilität optimieren.

Linux Mint 18 Sarah unterstützt aber auch einige Funktionen des Befehls „apt“, die bisher nur für Debian zur Verfügung standen. Unter anderem informieren „apt install“ und „apt remove“ nun über den Fortschritt der jeweiligen Aktion.

HIGHLIGHT

Von der APP-Economy zur API-Economy

Seit Smartphones den Markt erobert haben, gehören Apps zu unserem Alltag, und zwar in den verschiedensten Bereichen. Während sich Unternehmen derzeit mehr mit ihrer App-Strategie beschäftigen, beginnen innovativere Firmen damit, sich eine besser definierte Strategie zuzulegen, die sogenannte Apifizierungsstrategie des Geschäfts.

Sind mehrere Nutzer hinterlegt, wird beim Start des Betriebssystems nun kein Nutzer mehr vorausgewählt. Das soll versehentliche Passworteingaben verhindern. Zudem wurde die Anordnung der Elemente auf dem Sperrbildschirm überarbeitet.

Linux Mint 18 basiert auf dem Linux-Kernel 4.4 und den Ubuntu-16.04-Paketen. Zudem verspricht das Projekt, für alle weiteren Versionen bis 2018 die Paketbasis von Linux Mint 18 zu verwenden und sich bis dahin auf deren Pflege zu konzentrieren.

Tipp: Wie gut kennen Sie sich mit Open-Source aus? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Linux Mint 18 veröffentlicht

Kommentar hinzufügen
  • Am 29. Juli 2016 um 21:39 von Werner Hämmerle

    Ich möchte schon lange zu Linux Mint 17 jetzt zu Mint 18 Sarah wechseln, weil Linux besser ist als Windows 7, 8, 8.1 und 10, leider gibt es nicht für alle MFD Druckertreiber, das eigentlich schade ist!!!

  • Am 5. September 2016 um 17:04 von Andy

    Hallo
    Kann nur jeden abraten
    Viel instabiler als Windows bricht immer wieder zusammen
    Einmal auf der Festplatte bekommt man es nicht wieder
    herunter (od.auch nur schwer)
    hat mir schon 1000GB gekostet
    Und nach neuen Updates kann ich wieder nicht auf 1300 GB zugreifen
    Grund:unable to mount root etc
    also Finger davon
    In Wut

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *